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Katalog "manuscripts" (79 Titel) |
(LANDRÉ -) BEAUVAIS, (AUGUSTIN JACOB) : 'Clinique'. Vierbändige, handschriftliche Vorlesungsmitschrift eines nicht genannten Studenten, in französischer Sprache, braune Tinte auf Papier, einseitig beschrieben, Schriftspiegel ca. 16,5 x 12 cm, Blattgröße 24 x 18,5 cm. Sehr gleichmäßige, gut lesbare Reinschrift mit zahlreichen numerierten Anmerkungen am Rand und wenigen kleinen Textkorrekturen. Auf der ersten Textseite findet sich die Datierung "Paris, 16 wend., an XIII." (d.i. 1804). Band 1: (2) Bl., 283 S., (2) Bl. ('Table'). Band 2: (2) Bl., 289 S., (2) Bl. Band 3: (2) Bl., 381 (richtig 383) S., (2) Bl. Band 4: (2) Bl., 315 S., (2) Bl. Dekorative Lederbände der Zeit mit je 2 roten, goldgeprägten Rückenschildern und reicher Rückenvergoldung, Stehkantenvergoldung, marmorierter Schnitt und marmorierte Vorsätze (zwei Kapitale und die Ecken etwas berieben), gr. 8vo. | |||
| Bestellnr. / order no. 3649 | EUR 2200,00 |
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![]() Im ersten Band werden die 'Fièvres' behandelt, im zweiten die 'Maladies des Femmes' und im dritten und vierten die 'Séméiologie'. Augustin Jacob Landré-Beauvais (1772 – 1840) was a famous French surgeon, well known for his description of rheumatoid arthritis. Born in Orléans, he studied under Pierre-Joseph Desault and Marie François Xavier Bichat in Paris, and then from 1792 under Jean Louis Petit in Lyon. In 1796 he obtained an internship at the famed Salpêtrière Hospital, where he assisted Philippe Pinel. He was appointed professor of clinical medicine at the Salpêtrière in 1799. After the restoration, he also held a professorship at the Paris 'Polytechnique'. He was removed in 1830 at the insistence of King Louis-Philippe of France. His description of rheumatoid arthritis, now regarded as the first modern-day account of the disease, incorrectly identified it as a form of gout. Landré-Beauvais' other preserved work, 'Séméiotique, ou traité des signes des maladies' (initially published in 1809) concerns the physical signs of medical illnesses in general. (vergl. auch den Artikel 'Landré-Bauvais' (sic) im Grand Dictionnaire Universel du XIX Siècle, Band X, S. 140 und H. Kaiser, Landré-Beauvais, der wirkliche Erstbeschreiber der rheumatoiden Arthritis, in: Zf für Rheumatologie, vol. 63, no. 5, 2004). Der erste Band der vorliegenden Mitschrift beginnt mit der Beschreibung des 'Régime des maladies de l'hopîtal de la Salpétrierie' (S. 15) , es folgen 'De l'art d'observer et d'interroger les malades' (19), 'Traitement de la fièvre' (29), 'Cholera morbus' (57), dann weiter die verschiedenen Arten des Fiebers - jeweils mit der Beschreibung des Charakters, der Unterschiede, Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten (fièvre adynamique, ataxique etc.). Ab S. 193 wird die 'Apoplexie' behandelt, dann 'Vaccine' (207), 'Péripneumonie' (213), 'Pleurésie' (245), 'Catarre pulmonaire' (253) und 'Inflammationes chroniques' (263). Der zweite Band behandelt die Frauenheilkunde : 'Histoire des maladies des femmes' (11), 'Tempérament' (21), 'Menstruation' (27), 'Rétention des Régles' (63), 'De la chlorose' (117), 'Hystérie' (197), 'Epilepsie' (213), 'Moyens hygiénique à employer après la cessation' (277) etc. Band drei und vier enthalten die Semiologie, beginnend mit der 'Pathologie en général' (5), 'Séinéiologie' (59), 'Auteurs qui ont écrit sur la S.' (Hypocrates, Galien, Valerius, Gortner etc. 71), 'Lézion de la circulation du pouche' (103), 'Lézions de la respiration' (171), 'Signes tirées de l'état des organs digestifs' (241), '… de la langue', '… des urines', '… de l'état des fonctions de la vie animale' (1), '… des facultés intellectuelles' (25), ' … de la douleur' (61), 'Des émanations odorantes dans les maladies' (147), 'Signes tirées de l'état de la face' (207), '… des cheveux' (221), etc. 'De la marche des maladies en général' (283). Auf der letzten Textseite findet sich der Vermerk "Fin du cours". Im Text wird auf zahlreiche klassische und zeitgenössische Autoren verwiesen (Tibbot, Galien, Quarin, Bichat, Hoffman, Boerhaave etc. etc.), immer wieder auch auf Beauvais selbst (Band 1, S. 163; Band 2, S. 37 "Mr. Beauvais nous a cité l'example d'une fille …", Band 3, S. 287 und 299). Insgesamt eine außergewöhnlich aufwendige, schöne und umfangreiche Mitschrift, die bereits fünf Jahre vor der Veröffentlichung seines geschätzten Lehrbuches zum gleichen Thema entstand und den Status der klinischen Medizinausbildung im nachrevolutionären Frankreich eindrucksvoll dokumentiert. - Nur die ersten und letzten Blätter leicht stockfleckig, sonst auch innen wohlerhalten. --- manuscripts [Medizin medicine Klinik Semiologie Frauenheilkunde Vorlesungsmitschrift Unterricht] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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Algerien - Marokko. Album mit 34 Bleistiftzeichnungen und -skizzen (eine davon koloriert) von Ortschaften, Ruinen, Moscheen und Landschaften aus Marokko und Algerien; auf dem vorletzten Doppelblatt eine schöne, detaillreiche Ansicht des Hafens von Toulon, datiert 19. Januar 1850; ein Blatt zeigt eine Pulverflasche und eine Pistole. Blattgröße 16,4 x 25,7 cm. Halbleder-Band der Zeit Einband berieben, Rücken mit kleineren Einrissen), oblong. | |||
| Bestellnr. / order no. 186 | EUR 950,00 |
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![]() Schönes Reiseskizzenbuch aus Nordafrika, mit teils sehr expressiven, teils sehr feinen, fast akademischen Zeichnungen, die Land und Leute zeigen, wobei die Stärke des Künstlers eher bei der Darstellung von Gebäuden und Landschaften lag. Vorsatz mit handschriftlichen Erläuterungen. --- manuscripts [Marokko Algerien Nordafrika] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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Anonym - Musterbuch mit Originalentwürfen für Stickereien. England, (Bristol ?), um 1826 (Datierung im Wasserzeichen). Die teils lavierten, sorgfältigen Zeichnungen sind ausgeführt in brauner Tinte auf feinem Papier und zeigen zahlreiche, sehr dekorative, sowohl ornamentale, als auch florale Bordüren, sowie komplizierte Flächen- und Eckmuster. Die beiden letzten Seiten mit einem floralen Muster für eine "Embroidered Bag". Vereinzelt finden sich kleine handschriftliche Bezeichnungen. 62 nicht nummerierte Blätter, Blattgröße 25,5 x 20 cm. Neuerer Halbleder-Band unter Verwendung der alten Einbanddecken (diese fleckig und mit Abriebstellen), gr. 8vo. | |||
| Bestellnr. / order no. 284 | EUR 1200,00 |
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![]() Stafford Cliff zeigt auf S. 80 seines 'English Archive of Design and Decoration' (London, 1998) die Seite eines Musterbuchs mit ähnlichen, aber wesentlich einfacheren Entwürfen und der Bezeichnung "Designs for lace ... taken from a sketch book now in the possession of the Victoria & Albert Museum, London". (S. 63). Die vorliegende Sammlung gehörte Mrs J. P. Williams in Clifton, so der Eintrag in Tinte auf dem hinteren Vorsatzblatt, dann folgen Bleistifteinträge "Now at 16 Arlington Villa, Victoria Park, Clifton", "Now at Westbourne Villa" und "Now at (unleserlich)". - Ein Blatt mit schmalem Randabschnitt, sonst nur an den Rändern stellenweise leicht gebräunt und für ein Musterbuch sehr wohlerhalten! --- Designs for embroidery or lace drawn by pen, on fine paper, on one side only, 62 pages. Paper watermarked 1826. manuscripts [needlework embroidery design Handarbeit Musterbuch Handarbeitsmuster] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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Anonym - 'Apparatus ad universam philosophiam'. Lateinische Handschrift in brauner Tinte auf Papier, Frankreich, wohl 1671. (2) weiße Bl., ein gestochenes Titelblatt mit breiter figürlicher Bordüre, das Mittelfeld für einen handschriftlich einzufügenden Titel freigelassen, 66 Bl. beidseitig beschrieben, (2) weiße Bl., (Blatt 24 unbeschrieben). Die ersten 23 und die letzten 16 Blätter in einem sehr gleichmäßigen Duktus geschrieben, dazwischen in einem abweichenden, großzügigeren und deutlich flüchtigeren Schreibstil verfasst - möglicherweise ist dieser Mittelteil eine direkte Mitschrift, während die ersten und letzten Kapitel saubere und penible Abschriften der eigenen Vorlesungsunterlagen sind. Brauner Lederband der Zeit auf vier unechten Bünden mit reicher Rückenvergoldung und goldgeprägtem Rückentitel 'Comp(endium) Phil(osophiae)', Stehkantenvergoldung, marmorierte Vorsätze, marmorierter Schnitt (Kanten leicht berieben, vorderes marm. Vorsatzblatt fehlt), 21,5 x 16 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 2709 | EUR 880,00 |
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![]() Die Handschrift besteht aus ein- bis zweiseitigen Kapiteln, die wiederum konzise, definitorische Bestimmungen enthalten und beginnt mit einer kleinen allgemeinen Einführung in die Philosophie. Es folgen mehrere Kapitel, die die Prinzipien menschlichen Handelns (De bono, De fine, De virtute morali etc.) vorstellen, danach endet der erste Teil mit einem Abriß über die Qualität der Leidenschaften (De passionibus). Der zweite Teil (De physicis) behandelt die Prinzipien und Eigenschaften der unbelebten und der belebten Natur (De principiis corporis naturalis, De proprietatis corporis naturalis, De anima vegetativa, De anima sensitiva, etc.). Der dritte Teil enthält die Metaphysik mit den Schlußkapiteln 'De deo' und 'De angelis'. Letzteres Kapitel behandelt im Detail unter anderem die Zahl der Engel "millia millium et decem centena millia", ihre Hierarchie "in prima hierarchia sunt Seraphini, Cherubini et Throni" etc. und ihr Wesen, wobei auch ihre Fähigkeit zum Bösen oder zum Guten beschrieben wird. Es folgt nach einem weißen Blatt der vierte und letzte Teil, die Logik (Ultima pars : De Logicis). In klassischer aristotelischer Manier werden hier die einzelnen Kategorien des logischen Denkens und Argumentierens vorgestellt, um mit einer umfangreichen Abhandlung über die Natur, die Form, die Art und die Regeln des Syllogismus zu enden. Die Anwendung der Syllogismen ist in der aristotelischen Philosophie die wesentliche Methode zur Erlangung von Naturerkenntnis. Abgelöst wurde diese Methode seit dem 16. Jahrhundert erst durch eine auf Experimenten basierende Naturerkenntnis. Das vorliegende Manuskript ist offensichtlich eine Vorlesungsmitschrift und spiegelt in seinem Aufbau und seiner Gewichtung die durchaus noch traditionelle und an Aristoteles ausgerichtete Naturwissenschaft wieder, wie sie etwa an einer Jesuitenschule im 17. Jahrhundert gelehrt wurde. Beiliegend zwei handschriftliche Notizzettel mit einer Auflistung von Büchern und den dafür gezahlten Preisen; möglicherweise die Semesterliteratur des Manuskriptautors. - Von der vorderen Decke bis zum hinteren Vorsatzblatt ein kleines durchgängiges Wurmloch, die ersten 2 weißen Bl. mit kl. Wasserrand, stellenweise kl. Tintenflecken oder Tintenwischer. --- manuscripts [Philosophie Physik Wissenschaftsgeschichte Erkenntnistheorie Engel] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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ANONYM (nach SURIREY DE SAINT REMY: Mémoires d'artillerie recueillis). Französische Handschrift aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in brauner Tinte auf Papier, 532 größtenteils beschriebene Seiten mit 45 ganzseitigen, lavierten, teilweise ausfaltbaren Federzeichnungen. Sehr saubere, gleichmäßige und gut lesbare Schrift; Blattgröße 19,3 x 14,7 cm. Späterer Pergament-Band mit Umschlagklappe. | |||
| Bestellnr. / order no. 3336 | EUR 3400,00 |
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Bei der vorliegenden Handschrift handelt es sich um eine auszugsweise Kopie der Kapitel und Illustrationen, die sich in Surireys 1697 erstmals erschienenem Werk über die Artillerie in Band 1 und 2 zum Thema Kanonen und Mörser befinden. Stellenweise finden sich Ergänzungen durch den Verfasser der Handschrift. Zur Datierung : Nur einmal tritt der Verfasser des Manuskriptes aus der Anonymität heraus und erzählt (Seite 371), daß er sich im April 1704 in Salzburg aufgehalten habe, "commandé par l'Empereur". Auf Seite 461 findet sich eine zweite Datumsangabe : Mai 1704. In einem Kapitel über Pulverpreise (Seite 474) findet sich eine Angabe über die Jahre 1691 - 1699. Zum Verfasser der Handschrift : die vereinzelten eigenen Beiträge und Zusätze geben nur wenig Aufschluß über die Identität des Autors. Offensichtlich war er ein höherer Offizier, der im Auftrag des Kaisers 1704 in Salzburg war, wo er, wie er schreibt : "i'ai fait jetter deux de ces Mortiers pierriers de Mettal qui ont tres bien reussy". So mit der Materie der Kanonen und Mörser in der Praxis befasst exzerpierte der Verfasser in der vorliegenden Handschrift eine zeitgenössische, umfangreiche Arbeit zum Thema, um sie, das legen die durchnummerierten aber freigelassenen Blätter nahe, durch eigene Erfahrungen und Kenntnisse zu kommentieren und zu erweitern. Die sehr fein ausgeführten Zeichnungen sind bis auf ornamentale Details identisch mit den Illustrationen im gedruckten Werk. So sind etwa in der Abbildung auf Seite 51 im Manuskript im Vergleich zur gedruckten Vorlage (Band 1, Seite 77) die Wappenschilder auf den Kanonen weggelassen. Bei der Beschreibung der technischen Details der Abbildungen sind die Texte identisch. Die einzelnen Kapitel sind nicht vollständig abgeschrieben worden. Der Inhalt im Einzelnen : Seite 1 bis 18 unbeschrieben, Seite 19 - 30 : 'L'Alliage de mettaux'; Seite 44 mit ganzseitiger Abbildung einer Kanone und Seite 45 mit der Beschreibung ihrer Bestandteile: 'Les noms des parties d'une piece'; Seite 46 - 50 : 'Les pieces qui sont ... en usage en France pour l'artillerie de terre' mit Gewichts- und Größenangaben, es folgen zwei ausfaltbare, ganzseitige Tafeln mit Kanonen; Seite 55 - 57 : 'Des pieces chambrées', auf Seite 59 die entsprechende ganzseitige Abbildung; Seite 62 - 64 : 'Des proportions d'une piece ...' mit großer, ausfaltbarer Zeichnung auf Seite 65; Seite 69 - 72 weiter zum gleichen Thema, mit großer, ausfaltbarer Zeichnung auf Seite 73; Seite 76 : 'Dettail de la depence des pieces' mit Angabe der Preise, Seite 78/79 ist eine große ausfaltbare Tabelle zu den Proportionen, Seite 80/81behandeln die 'ornements', Seite 82/83 weiter zu den Proportionen, Seite 84/85 'Alphabet servant a l'explication des touttes les parties des armes ..', mit entsprechender Illustration auf Seite 86; Seite 88 - 99 : 'Des armes pour les pieces' über das Kanonenzubehör, Seite 111- 123 über die 'Affust', die verschiedenen Lafetten mit Illustrationen auf Seite 112, 114 und 116; weiter auf Seite 128 - 132 mit Illustrationen auf Seite 134; Seite 136 - 155 : 'Proportions des pieces de fer' mit Zeichnungen auf Seite 148 und 149; Seite 156/157 : 'Reflexions touchant la meilleure resistance'; Seite 164/165 : Erklärung der Meßwerkzeuge mit ausfaltbarer Tafel (S. 166); Seite 168 - 177 : 'Maniere de callibrer des pieces', Seite 180 - 186 : 'Maniere d'epreuver les pieces'; Seite 190 - 192 : 'Methode de mettre des grains'; Seite 198 - 273 : 'Traitté des affust (affût) pour canons' mit 13, größtenteils ausfaltbaren, Tafeln und 3 großen ausfaltbaren Tabellen; Seite 286 - 293 'Des chariots a porter corps de canon' und 3 Tafeln; Seite 304 - 310 'Construction d'un Triqueballe ...' mit einer Tafel; Seite 313 und 316 weiter über das Thema, mit einer Tafel; S. 320 große ausfaltbare Tafel über die 'Proportions des rouages ... au departement d'Allemagne'; Seite 324 - 380 'Des Mortiers a bombes' mit 6 Tafeln; Seite 408 - 429 ' Des affusts pour mortiers', mit 5 Tafeln; Seite 432 - 439 'Mortiers a eprouver la poudre' mit 1 Tafel und einer Zeichnung im Text; Seite 444/445 'Prix des Boulets'; Seite 446 - 456 'Proportions, poids et prix des bombes' mit 1 Zeichnung im Text; Seite 458 - 465 'Des Grenades ...'; Seite 468 - 479 'De la poudre'; Seite 482 - 484 'Du plombe'; 'Seite 486/487 'De la mesche'. - Wohlerhaltenes Exemplar. --- manuscripts [canons military history Kanonen Militärgeschichte]
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ARISTOTELES - I. Commentarius in opera moralia Aristotelis. II. Commentarii in opera Ar(istote)lis physica. Umfangreiche, anonyme Handschrift in lateinischer Sprache, braune Tinte auf Papier, Blattgröße 22 x 16 cm, Schriftspiegel ca. 15 x 12 cm. Gleichmäßiges, sehr kompaktes und daher nicht ganz leicht zu lesendes Schriftbild einer versierten Schreiberhand. Undatiert, wohl zwischen 1660 und 1680 entstanden. Titelblatt mit, wohl späterem, Besitzvermerk A. M. D. G. Teil I : (2) unbeschriebene Blätter, 342 Seiten (bis S. 101 mit Paginierung des Schreibers). Teil II : 438 Seiten (mit Seitenzählung von späterer Hand), Brauner Lederband der Zeit, Rücken auf fünf Bünden und mit reicher ornamentaler Goldprägung, sowie goldgeprägtem Titel, dreiseitiger Farbschnitt (Kapitale und Gelenke im unteren Drittel mit kleineren Fehlstellen, Rücken und 3 Ecken mit alten Reparaturen), gr. 8vo. | |||
| Bestellnr. / order no. 369 | EUR 750,00 |
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![]() Der erste Text der Handschrift besteht aus einer Einführung ('Quid sit philosophia moralis ac quis sit prima assertio' S. 4), sowie zwei Büchern : 'Liber primus de fine actionum humanorum' (S. 28 - 131) und 'Liber secundus de principiis naturalibus actionum humanorum (S. 132 - 257). Dem folgt ein ausführlicher Kommentar zu beiden Büchern (S. 259 - 342). Der zweite Text besteht aus Kommentaren zu den ersten fünf Büchern, beginnend mit einer achtseitigen allgemeinen Einführung in die Materie. Der Kommentar zum ersten Buch umfasst die Seiten 10 bis 106, zum zweiten Buch 107 - 214, zum dritten 215 - 318, zum vierten 319 - 381 und zum fünften Buch 381 bis 438. Die Einteilung der Handschrift und ihre Logik folgen eng der Systematik der aristotelischen Werke. Die Zusammenstellung von Aristoteles-Exzerpt und -Kommentar weist auf eine mögliche Entstehung der Handschrift im Zusammenhang mit einer Vorlesung hin. Inwieweit die Kommentare die immensen zeitgenössischen Entwicklungen und Umbrüche reflektieren, müßte ein eingehenderes Studium des Manuskriptes klären. Zustand: Seiten 237/38 von einer zweiten Hand geschrieben, im zweiten Teil stellenweise im Schriftspiegel gebräunt, einige Seiten mit etwas durchschlagender Tinte, vereinzelt Buchstaben mit Tintenfraßspuren, bzw. kleine Tintenwischer, insgesamt gut erhalten. --- manuscripts [Aristoteles Moralphilosophie Ethik Physik] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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ARISTOTELES-KOMMENTAR. 'Hae in quatuor libros Aristotelis Stag. de coelo et mundo lib. duos, de generatione et corruptione et lib. tres de anima data fuerunt a R.R. Petro Pyrardo Societ. Jesu - Philosophiae dignissimo professore Lemovicis anno 1619 . Tomus secondus 1619. Successii P. Pyrardus P. Turcio qui morbo impeditus perficere non valuit primum cursum Philosophiae cui dorendo praepositus fuerat. Anno 1617.' Mit 'Deleyssene' signierte Handschrift in lateinischer Sprache, Limoge, 1619. Braune Tinte auf Papier, 381 Bl., davon 8 unbeschrieben, mit 2 schematischen Zeichnungen (auf dem Titelblatt des ersten Teils und auf Bl. 40 des zweiten Teils), Blattgröße ca. 18 x 12 cm, sehr gleichmäßiges, sauberes Schriftbild. Pergamentband der Zeit (Einband gewellt und fleckig, Schließbänder fehlen), 18,5 x 12,5 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 507 | EUR 2500,00 |
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![]() Dem eigentlichen Text sind sieben Seiten mit einem Text über die Natur und das Wesen des Regenbogens vorangestellt. Die einzelnen, dann folgenden Abhandlungen sind jeweils gesondert gezählt. Der erste Teil ist ein Kommentar zu Aristoteles 'De coelo et mundi' (bis Bl. 103). Es folgt der 'Tractatus de sphaera' und daran anschließend die Abhandlung 'Radius geographicus' (bis Bl. 52, recte 48), sowie 'De generatione et corruptione' (bis Bl. 82) und 'De anima' (bis Bl. 138). Die ersten drei Abhandlungen sind jeweils am Ende durch einen differenzierten und ausführlichen Index erschlossen. Pierre Pyrard, der die Vorlesung, deren Mitschrift durch den Studenten Deleyssene hier offensichtlich vorliegt, im Jahre 1619 gehalten hatte, war 1602, im Alter von 21 Jahren, in den Jesuitenorden aufgenommen worden. Er unterrichtete Grammatik, dann Philosophie und Moraltheologie und war Rektor an den Universitäten in Pau und Limoges (vergl. Sommervogel, NE, T. VI; Dict. Hist. … de la Mayenne, 1900-10). In seiner Vorlesung ging er, wie zu Erwarten, zwar nicht auf das kopernikanische Weltbild, oder gar seine Zeitgenossen Descartes und Galilei ein, aber seine Darstellung ist eine interessante Verbindung von orthodoxem Aristoteles-Kommentar und Rekurs auf "moderne" Erkenntnisse. So beginnt ja das Manuskript mit einem vorangestellten Kapitel über das Naturphänomen des Regenbogens. Weitere "aktuelle" Beobachtungen werden in den folgenden Texten behandelt : so etwa das Erscheinen eines Kometen in Limoges im Jahre 1615 (Bl. 67b) oder die Geographie, die den Entdeckungen so viel neue Erkenntnisse schuldete. Auch die Fragestellungen weisen auf die in den folgenden Jahrzehnten leidenschaftlich diskutierten großen Themen hin. In 'De coelo et mundo' werden zunächst die traditionellen Fragen gestellt und untersucht (Ist unsere Welt perfekt? Könnte sie perfekter sein ? etc). Doch schon ab Blatt 22b geht es um weniger philosophische Fragen, wie 'De numero coelorum' und 'De motibus coelorum' (69b), weiter darum, ob die Himmelskörper jeweils als eigene Lichtquelle zu gelten haben, oder ob nur die Sonne Licht spendet ('An astra a se habeant aliquam lucem, an totam a sole hauriat', Bl. 77). Auch im zweiten Kommentar, 'De Sphaera', werden jene naturwissenschaftlichen Fragen aufgeworfen, die seit Kopernikus subkutan rumorten: welche Ordnung herrscht innerhalb des Sternensystems ? ('Quid sit ordo coelorum inter se', Bl. 13b), ist die Bewegung der Sterne gleichförmig ? ('Utrum motus coelorum sunt uniforma', Bl. 14b), ist die Erde das Zentrum des Universums ? ('An terra sit centrum mundi', Bl. 36b; Antwort: 'Terra est centrum mundi'), steht die Erde still ? ('An terra sit mobilis, et cur', Bl. 37b, Antwort: 'Terra est immobilis'), was ist der Umfang der Erde ? ('Quid sit terra ambitus et quanta diameter', Bl. 38). Die im gesamten Text zitierten Werke umfassen neben den Klassikern Zeitgenossen, wie Clavius, Sacrobosco, Macrobius, Orontius, Rixius, Hunnius, Zabarell. Letzterer kann hier vielleicht stellvertretend für die Meinung Pyrards genannt werden, denn er gilt in seiner Zeit als überaus orthodoxer Aristoteliker. - Blätter durchgehend unten rechts wasserrandig, allerdings ohne den Text in Mitleidenschaft zu ziehen. Kollation: (2) weiße Bl., (4) Bl., (2) Bl., 104 Bl. (richtig: 103, da Blatt 41 in der Zählung übersprungen), (48) Bl.; 84 Bl.; 138 Bl. --- manuscripts [Philosophie Aristoteles philosophy Aristotle] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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ASTRONOMIE. 'PHYSICA PARTICULARIS'. Teil 1 und 2. Anonyme Mitschrift eines Physikkurses in lateinischer Sprache, braune Tinte auf Papier, wohl Frankreich, undatiert (um 1700). (4) weiße Bl., (24) Bl., (2) weiße Bl., (128) Bl., Blattgröße ca. 18 x 12 cm, beidseitig beschrieben, saubere und gut lesbare Schrift, 6 Abbildungen mit Planetensystemen im Text. Brauner Lederband der Zeit auf 5 Bünden, rotes goldgeprägtes Rückenschild, reiche Rückenvergoldung (Gelenke alt repariert, stellenweise etwas berieben). | |||
| Bestellnr. / order no. 5525 | EUR 1500,00 |
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![]() Der erste Teil behandelt die unbelebte Welt und das Weltall (Bl. 1 - 123), der zweite Teil Pflanzen, Tiere und Menschen (Bl. 123 - 154). In der Diktion des Textes ausgedrückt handelt der erste Teil der 'Phisica particularis' von den 'corpore inanimata', d. h. "tribus absolvam quaestionibus in quorum 1. agam de mundo in communi, et 2. de mundo coelesti, in tertia de mundo elementari" (Bl. 1) und der zweite Teil von den 'corpore animata' : "triplex autem distingitur viventum genus ... plantae ... bruta ... denique rationalis nomine intelligentur homines" (Bl. 123). Die Mitschrift folgt damit dem zeittypischen Schema, beginnend mit der Darlegung des ptolemäischen Weltbildes (6 ff), darauf folgend des kopernikanischen (7 ff), dann Tycho Brahes (14 ff). Im Anschluß werden Himmelsphänomene wie Fixsterne, Kometen, Planteten und der Mond vorgestellt und erörtert, welchen Einfluß die Gestirne ausüben (16 ff). Im dritten Schritt werden die viere Elemente Feuer, Luft, Wasser und Erde abgehandelt (53 ff). In diesem Zusammenhang wird ausführlicher über das Phänomen Ebbe und Flut gesprochen (95 - 104) und es werden zum ersten Mal im Text mehrere zeitgenössische Wissenschaftler erwähnt, wie Athanasius Kircher, Honoratus Fabri, Voscius (Vos, Planetarum effectus) und Descartes. Es folgen Anmerkungen über Quellen und Flüsse (105), Steine (114), Magnete (115), Metalle (121), sowie kurze Hinweise auf Bitumen und "ambra grisea" (122). Im zweiten Teil wird kursorisch über Pflanzen und Tiere referiert und etwas länger verweilt bei Betrachtungen über die von Descartes aufgeworfene Frage "An bruta sint mera automata". Den Abschluß bilden Ausführungen über die menschliche Natur; der Text endet mit der Behandlung der Nahrungsaufnahme. Die Datierung auf die Zeit um 1700 basiert auf einem Vergleich mit drei für den Schulunterricht publizierten Werken, die zwischen 1684 und 1754 erschienen sind : 1- Philosophia vetus et nova, Paris, 1684; 2- Bayle, Institutiones physicae, Tolosa, 1700 und 3- Cursus Philosophicus, Paris, 1754, Band IV. Werden die Aussagen zum Weltbild verglichen, so heißt es im ersten Werk (Bd. II, S. 176), "systema Tychonianum verisimilius videtur". Bei Bayle wird festgestellt, daß heute das ptolemäische Weltbild grundsätzlich verworfen wird, aber die Diskussion offen sei, ob das kopernikanische System oder jenes von Tycho Brahe richtig sei, die Waage neige sich allerdings in Richtung kopernikanisch-carthesianischer Erklärung (Band II, 192). Im dritten genannten Werk heißt es nur noch lapidar, das "systema Thyconicum propugnati non potest" (Band IV, 52). Die Aussage zum gleichen Thema im vorliegenden Manuskript liegt fast auf der Linie des ersten Werkes, indem es heißt: "istud systhema sive Thiconicum sive semi thiconicum est legitum" (Bl. 15). Der Begriff 'semithiconicum' stammt von Riccoli (Almagestum, Bologna, 1651); andere im Text zitierte Autoren stammen gleichfalls ausnahmslos aus dem 17. Jahrhundert (Kircher, Fabri, Vos). - Nur leicht gebräunt, sonst wohlerhalten. --- manuscripts [Astronomie Physik Weltbild Tycho Brahe astronomy] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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ATLAS CHÂTEAU RENAULT DOMAINES 1814. Französische Handschrift in brauner Tinte auf Papier, bestehend aus dem 'Préface', (2) S., zweispaltig, regliert, am 1. Oktober 1814 signiert (Nicolas) Lecoy de la Marche; dem 'Tableau Indicatif', Doppelblatt in rot und schwarz, sowie 9 numerierte, mehrfarbig aquarellierte, doppelblattgroße Karten. Beigebunden: 1- 'Tableau Indicatif des domaines de la haute et de la basse Guesniere', Doppelblatt in rot und schwarz, 2- die dazugehörige, doppelblattgroße, farbige Übersichtskarte, 3- eine etwas frühere Detailkarte und 4- farbige Karte 'Ancien Domaine de la Pontonnière réuni à la Serrerie', datiert Oktober 1860. Neuer grüner Pappband | |||
| Bestellnr. / order no. 717 | EUR 3300,00 |
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![]() "Monsieur Francois Marie Louis Barrairon l'un des Administrateurs Généreaux De l'Enregistrement et des Domaines, ..., et Dame Sophie Gabrielle Dreux-Rousselet de Château Renault Son Epouse, Ayant Désirés Avoir l'Arpentage et le Plan Géométrique de l'Etendue de leurs Domaines de Château Renault, ..." (Préface). Das Vorwort enthält eine ausführliche Beschreibung der 10 Blätter, aus denen der Atlas zunächst bestand; die zwei 'Tableau Indicatif' sind eine tabellarische Übersicht über die einzelnen Bestandteile des Bestitzes (Dépandances du Château, Moulin de Launay, Forest, Bois, Vignes du Chateau, Jardins, Cimetière etc.), ihrer Größe, ihrer Nutzung und teilweise ihres Ertrages. Die fein ausgeführten und aquarellierten Karten zeigen die Lage der einzelnen Depandancen des Besitzes, sowie teilweise deren spezifische Nutzung, die durch Farben und Symbole wie Bäume, Büsche, Grabkreuze, Kirchen etc. dargestellt wird. Vielfach finden sich saubere handschriftliche Ergänzungen über Verkäufe, Käufe und Tausch einzelner Liegenschaften. Lose beiliegend: 1- ein späterer Architekturentwurf, betreffend den Umbau eines Teils des Schlosses. 2- Sieben Nachträge, teils Zeichnungen, teils Beschreibungen, aus der Zeit zwischen 1827 und 1862, teilweise signiert von Lecoy fils. 3- Eine Grundstücksübersicht auf Transparentpapier, mit einem handschriftl. Vermerk von 1949 über einen Waldbrand auf der Besitzung. - Die Tafeln teils beschnitten, stellenweise im unteren weißen Rand mit Feuchtigkeitsspuren. --- manuscripts [Terrier Landschaftsarchitektur Property Mapping Indre-et-Loire Tours] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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BARBEYRAC (CHARLES DE) et SYDOBRE. 'Formulae'. Et: 'Plantae quae praecipue sine temporibus apud practicos in usu sunt'. Anonymes Manuskript in französischer und lateinischer Sprache, nach 1690, braune Tinte auf Papier, 179 S., (13) S. (Index), (32) S., Blattgröße 16,5 x 10,5 cm. Lederband der Zeit, ohne Rückentitel, die reiche Rückenvergoldung etwas verblasst (Einband stellenweise berieben). | |||
| Bestellnr. / order no. 506 | EUR 700,00 |
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![]() Die vorliegende Handschrift besteht aus 2 Teilen: der erste Teil ist in französischer und lateinischer Sprache abgefasst, wobei der lateinische Text weitgehend identisch ist mit dem posthum erst 1751 in Lyon im Druck erschienenen Werk 'Medicamentorum constitutio, seu Formulae Caroli Barbeirac,... in lucem editae ac auctae, curà & studio Doctoris medici Monspessulani (Jacobi Farjon)', das zwar Barbeyrac (1629 - 1699) als Autor nennt, aber von seinem Neffen Sydobre zusammengestellt worden sein soll (vergl. Wellcome II, S. 98). Behandelt werden in diesem ersten Teil 'Des remedes externes' und 'Des remedes moyen', wobei einzelne Heilmittel, deren Wirkung und die Zusammensetzung vorgestellt werden - geordnet nach der Art ihrer Herstellung : Absud, Bouillon, Emulsion, Creme, Sirup, Milch, Tabletten, Puder etc. Ab Seite 97 werden die Therapien erläutert: Bäder, Umschläge, Tropfen, Pflaster, Salben, Riechkissen, Klistiere, Gurgeln etc. Charles de Barbeyrac erhielt seine medizinische Ausbildung zunächst in Aix en Provence, dann in Montpellier und wurde dort 1658 zum Professor ernannt. Die in der vorliegenden Handschrift in französischer Sprache abgefassten Kapitel sind eine nicht gedruckte französische Übersetzung dieses Textes. Das Schriftbild und einige Hinweise im Text (so heißt es etwa im Zusammenhang mit der Verwendung des Chinins, "il n'y a quenviron cinquante ans quelle est en usage" , S. 72) legen eine Datierung der Handschrift auf etwa 1690 nahe. Tatsächlich wurde die Chinarinde (pulvis cardinalis, cortex peruvianus, pulvis jesuiticus) um 1640 nach Europa gebracht und durch die Jesuiten bekannt gemacht. Andere Aussagen, wie die über die Herstellung von Schokolade, Tee und Kaffee (S. 76 ff.) weisen auf die gleiche Zeit der Abfassung hin. Dann wäre das Manuskript etwa 60 Jahre vor der Drucklegung des Textes entstanden - ob als Vorlesungsmitschrift oder Druckvorlage, müßte eine eingehendere Untersuchung klären. Der zweite Teil, mit der Beschreibung der gängigen Medizinalpflanzen, ist ausschließlich in Latein abgefasst und beginnt mit der Wermutpflanze (absynthium) um im Folgenden für zahlreiche weitere Pflanzen anzugeben, welche Teile als Heilmittel Verwendung finden können. - Von wenigen Tintenflecken abgesehen, nahezu fleckenfrei und kaum gebräunt. --- manuscripts [Rezepturen Rezeptbuch Rezepte Pharmazie Heilpflanzen pharmacie pharmacy formulae] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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BICHON, F. - École Royale Polytechnique. Band 1: 1834 - 1835. Band 2 : 1835 - 1836. Band 1 enthält 33 ganzseitige Tuschfederzeichnungen mit geometrischen Figuren zur Konstruktion von Projektionen und Perspektiven (bezeichnet E 1 bis 33), 2 doppelseitige, farbig aquarellierte Aufrisszeichnungen, 5 ganzseitige Übungen zur dreidimensionalen Darstellung durch Lavieren, 1 Seite mit Alphabet in Tusche, 1 Seite mit Farbmustern für kartographische Darstellungen und 4 farbig aquarellierte Karten. Band 2 enthält 4 ganzseitige architektonische Aufrisse in Tusche, 11 ganzseitige Grundrisse von Gebäuden in Tusche auf Milimeterpapier, mit den entsprechenden Fassadenansichten, (1) weißes Zwischenblatt, 1 lavierte ganzseitige Darstellung eines Zahnradmechanismus, 2 doppelseitige, farbig aquarellierte Darstellungen von Hebemaschinen und Pressen, 1 doppelseitige Darstellung von geographischen Projektionen in Tusche, (1) weißes Zwischenblatt, 6 farbige, kartographische Blätter, (1) weißes Zwischenblatt, 1 ganzseitige, lavierte, technische Zeichnung, 1 doppelseitige und 1 ganzseitige lavierte Architekturzeichnung. Blattgröße nahezu durchgängig 44,6 x 29 cm. Zwei dunkelgrüne Halbleder-Bände der Zeit, Rücken mit dekorativer Linienvergoldung (Kanten stellenweise berieben), Folio. | |||
| Bestellnr. / order no. 2616 | EUR 2000,00 |
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![]() Alle Blätter im Stempel der École Royale Polytechnique von F. Bichon signiert. - Die Bl. von Band 2 im unteren Rand mit abnehmender Feuchtigkeitsspur, sonst sehr gut erhalten. --- manuscripts [Architektur Architekturzeichnung Architekturausbildung Frankreich architectural drawings] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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BIJOUX - Commande d'une parure en turcoise et or complete. Deux pages manuscrites et 3 pages de dessins à l'encre et l'aquarelle, début XIXe, époque Empire; 25,5 x 20 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 1930 | EUR 750,00 |
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![]() Impressionante commande de M. Greling, comprenant collier, rivière, bagues, boucles d'oreilles, boucle de ceinture, bracelet etc. ornés d'une grande richesse de pierres précieuses (250 pierres uniquement pour la rivière, sans fermoir). Manuscrit et dessins réalisés par le joaillier donnant la description des bijoux. --- manuscripts [Schmuck jewelry bijoux] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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BONA, JOHANNES - Les Principes et Regles de la Vie Chretienne, De Mr. Le cardinal Bona. Traduction nouvelle par Mr. L'Abbé Deuer. Französische Handschrift des 18. Jahrhunderts in brauner Tinte auf Papier; gut lesbare, saubere Reinschrift. (3) Bl., (1) weißes Bl., 304 S., Blattgröße 36 x 23 cm. Brauner Ganzleder-Band des 19. Jahrhunderts mit goldgeprägtem Rückenschild und Rückenvergoldung (unteres Kapital mit kl. Fehlstelle, Einband stellenweise leicht berieben), Folio. | |||
| Bestellnr. / order no. 924 | EUR 300,00 |
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![]() Auf dem zweiten Blatt der "Madame La Marquise de Brancas, Grande d'espagne, dame de mes dames de France etc." gewidmet. Es handelt sich bei dem vorliegenden Manuskript um eine Übersetzung der 1675 erstmals veröffentlichten Arbeit des italienischen Kardinals Bona 'Principia et documenta vitae christianae' (Köln, bzw. Venedig). Die Werke Bonas (1609 - 1674) wurden bis ins Ende des 19. Jahrhunderts immer wieder verlegt und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die französische Übersetzung der 'Principia' erschien bereits im Jahr der lateinischen Erstausgabe. Es wurde dann mehrmals übersetzt; das hier vorliegnde Manuskript ist der wahrscheinlich dritte Versuch gewesen, es zu übersetzen und zu publizieren. Da sich für uns aber weder ein Autor / Übersetzer Deuer, bzw. Dever nachweisen läßt, dürfte es sich um eine ungedruckte Übersetzung handeln. --- manuscripts [Theologie] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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CEREMONIAL - 'Troiziesme Partie Du Ceremonial Contenant La vesture et Proffesion Des filles de choeur'. Et: 'Ceremonial quatrieme Partie Contenant la facon dadministrer Les sacremens de confession comunion et extreme onction aux Malades, avec la forme de les visiter et consoler. En semble les funerailles des trespasez selon le manuel romain reformé et l'usage regulier'. Anonyme Handschrift des 17. Jahrhunderts in französischer und lateinischer Sprache, schwarze Tinte auf Papier, sehr gleichmäßige, schöne Reinschrift mit zahlreichen Noten, die letzten 7 Seiten mit Nachträgen von anderen Händen, Blattgröße 18,8 x 14 cm. (2) unbeschriebene Bl., (85) Seiten, (6) Bl. mit Nachträgen, etwas späterer Leder-Band der Zeit, Rücken auf fünf Bünden und mit reicher Goldprägung, Rückenschild fehlt, oder war nie vorhanden (Einband mäßig, Ecken etwas deutlicher, berieben). | |||
| Bestellnr. / order no. 400 | EUR 1200,00 |
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![]() Die Handschrift beschreibt in beeindruckender Detailgenauigkeit und Präzision die zu absolvierenden Zeremonien bei der Einkleidung und Aufnahme von Novizinnen in ein - leider nicht näher bezeichnetes - Kloster, sowie bei Besuchen am Krankenbett, bei Verabreichung der Sterbesakramente und bei Beisetzungen von Nonnen. Dabei werden sowohl die vorgeschriebenen Bewegungen, zerlegt in kleinste nachvollziehbare Schritte, dargelegt, als auch die zugehörigen Gebete und Gesänge wiedergegeben. Diese besondere Ausführlichkeit und Genauigkeit wird besonders augenfällig beim Vergleich der Handschrift mit den wenigen gedruckten Manualen, wie etwa den 1665 in Mons erschienenen 'Constitutions du monastère de Port-Royal'. Die hier enthaltenen Kapitel 'De la manière de recevoir les filles à la profession' (Seite 68 - 74) und 'La manière de recevoir les filles à profession au monastere du S. Sacrement à Port Royal' (Seite 343 - 345), sowie 'La manière de donner l'habit de Novice au monastere de Port Royal' (307 - 322), stellen im Kern die gleiche Prozedur dar, allerdings erfolgt die Schilderung der Zeremonien in eher knappen Begriffen und Formulierungen. Demgegenüber werden in der hier vorliegenden Handschrift, und darin liegt neben der Seltenheit solcher Dokumente im Allgemeinen der besondere Reiz des Manuskriptes, die Zeremonien wie in einem überaus genauen Drehbuch beschrieben. - Titelblatt mit handschriftlicher Widmung 'A soeur marie seraphique en l'année '73'; die erste Seite etwas angestaubt und fleckig, sonst nur stellenweise etwas stockfleckig, das letzte Blatt vor den Nachträgen fleckig und verso mit dem ersten Nachtragsblatt verklebt. --- manuscripts [Kloster ceremonial cloître monastery] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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CHARPENTIER, GABRIELLE LE. Vier reich verzierte und illustrierte 'cahiers' der Mademoiselle Le Charpentier, Schülerin der 'Classe Supérieure' in den Jahren 1875 und 1876. Sehr gleichmäßige und saubere französische Handschrift in Tinte auf kariertem Papier, Text gefasst von doppeltem Rahmen, mit kalligraphisch gestalteten Titelblättern und Überschriften, zahlreichen, teils lavierten Illustrationen und zahlreichen eingeklebten Abbildungen. Blattgröße ca. 22 x 17 cm. (2) Bl., illustr. Titelblatt, 162 S.; Titelblatt, 156 S. und zahlreiche unbeschriebene Bl.; illustr. Titelblatt, 133 S. und 54 S., zahlreiche unbeschriebene Bl. Vier private Halbleinwand-Bände der Zeit (Kanten stellenweise leicht berieben). | |||
| Bestellnr. / order no. 2636 | EUR 900,00 |
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![]() Band I beginnt mit 'Minéralogie' und enthält zunächst allgemeine Betrachtungen über die Natur, dann Übersichten über die Eigenschaften und die Klassifikation der Mineralien, ihre geometrischen Eigenschaften, die verschiedenen Arten von Marmor und Alabaster (mit zahlreichen eingeklebten, gedruckten Mustern), sowie anderer Steinarten. Es folgt ein Überblick über Metalle, nicht-brennbare Stoffe und Erdarten. Der zweite Teil 'Botanique' behandelt nach der Einleitung die Pflanzen, die Ernährung der verschiedenen Pflanzen, Wurzel-, Wuchs- und Blattarten, die Fortpflanzung, dann Blumen, Früchte und Pilze und enthält zahlreiche klassifizierende O.-Zeichnungen und Tabellen. Den Pflanzen folgen die 'Papillons' mit über 100 eingeklebten, gedruckten Schmetterlingen und die 'Insectes', ebenfalls mit zahlreichen montierten Abbildungen. Der II. Band enthält die 'Histoire Moderne' und beginnt mit dem XV. Jahrhundert wobei die Geschichte der einzelnen europäischen Staaten in tabellarischen Übersichten dargestellt wird. Dem folgen die Kapitel 'Charactère du XVI. Siècle' mit Betrachtungen über den Einfluß des Protestantismus auf die Politik und die Kulturgeschichte und die Entwicklung in den europäischen Ländern und 'Charactère du XVII. Siècle' mit einem Abriß der Geschichte des 30jährigen Krieges, 'Charactère du XVIII. Siècle' mit Abhandlungen über die Voraussetzung und die Folgen der französischen Revolution und die Restaurationskriege. Mit Betrachtungen über die geistigen und politischen Entwicklungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts endet dieser Band. Der III. Band enthält den zweiten Teil der Literaturklasse und enthält Aufsätze zu Frayssinons, La Mennais, Lacordaire, Gousset, Ozanam, Montalembert, Guizot, die Aufklärer ('Philosophes anti-Chretiens'), Maine de Biran, V. Cousin, Georges Sand, A. Tierry, Thiers, Michelet u. a. m. Dem letzten Band fehlt offensichtlich das Titelblatt; er behandelt die Geschichte Frankreichs von den Merowingern bis zum 13. Jahrhundert. Insgesamt sind die vier Bändchen ein schönes, umfangreiches Beispiel für das Niveau der Ausbildung höherer Töchter in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Frankreich. Die Ausführung der 'cahiers' ist ebenso penibel wie ästhetisch - der breite und gleichzeitig sehr detailreiche Bildungskanon wird durch Illustrationen und zahlreiche tabellarische Darstellungen systematisch erarbeitet und dabei in Schrift und Gestaltung sehr ansprechend präsentiert. - Nur sehr vereinzelt leicht fleckig. --- 4 charmants cahiers redigées et illustrées par Mlle. Le Charpentier, Enfant de Marie en 1875 - 76. manuscripts [Ausbildung education Mädchenschulen Mineralogie] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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CHARTONNET, ANTOINE-FRANCOIS - Considerations sur les devoirs des personnes qui sont engagées par leur état à servir les Malades dans les hospitaux avec des exhortations aux Malades at aux Mourans. Französisches Manuskript in Reinschrift, braune Tinte auf Papier, um 1700, unsigniert. (9) Bl., (1) Seite, 262 S., (1) weißes Bl., einspaltig und beidseitig beschrieben. Blattgröße 20,4 x 16,2 cm. Brauner Lederband der Zeit auf vier unechten Bünden (Rücken und Kanten mit Fehlstellen im Bezug). | |||
| Bestellnr. / order no. 923 | EUR 950,00 |
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![]() Bei dem hier vorliegenden Manuskript handelt es sich um eine textgenaue Abschrift des 1695 in Paris anonym erschienenen Werkes; es fehlen lediglich die Regesten der einzelnen Kapitel, sowie am Ende des Textes einige kürzere Kapitel mit Ermahnungen Sterbender. Als gedrucktes Werk ist der Titel von größter Seltenheit; für uns sind im KVK oder im BLPC kein Exemplar, in französischen Bibliotheken nur insgesamt 7 Exemplare nachweisbar - offensichtlich war der Titel schon um 1700 so selten, daß die hier vorliegende Abschrift angefertigt wurde. Der Text ist nicht etwa, wie der Titel erwarten läßt, eine Beschreibung der Arbeitsabläufe und der technischen Anforderungen an den Pflegeberuf in Krankenhäusern, sondern eine einzige Beschwörung des Personals, das im Dienste Kranker und sterbender steht: "Haltet durch, haltet aus ! Seid Euch Eurer Berufung und Eures Berufes in der Nachfolge Christi bewußt ! Gebt Euch mit Liebe dem Nächsten und der Linderung seiner Not hin ! Gebt Euch im Vorhof der Hölle, also am Bett der Siechen und Verfallenden, der christlichen Nächstenliebe hin, denn Euer wird das Himmelreich sein ! Oder zumindest, wie ein eingeklebter Vermerk zwischen Seite 165 und 166 verspricht, ein mächtiger Ablaß auf die Sünden. Denn das Elend, das Euch in den Krankheiten und in den Kranken begegnet, ist nur das nach außen gekehrte Elend unserer menschlichen Seelen : "Oui, les sourds, les aveugles, les hydropiques, les boiteux, les paralytiques, les lepreux mesmes et ceux dont les maladies font le plus d'horreur: tous ces misérables, dis-je, n'exposent à nos yeux qu'on foible crayon des maux de nostre ame" (S. 187 f.). Die katastrophalen Verhältnisse in den Kranken- und Siechenhäusern des 17. Jahrhunderts erforderten offensichtlich, daß das unterbezahlte, schlecht angesehene und immer von Ansteckungen bedrohte Personal mit geradezu psychomanischen Beschwörungen zum Ausharren in diesem Beruf angehalten werden mußte. Noch steht der Beruf der Krankenpflege nicht im Zeichen des Dienstes am Menschen, sondern im Zeichen des Dienstes an Christus. Nicht von ungefähr rekrutierte sich der größte Teil des Pflegepersonals aus Angehörigen der christlichen Orden. Der Text ist eines der wenigen in der Literatur bekannten Beispiele für das Selbstverständnis eines medizinischen Berufes in der Zeit vor der Aufklärung. - Das Titelblatt mit dem handschriftlichen Besitzvermerk einer Krankenschwester am Hotel de Dieu. Titelblatt etwas angerändert und fleckig, --- manuscripts [Frankreich Hospitäler Krankenpflege Medizingeschichte] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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CHEVROZ, A. DE. Mitschrift des Kurses an der Ecole de Tir in Vincennes durch den 'Lieutenant au 58. Regiment d'infantrie' A. de Chevroz, datiert 1859. Französische Handschrift in brauner Tinte auf Papier, nahezu durchgängig einspaltig, mit breitem Rand für Illustrationen und Anmerkungen. (257) Bl. mit zahlreichen Tabellen und ca. 90 Zeichnungen in Tusche, ein Doppelblatt mit lavierten Darstellungen von Gewehren, Blattgröße 35,5 x 23 cm. Neuerer Pappband mit Papierrückenschild, Folio. | |||
| Bestellnr. / order no. 2631 | EUR 1500,00 |
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![]() Das Manuskript ist das Ergebnis einer einjährigen Spezialausbildung an der bedeutenden Regimentsschule in Vincennes (École Normale de Tir) und im ersten Kapitel der Vorlesungsmitschrift wird der Zweck des Kurses explizit genannt: "l'étude raisonnée des armes à feu portatives". Entsprechend ist der Kurs aufgebaut : nach einer allgemeinen Einführung behandelt das zweite Kapitel Kaliber und Zielgenauigkeit, das dritte Kapitel das Pulver, das vierte das Gewehrschloß, das fünfte das Zubehör, das sechste beschreibt den Karabiner, das siebte verschiedene Bewegungsarten, das achte die Geschoßgeschwindigkeit, das neunte bis fünfzehnte die theoretische Ballistik und die praktischen Probleme der Zielgenauigkeit etc., das sechszehnte behandelt mögliche Fehlerquellen und Irregularitäten, die folgenden Kapitel befassen sich mit dem gezogenen Lauf, dem Vergleich verschiedener Waffen von 1833 - 34 und 1845-46, ab Kapitel 21 werden aktuelle Erfahrungen (auch mit neuartigen Geschossen) referiert, Kapitel 24 enthält Betrachtungen über verschiedene Kaliber, dann folgen Vergleiche verschiedener Handfeuerwaffen, der Hinterlader und die Bewertung ausländischer Modelle, die sich im Besitz der Schule befinden, Kapiteln 28 und 29 enthalten historische Betrachtungen, es folgen Ausführungen über die Fabrikation und die Art von Geschoßhülsen und die Herstellung von Handfeuerwaffen, Kapitel 34 befasst sich mit dem Erlass vom 1. März 1854 betreffs Instandhaltung und Pflege der Waffen, Kapitel 35 mit der Aufbewahrung von Pulver und Munition, Kapitel 36 schließlich mit dem Erlass vom 1. März 1857 betreffs der Registratur und Berichte, die die Infantrieregimente untereinander austauschen. Jedes Kapitel ist von Chevroz signiert und enthält stellenweise Verbesserungen und Kommentare des Kursleiters, der am Schluß mit Unterschrift und Stempel signiert und vermerkt "Redactions faites en général avec soin et avec competences". - Stellenweise etwas fleckig oder gering gebräunt. --- manuscripts [Militärgeschichte Handfeuerwaffen] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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CHIRURGIE - 'Notes Diverses Medecine et Chirurgie'. Anonyme Handschrift in französischer Sprache, undatiert (um 1820), braune Tinte auf Papier, gut lesbare Schrift, Blattgröße 20 x 14 cm, Text mit breitem Rand und Marginalien, gelegentlich Korrekturen im Text. (1) weißes Bl., (11) beidseitig beschriebene Bl., (10) unbeschriebene Bl., (1) Bl. mit kl. Notizen, (6) unbeschriebene Bl., (48) beidseitig beschriebene Bl., (2) weiße Bl., (24) beidseitig beschriebene Bl., (56) unbeschriebene Bl., Halbpergament-Band der Zeit mit blauen Decken; unbeschnitten (Einband leicht berieben). | |||
| Bestellnr. / order no. 205 | EUR 300,00 |
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![]() Der erste Teil der hier vorliegenden Handschrift behandelt auf Blatt 1 bis 11 verschiedene Wunden und Entzündungen, wie Kopfverletzungen und Nierenentzündungen. Der zweite, umfassendste Teil behandelt ausschließlich Brüche (Bl. 29 bis 76) : Frakturen des Nasenbeins (40b), des Kiefers (41b), der Wirbelsäule (44a), des Brustbeins (45a), der Rippen (46a), der Hüfte (48a), des Kreuzbeins (49a), des Steißbeins (49b), des Schulterblatts (49b), des Schlüsselbeins (51a), des Oberarms (53a), der Schädelknochen (60b), der Hand (62a), der Zehen (62b), des Oberschenkels (63a), der Kniescheibe (70a), des Schienbeins (74a), sowie des Wadenbeins (75a). Der dritte Teil schließlich behandelt auf Blatt 79 bis 102 ausschließlich Verrenkungen (luxations), wobei wie im zweiten Teil einer allgemeineren Einführung jeweils die einzelnen Beispiele folgen. - Von wenigen Stockflecken abgesehen wohlerhalten. --- manuscripts [ Medizin] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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Culte de Marie - 'Une courone est toujours un bien hors de prix' (Textanfang). Handschrift in französischer Sprache, braune Tinte auf Papier, gleichmäßige, gut lesbare Schrift, ohne Datierung (um 1750), ohne Verfasser-, oder Ortsangabe. (1) weißes Bl., 33 beschriebene Seiten und 19 unbeschriebene Blätter, Blattgröße 15,7 x 9 cm. dekorativer, roter Maroquinband des 18. Jahrhunderts, Decken mit 2 Rahmen aus doppelten, goldgeprägten Fileten, der mittlere Rahmen mit Eckfleurons, der flache Rücken mit 5 goldgeprägten Blütenstempeln, dreiseitiger Rotschnitt, marmorierte Vorsätze (Rücken mit winzigen Fehlstellen, Ecken berieben). Erste Ausgabe. | |||
| Bestellnr. / order no. 355 | EUR 500,00 |
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![]() Äußerst ungewöhnliches Dokument der Marienverehrung, da es sich hier nicht um ein privates Gebetbuch handelt, sondern um einen Essay, der die Vorteile der Marienanbetung emphatisch erläutert und entwickelt. Dem weltlichen Streben nach Macht und Ruhm, symbolisiert in der weltlichen Krone, wird die Anbetung der eigentlichen Herrscherin der Welt, Maria, entgegengestellt. "L'histoire des anciennes monarchies nous aprent assés que les plus brilliants diademes ont été prodigués a des hommes qui deshonoroient meme l'humanité" (S. 2). Deshalb sollen die Sterblichen ihre Gedanken hinwenden, dem "Jour vénerable a la terre, au quel la terre donna une Souveraine aux anges et une protectrice aux hommes." (S.3). Sie, Maria, thront über allem: "Dieu il La fait assoir a la droite de son fils, il La socie en quelque sorte au gouvernement du monde" (S. 16). -Wenige Seiten mit Tintendurchschlag, sonst wohlerhalten und frisch. --- manuscripts [Marienverehrung Marienkult culte marial adoration of the Virgin Mary] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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D. M. L. G. : Philosophie et Theologie Morale. Undatierte französische Handschrift in dunkelbrauner Tinte auf Papier, um 1675 bestehend aus drei Teilen : 1 - (Antoine Arnauld et Pierre Nicole) : La Logique ou l'Art de Penser. Abschrift der 2. oder 3. Auflage, erschienen in Paris 1664 oder 1668. 2 - (Jacques Rohault) : Traité de Physique. Abschrift der ersten Ausgabe, erschienen in Paris 1671. 3 - ANONYM : Premier Traité de la Morale en General. Des Sacremens en General, (um 1675). (1) weißes Bl., Titelblatt mit umrahmender Federzeichnung, 445 S. mit 65 feinen Federzeichnungen im Text, (3) weiße Bl., (1) Bl. verso mit kl. Zeichnung, 187 S. Text, (203) S. Text, Schriftspiegel ca. 18,5 x 14 cm, einspaltig, in einer sehr gleichmäßigen, feinen Reinschrift. Etwas späterer brauner Lederband auf 5 unechten Bünden, mit goldgeprägtem Rückenschild und Rückenvergoldung, Stehkantenvergoldung, dreiseitiger Rotschnitt und marmorierte Vorsätze (Einband stellenweise berieben), 22,5 x 16,8 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 1867 | EUR 2500,00 |
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![]() Auf den ersten Blick wirkt die Handschrift wie ein anonyme Arbeit, die so aufgebaut ist, wie viele andere Publikationen aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts : Logik, Physik, Metaphysik / Theologie. (Vergl. Louis de Lesclache : La Philosophie morale, divisée en quatre parties, 1655; Pierre-Sylvain Regis : Système de Philosophie, contenant la logique, la métaphysique, la physique et la morale, 1690; Henri Lelevel : La Philosophie moderne, ... contenant la Logique, la metaphysique, la morale, et la physique, 1698; Pierre du Moulin : La philosophie divisée en 3 parties ..., 1671). Bei genauerer Betrachtung ergibt sich aber, daß der erste Teil eine ungemein präzise Kopie der 'Logique ou l'Art de Penser' von Arnauld und Nicole ist. Der zweite Teil ist eine ebenso peinlich exakte Kopie von Rohaults 'Traité de Physique' mit der genauen Wiedergabe der Abbildungen des Originals. Nur der dritte Teil scheint ein Originalbeitrag des Kopisten zu sein, der sich aber für das Gesamtwerk hinter den Initialen D.M.L.G. verbirgt. Die Auflösung dieses Pseudonyms ist für uns nach Abgleich mit den einschlägigen Veröffentlichungen jener Zeit nicht möglich. So stellen sich unmittelbar zwei unlösbare Fragen: Erstens, warum kopiert der Autor des Manuskripts vollständig zwei berühmte Bücher seiner Zeit, deren Autoren bekannt waren und gibt sie als Teil 1 und 2 seiner eigenen Arbeit aus ? Zweitens, warum entspricht der als Teil 3 angefügte, mögliche eigene Beitrag weder qualitativ noch inhaltlich den beiden kopierten Werken ? Sowohl die 'Logik' wie auch die 'Physik' gelten als typische Beispiele von Verteidigungsschriften der Descartschen Philosophie. Bei dem Werk 'L'Art de Penser', das oft auch 'Logique de Port Royale' genannt wird, handelt es sich um ein bedeutendes Werk der französischen Geistesgeschichte, das bis heute in kritischen Ausgaben verlegt wird. Zu seiner Zeit hatte es unter anderem auch deshalb so ungeheuren Erfolg, weil es in französischer Sprache und nicht in Latein erschien. Für die Verbreitung des Descartschen Gedankengutes war es von größter Bedeutung : "Publiée douze ans après la mort de Descartes, .. elle a contribué à défendre et à véhiculer la pensée cartésienne ... non seulement dans les milieux religieuse mais à la cour et à la ville" (Clair/Girbal, 1993, S. 2). Und auch Rohault (1620 - 1675) war ein begeisterter und einflußreicher Bewunderer Descartes und insbesondere sein hier kopiertes Hauptwerk zur Physik, war in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts die wohl wichtigste Publikation zu diesem Thema in Frankreich. Der dritte Teil des Manuskripts behandelt aber sehr kursorisch Zivil- und Kirchenrecht, sowie im letzten Teil Fragen der Sakramente und ist in keiner Weise ein Beitrag zum Thema der kopierten Werke und des Titelblatts, auf dem die Versöhnung der Philosophie (das heißt der modernen Naturwissenschaften) und der Theologie symbolisch dargestellt wird. Der Umfang der hier vorliegenden Handschrift und ihre auch in den Illustrationen ungemein präzise Ausführung legen den Verdacht nahe, daß sich hier nicht um eine Kopie zu Studienzwecken handelt, sondern daß der Anonymus sich als Autor eines umfassenden Werkes profilieren wollte. Auch das programatische Titelblatt legt diesen Verdacht nahe. Ein dreister Plagiatversuch also ? Eine klösterliche Tarnschrift ? In jedem Fall ein spannendes Rätsel ! - Vorderes Vorsatzblatt verso mit altem handschriftl. Besitzvermerk, von wenigen kl. Tintenflecken abgesehen, sehr sauberes, nahezu ungebräuntes und fleckenfreies Exemplar. --- manuscripts [Logik Physik Astronomie Cartesianismus Descartes Theologie] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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'De la philosophie'. Anonymes Manuskript in französischer Sprache, Tinte auf bläulichem Papier, um 1796/98. Blattgröße ca. 19,5 x 16 cm. (334) S. mit 3 großen Illustrationen, einfacher Pergamentumschlag der Zeit unter Verwendung älteren Materials (Kapitale mit Einrissen und kl. Fehlstellen, Umschlag fleckig). | |||
| Bestellnr. / order no. 2639 | EUR 1300,00 |
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![]() Die Handschrift enthält die vier traditionellen Teile eines Philosophiekurses : Logik, Moralphilosophie, Metaphysik und Physik. Der Autor spricht sich zwar in der Einleitung für einen fünften Teil und zwar die Mathematik aus, behandelt Mathematik aber dann doch nicht als eigenständigen Teil. Im ersten Teil, der Logik, werden auch die bekannten Themen, wie Syllogismen (S. 22ff) etc. vorgestellt, dem gehen jedoch erkenntnistheoretische Überlegungen zum Problem der 'Wahrheit' voraus: "On distingue les idées en vraies et en fausses: quique au fond il n'y ait que des idées vraies. De loin j'appercois un gros chien, de certain couleur, et j'assure aussitôt que je vois un loup. C'est une erreur: mon imagination voit un loup: je m'en fais un image en moi même; ainsi cette idée est vraye en ce qu'elle conforme à ce que constitue un loup; mais elle est fausse en ce que j'applique l'idée que j'ai présent à l'esprit d'un vrai loup à ce chien que je ne vois pas assez distinctement." (S.9). Deshalb, so der Autor, sind Zweifel an dem was wir für wahr halten immer angebracht; allerdings darf der Zweifel nie die Grundlagen der Religion erfassen, denn "c'est précisement cette manie de tout soumettre aux calculs de son petit genie qui a produit tous les incredules qui deshonorent aujourd'hui l'Europe entière." (S. 14). In welchem Verhältnis Materie und Geist, Seele und Himmel zu stehen haben verdeutlicht der Autor durch die Zeichnung des sogenannten 'Pourcot-Baumes'. (S. 47). Edm. Pourchot (1651 - 1734) war Professor der Philosophie und hatte 1695 seine 'Institutiones philosophicae' veröffentlicht. Das zweite Kapitel, die Metaphysik, beginnt mit der Auflistung der acht ehernen Prinzipien, deren letzte schlicht heißt "il existe un Dieu" (S. 61), woraufhin ein Gottesbeweis angetreten wird. Das dritte Kapitel behandelt die Moralphilosophie (S. 89 ff) und ist ein Zeugnis für die Wirksamkeit der aufklärerischen Ideen von Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit: "il faut obeir au puissance legitime" (S. 95), allerdings nur unter der Voraussetzung umfassender Gerechtigkeit. Das höchste Ziel des Staates muß es sein "de rendre heureux les citoyens" (S. 98). Als oberste Maxime, die das Handeln der Bürger bestimmt, soll gelten : "Ne faites point aux autres, ce que vous ne voudriez pas que des autres fissent contre vous" - der Einfluß von Kants 'Kategorischem Imperativ' ist unübersehbar. Zeugen vor Gericht sollen aufrichtig sein, in den Familien soll Gerechtigkeit und gegenseitige Rücksichtnahme herrschen, der 'contract social' wird erwähnt (S. 115), und es wird festgestellt: "nous sommes tous frères et egaux par nature" (S. 117). Kriege sind ein notwendiges Übel und sollen ohne Grausamkeit geführt werden (S. 118 f.), Duelle sind zu ächten (S. 119 f.) und der Selbstmord wird abgelehnt (S. 120), der Wucher soll abgeschafft werden (S. 124). Den gesellschaftlichen Imperativen folgen die auf die Individuen bezogenen; im 'Traité des passions' (S. 129 ff.) behandelt der Autor die 7 Todsünden. Das ausführlichste Kapitel ist der Physik, bzw. der Naturlehre gewidmet. In aristotelischer Tradition werden zunächst Astronomie und geophysikalische Phänomene, wie Wasser, Wolken, Schnee, Nebel, Blitz, Echo, Licht, Ebbe und Flut, Magnetismus und schließlich Elektrizität, als deren Entdecker B. Franklin gewürdigt wird, untersucht. Die Handschrift schließt mit der Anatomie (S. 263 ff.) und einer Nachbetrachtung zum Sonnensystem. Die Datierung des Manuskripts bezieht sich auf die Erwähnung der napoleonischen Kriege in Italien (S. 118). Nur wenige Jahre nach dem Sturz Robbespierres verfasst, schwankt der Autor gleichsam zwischen katholischer Tradition und aufklärerischer Moderne. In der Erkenntnistheorie skeptisch bis relativistisch, im Glauben dogmatisch, in der Gesellschaftstheorie den Prinzipien der französischen Revolution verpflichtet und in den Naturwissenschaften dem modernen Wissenschaftsideal verpflichtet, findet sich hier eine mit Sicherheit zeittypische Mischung, die erst nach den napoleonischen Kriegen europaweit zu jener praktikablen Modernität wurde, in der wir heute leben. - Das erste und das letzte Blatt etwas fleckig. --- manuscripts [Physik Naturwissenschaften Wissenschaftstheorie Erkenntnistheorie] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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DEMARCQ - Tractatus Triplex. De Peccatis, Legibus, et Gratia. Dictatus ab eximio, ac amplissimo Domino Demarcq Sacre Theologiae Doctore ... in universitate Duacena Professore, necnon ibidem insignis ecclesiae Collegiatae Sancti Amati Praepositio. Exceptus vero ab Augustiono Josepho Duvignieux Seminari regii bononem Pastorum alumno. Douai, 1722. Manuskript in lateinischer Sprache, braune Tinte auf Papier, Blattgröße 20 x 15,3 cm, Schriftspiegel ca. 17 x 12 cm. Sehr gleichmäßige, gut lesbare Schrift. (1) weißes Bl., Titelblatt, 250 Blätter, dunkelbrauner, geglätteter Lederband der Zeit auf fünf unechten Bünden, mit goldgeprägtem Rückentitel und reicher Rückenvergoldung, Stehkantenvergoldung und marmorierten Vorsätzen (Kapitale mit kleineren Einrissen, Kanten stellenweise etwas berieben). | |||
| Bestellnr. / order no. 154 | EUR 1000,00 |
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![]() Die erste der drei von Demarcq gehaltenen und von dem Studenten Duvignieux mitgeschriebenen Vorlesungen ist mit 134 Blättern die umfangreichste und behandelt die verschiedenen Aspekte der Sünde. Die Abhandlung ist gegliedert in die folgenden acht Kapitel : 1- De peccato in genere. 2- De peccatorum destintione et comparatione ad invicem (17 b ff.) 3- De subto peccatorum (36 b ff.) 4- De ignoratia seu causa peccati in extrinseca (52 b ff.) 5- De causis peccati extrinsecis (87 a ff.) 6- De peccati originali (106 a ff.) 7- De peccato habituali (128 b ff.) 8- De efectibus peccati (130 b ff.). Die zweite Vorlesung 'De legibus' (135 - 165) behandelt Fragen nach dem allgemeinen Charakter von Gesetzen, welche Effekte sie zeitigen (138), das Verhältnis von ewigem und Naturgesetz (138 b), das Verhältnis von Naturgesetzen und göttlichem Willen (142), das von Menschen gesetzte Recht (143 b), Menschen und Institutionen, die Recht setzen können (146), die Frage, was Gesetzen ihren verpflichtenden Charakter verleiht (147), was kirchlichen Gesetzen ihre Verbindlichkeit verleiht (147 b), wer der Rechtssprechung unterliegt (159) und ob Nichtwissen vor Strafe schützt. Die dritte Abhandlung 'De Gratia' (165 b - 150 b) beginnt mit der Darstellung herätischer Meinungen zur katholischen Gnadenlehre (Pelagianer, Semipelagianer, Anhänger der Prädestinationslehre) und enthält dann eine Darlegung der gültigen katholischen Glaubenslehre, beginnend mit dem Kapitel 'De disputatio de divisione gratiae', bis zum Schlußkapitel über die Wirkung guter Werke 'De merito'. Beigebunden ist der Handschrift ein 1721 in Douai gedruckter Text 'Thesis scholastico-dogmaticae de celsissimo et humillimo incarnationis mysterio cum appendice authoritate et de conciliis, quas regente Exim. D. ac Mag. Roberto Witham ... 27 S. (die gedruckten Marginalien beschnitten; für uns bibliographisch nicht nachweisbar). - Die Handschrift, abgesehen von einigen wenigen kl. Randläsuren, sehr gut erhalten. --- manuscripts [Theologie Vorlesungsmitschrift Recht] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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DENKSCHRIFT AUF DAS GRAB DER SELIGEN MAGDALENA BRÜLLMANN des Johannes Brüllmann Wagner und Küffermeister zu Hemrischweil, und der Katharina Wartenweiler, ehelich erzeugtes Töchterlein, seines Alters ein Jahr und 2 Wochen. Geweiht zum brüderlichen und schwesterlichen Angedenken von Meister Brüllmann Wagner u. seiner Gattin zu Hemrischweil d. 8. Juni 1827. Ein kalligraphisch gestaltetes Blatt, Handschrift in brauner Tinte auf Papier, Schrift gefasst in farbigen Zierrahmen (2 kl. Randeinrisse, minimal fleckig), 26 x 18,6 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 2633 | EUR 200,00 |
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![]() "Sie sind vorbey die Stunden, Du unvergeßlichs Kind, die Leiden sind verschwunden, sie fanden nun ihr End. In deinen jungen Tagen in deiner zarten Blüth, schon kämpfst mit Schmerz und Plagen; und lebtest nur betrübt. Du lebtest nun nicht lange, schon nahm dich Gott hinauf, Ihr Eltern Euch ward bange, bey meinem bittern Lebenslauf. Schlaflos mit schwerem Herzen, so manche lange Nacht, voll Unruh und voll Schmerzen, hast Du oliebe Mutter zugebracht ! Ihr Eltern, Schwester, Brüder, lebt wohl in dieser Welt einst sehen wir uns wieder im frohen Himmelszelt." Rührendes Zeugnis elterlicher Liebe und der Klage um ein so früh verlorenes Kind; und damit auch das Dokument einer bürgerlichen Kultur, die Anfang des 19. Jahrhunderts im Kind ein unvergleichliches und unvergessliches Individuum sah. --- manuscripts [Tod Kindstod Kindersterblichkeit Kindertotenklage] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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ÉCOLE ROYALE FORESTIÈRE. EPURES. 1841. 24 ganzseitige Zeichnungen, davon 8 doppelblattgroß, in schwarzer Tusche auf Papier, teils farbig aquarelliert, signiert (Eugène) Gallot. Halbleder-Band der Zeit mit grünen Einbanddecken und goldgeprägtem Titel (Kanten berieben), 52 x 36,5 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 725 | EUR 1400,00 |
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![]() Die ersten acht Blätter zeigen Architekturdetails und -entwürfe, dem folgen drei doppelblattgroße Aufrißzeichnungen einer Sägeanlage, drei doppelblattgroße topographische Zeichnungen, sowie 2 Blätter mit Alphabeten und Zahlen; 8 farbig aquarellierte (2 doppelblattgroße) topographische Karten bilden den Abschluß der Arbeit. Die Schule wurde 1824 als École Forestière in Nancy gegründet. Elle était "destinée à former et à instruire des jeunes gens auxquels puissent être confiés, plus tard, l'aménagement, l'entretien, l'amélioration et l'exploitation des forêts de l'État ... Les élèves, à leur sortie de l'École, ont droit aux premières places vacantes de gardes généraux". (Larousse, Grand Dict. Univ. XIX s., Art. Forestier). Zugelassen wurden ausschließlich 18 bis 22-jährige, mit eigenem Einkommen und einem 'bachelier des sciences'; jährlich waren dies, nach einer anspruchsvollen Prüfung, lediglich 20 - 30 Kandidaten. Dies erklärt die ausgesprochene Seltenheit von Abschlußarbeiten der École Forestière. - Die Blätter teils mit dem Stempel der École, teils von den Inspecteurs d'études abgezeichnet. Durchgehend etwas wasserrandig und minimal stockfleckig. --- manuscripts [] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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ENGINEERING - 'Fair Book - Natural Philosophy'. Anonymous manuscript in ink on paper (watermark 'J. Whatman 1852') with numerous illustrations (frontispiece in ink, 1 double-page watercolour, 2 folding leaf watercolours, 3 full-page illustrations in ink, numerous, partly colored, illustrations in the text). 22 parts with calligraphic title pages. Scotland (St. Andrews, Perth or Edinburgh), ca. 1854, ca. 350 p. In a damaged, contemporary red leather binding, 26 x 21 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 570 | EUR 1600,00 |
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![]() Interesting manuscript, obviously lecture notes, with charming illustrations; the different parts dealing with : 1- 'Mensuration of Surfaces', 41 p. 2- 'Land Surveying', 9 p. 3- 'Mechanics', 45 p. 4- 'The Centre of Gravity', 31 p. 5- 'Machinery', 8 p. 6- 'The Pulley', 14 p. 7- 'The Wheel & Axle', 3 p. 8- 'The Inclined Plane', 10 p. 9- 'The Wedge', 3 p., 10- 'The Screw', 4 p. 11- 'Compound Machines', 8 p. 12- 'Friction', 14 p. 13- 'Dynamics', 12 p. 14- 'Hydrostatics', 20 p. 15- 'Hydraulics or Hydrodynamics', 6p. 16- 'Pneumatics', 6 p. 17- 'The Steam Engine', 12 p. 18- 'Watts Parallel Motion', 3 p. 19- 'The Eccentric Wheel', 2 p. 20- 'The Crank', 2 p. 21- 'The Governors', 2 p. 22- 'Book Keeping' (Double Entry, Petty Cash Book, Bill Book, Day Book, Journal, Ledger, Sales Book, Inventory, State of Affairs, the frequently mentioned goods are coffee, tea, pepper, oranges, lemons, portwine, rum, sherry etc., the mentioned expenses are for insurance, coal, shipping, postage, putting on fires, cleaning etc.), 58 leaves. Numerous blank leaves bound between the different parts. Pastedown with ownership entry 'Frank Sandemann 1854', possibly the author, and a little bookbinder's mark 'James Dewar & Son, Perth'. There is a rather similar manuscript, also called 'Fair Book' (James Walker's Fair Book of 1852) in the collection of the University of St. Andrews, whith lecture notes from courses taken at the Madras College. Andrew Bell founded Madras College in 1832 in St Andrews, "the school being based on the Madras System which involved schoolboys tutoring their fellow pupils. What Dr Bell did was to use his wealth to transform existing schools into a single school well fitted to meet the needs of (the industrial age) and to be run on the monitorial system which he had pioneered. The College provided an outstanding education and many families moved to St Andrews so that their children could benefit from this education. The school grew rapidly after its foundation and by 1838 there were 800 pupils at the College, by 1845 there were around 900 pupils, and by 1860 there were well over 1000 pupils." (see 'Mathematics in Scottland, James Walker's Fair Book of 1852, http://www-groups.dcs.st-and.ac.uk/~history/HistTopics/fair_book.html.). --- manuscripts [Mathematics Education Sciences Bookkeeping Engineering Steam engine Dampfmaschine Technikgeschichte] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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ERSTER WELTKRIEG - PHOTOALBUM. Beeindruckendes Album, das den Einbruch des ersten Weltkriegs in eine Welt großbürgerlicher Geborgenheit und Kultur in ganz besonderer Weise dokumentiert. Der erste Teil ist eine Art Poesie- und Erinnerungsalbum der in Enghien-sur-Bain ansäßigen Familie des Dr. Gaston Roussel. Eingeschriebene Widmungsgedichte und zahlreiche eingeklebte Bleistift- und Aquarellzeichnungen im Stil des ausgehenden 19. Jahrhunderts sind eingebettet in hübsche, sorgfältig ausgeführte aquarellierte Rahmen aus Blumen, Gräsern, Tieren und Ornamenten. Dazwischen finden sich Photographien, die die Familie im Grünen zeigen, im Garten und auf Bootsfahrten. Etwa in der Mitte des Albums unterbricht die Einberufung des Hausherrn die Idylle; die ersten Photos von der Mobilmachung sind noch in die drolligen aquarellierten Rahmen eingeklebt, aber nach einigen Blättern sehen wir nur noch die Aufnahmen aus dem Krieg, das Soldatenleben, die primitiven Unterstände, Begräbnisse, einen Beobachtungsballon, Gräber, Kanonen, einen Rot Kreuz-Röntgenwagen, Dr. Roussel bei seiner Arbeit als Militärarzt und viele Aufnahmen die das Ausmaß der Zerstörung von Städten und Gebäuden dokumentieren. Insgesamt sind 149 Photographien in das Album montiert. Prächtiges, dunkelgrünes Album in Maroquin mit reicher Goldprägung, Folio. | |||
| Bestellnr. / order no. 409 | EUR 1500,00 |
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![]() Dr. Gaston Roussel ist vermutlich der spätere Gründer des 'Institut de sérothérapie' in Romainville, aus dem sich in den 20er Jahren die Firma Roussel-UCLAF entwickelte, eine der bedeutendsten französischen Chemiefirmen, die später von Hoechst übernommen wurde. --- Album, grand in-4, relié plein maroquin à nerfs, dos orné, filets d'encadrements sur les plats, tranches dorées, dentelle intérieure, avec 75 feuillets montés sur onglets et tous illustrés de dessins originaux ou de photographies. "Si certains dessins font partie des productions caractéristiques de la première moité du XIXe siècle, l'essentiel de ce recueil a été réalisé avant la première guerre mondiale par l'epouse de Gaston Roussel, médecin, qui paraît être originaire d'Enghien ou de ses proches environs. Elle a réalisé de beaux encadrements floraux à l'aquarelle. De belles photographies champêtres illustrent cette partie du recueil. Suivent 134 photographies prise au cours de la Grande Guerre. Fort intéressantes elles montrent des scènes de la vie du soldat, enterrement, départ de chevaux, ballon d'observation, ruines, campements, intérieur de tranchées, tombes, tirs de canons, corps déchiquetés dans un no-man land lunaire … mais aussi personnel du corps médical auquel appartient Roussel. On remarquera l'automobile de la Croix Rouge du service de Radiologie. Beau et interessant album." (B.Sepulchre) manuscripts [photography world war] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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FEUERWERK - 'Pyrotecnie. 1833. Additions faites en 1869, avec une table des matières à la fin.' Anonyme Sammel - Handschrift in französischer Sprache, braune Tinte auf Papier, mit zahlreichen Illustrationen im Text, 46 beidseitig beschriebene Blätter, (1) Bl. ('Table des Matières', über alle enthaltenen Teile), Blattgröße ca. 20 x 15,5 cm, 1 beigebundenes lithographiertes Blatt und ein gedrucktes Blatt, beide gefaltet, zeitgenössischer Umschlag beigebunden. In einem neueren marmorierten Einband, 21,5 x 18 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 544 | EUR 1200,00 |
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![]() Enthält auf der Umschlaginnenseite eine wohlmeinende Warnung für alle späteren Benutzer des Handbuches : "L'Art de jouer avec le feu / Amuse bien, tu me l'assures / C'est vrai, mais il faut à ce jeu / Prendre garde aux éclaboussures". Der erste, 1833 geschriebene, Teil ('Traité de Pyrotechnie ou de l'art de se servir du feu') umfasst 36 Seiten und behandelt nach der Einleitung fliegende Raketen ('Des fusées volantes') samt 'Observations', dann 'Des Jets' ('soleil tournant', 'soleil fixe', 'lune', 'soleil d'eau'), 'Caprices', 'Pyramide', 'Croix de Malthe', 'Comète', 'Dragon', 'Pastille', 'Marron', 'Bombe', Saucisson', 'Etoiles à détonnation', 'Globe d'artifice', 'Le Char volant', 'Temple', 'Chandelles Romaines', 'Chandelles chinoises', 'Pots à Grenades' etc. und gibt am Ende, in dem Kapitel 'Compositions', die chemische Zusammensetzung der verschiedenen Mischungen ('feu blanc', 'feu brouillé', 'feu clair', 'feu brillant', 'Bleues', 'Vertes', 'Pluie de feu', 'Fusée double vol', etc.) an. Der zweite Teil ist 1844 datiert, auf dünnerem Papier von einer flüchtigen Hand geschrieben, umfasst 19 Blätter und enthält einzelne Rezepte, wie 'Flammes violettes', 'Flammes oranges', 'Poudre fulminante', 'Pastilles brillantes', 'Allumettes chinoises', 'Etoiles', 'Pluie d'or', aber auch 'Colle tenant malgré le feu & l'eau', 'Recette pour faire du cidre', 'Recette pour faire de L'eau de Cologne', 'Manière de grainer le poudre à canon', 'Recette pouir faire l'arbre de métal', 'Elixir de longue Vie', 'Mucilage' etc. Ein dritter Teil, wiederum auf anderem Papier, ist datiert 1869 und enthält Mengenangaben für verschiedene Feuer, wie 'Feu commun tournand', 'Tournand Bleu', 'Pluie de feu', 'Etoiles' etc. Das letzte handschriftliche Blatt enthält ein Register für alle drei Teile, die durchnummeriert sind, obwohl einige, wahrscheinlich unbeschriebene Blätter entfernt wurden. Beigebunden ist eine lithographierte, illustrierte Preisliste eines Herstellers von Feuerwerksartikeln (Charoy, Paris) und ein Teil einer gedruckten Preisliste eines weiteren Herstellers. Charmantes Handbuch, das einen anschaulichen Einblick in die pyrotechnische Praxis der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gibt. Von einigen Tinten- und Fingerflecken abgesehen wohlerhalten und ganz ohne Brandspuren ! --- manuscripts [Pyrotechnik pyrotechnics pyrotechnie Feuerwerk fireworks feu d'artifice] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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FEUERWERKBUCH - 'Das fewerwerck püch' und andere Anweisungen namentlich genannter Büchsenmeister, sowie Farb- und medizinische Rezepte. Anonyme Handschrift in deutscher Sprache, braune Tinte auf festem Papier, Blattgröße 21,5 x 15,5 cm, um 1490, mit Nachträgen aus dem 16. Jahrhundert. Wasserzeichen und Dialektmerkmale der Orthographie weisen auf eine Entstehung in Süddeutschland hin. Die Texte sind sorgfältig von mehreren Händen in spätmittelalterlicher Bastarda und Kurrentschrift mit kalligraphischen Zügen geschrieben worden. Zahlreiche Textstellen wurden von anderer Hand korrigiert oder durch Zusätze ergänzt. 100 beschriebene Blätter, es gibt keine durchgehende alte Foliierung, einige Lagen sind aber mit einer Blattzählung (Majuskeln) oder mit arabischen Zahlen versehen. Eine moderne Foliierung mit Bleistift findet sich am unteren Rand der Blätter. Die Überschriften sind teilweise rubriziert. Auf Blatt 39 sind als Textillustrationen einige Fässer gezeichnet. Auf Blatt 40 findet sich ein nachträglich eingeklebtes Rezept. Auf einem der letzten Blätter verweist ein Maniculum auf eine besonders interessant erscheinende Textpassage. Alter, flexibler Pergamentumschlag aus zeitgenössischem, beschriebenem Material (größere Fehlstelle am Rücken wohl um 1900 hinterlegt). | |||
| Bestellnr. / order no. 540 | EUR 15000,00 |
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![]() Das vorliegende Manuskript gehört zu dem heute unter der Bezeichnung 'Feuerwerkbuch von 1420' geführten Kontext einschlägiger handschriftlicher Kompendien zum Gebrauch von Schießpulver (vergl. 'Die deutsche Literatur des Mittelalters', VL, Band 2, Sp. 728), ist aber der Literatur bis heute offensichtlich unbekannt. Die gesamte handschriftliche Überlieferung des 'Feuerwerkbuchs von 1420' wurde von Rainer Leng in seiner Habilitationsschrift im Jahr 2002 in Gänze dokumentiert und detailgenau beschrieben. Das vorliegende Manuskript war aber bis vor kurzem in Privatbesitz und wird in Lengs Bestandsverzeichnis nicht erwähnt. Die verfügbaren Beschreibungen der von Leng als vernichtet oder verschollen gekennzeichneten Handschriften legen auch nicht den Schluß nahe, dass das Manuskript mit einem bereits früher beschriebenen übereinstimmt. Unser 'Feuerwerksbuch' ist für die Forschung darüberhinaus besonders interessant, weil sich darin auch Rezepte und Anweisungen namentlich genannter Büchsenmeister finden, die in den anderen Überlieferungen nicht enthalten zu sein scheinen, denn ihre Namen fehlen in den Registern von Lengs Untersuchung. Von Büchsenmeistern und Feuerwerkbüchern im Allgemeinen: Im Spätmittelalter, als die vorliegende Handschrift entstand, entwickelte sich der Berufsstand der Büchsenmeister, die als wandernde Handwerker der Artillerie an Kriegszügen teilnahmen. Sie stammten zumeist aus dem Bürgertum, waren in Zünften organisiert und lese- und schreibkundig. Büchsenmeister stellten Feldgeschütze, sogenannte „Feldschlangen“, sowie Kanonen, Hakenbüchsen und Geschosse her, positionierten und luden die Geschütze, hielten sie instand und führten nötige Reparaturen aus. Stückgießer, Pulvermacher und Büchsenschmiede arbeiteten ihnen zu. Die Büchsenmeisterbücher des 15. Jahrhunderts waren als Lehrbücher für die Ausbildung in diesem neuartigen Handwerk und als Nachschlagewerke konzipiert. Sie vermitteln Kenntnisse zur "Herstellung von Feuerwaffen aller Art, Pulvermischungen, Geschoß- und Sprengmittelproduktion sowie zum sachkundigen Einsatz dieser Waffen im Kriege." (Zit. nach Schmidtchen, VL, Sp. 728). Einige der in der vorliegenden Handschrift überlieferten praxisorientierten Anleitungen sind von Büchsenmeistern notiert worden: Hans Büchsenmeister aus Ansbach und Meister Hans Schlünckers werden namentlich genannt. Es wurde versucht, die Anweisungen solcher handschriftlicher Aufzeichnungen geheim zu halten. Sie kursierten zumeist unter Berufsgenossen oder wurden Nachfolgern übergeben, die die Anleitungen mit eigenen Erkenntnissen, Ergebnissen und Erfahrungen ergänzten. Deshalb gab es schon im 15. Jahrhundert eine größere Anzahl umfangreicher Feuerwerkbücher, zwischen denen sich inhaltliche Querbezüge feststellen lassen. Das anonyme 'Feuerwerkbuch von 1420' steht am Beginn dieser Überlieferungen, es war relativ weit verbreitet und wurde bis weit ins 16. Jahrhundert rezipiert. Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts entstehen Handschriften, die mit anspruchsvollen technischen Bildfolgen illustriert sind und auf den Nürnberger Büchsenmeister Johannes Formschneider zurückgehen. 1535 entstand 'Das Buch von den probierten Künsten' des Kölner Büchsenmeister Franz Helm, das neue Standardwerk zur Artillerie und zugleich eine der am häufigsten kopierten Schriften des 16. Jahrhunderts. Büchsenmeisterbücher waren in dieser Zeit sehr oft repräsentative Manuskripte, die auch zum Kernbestand fürstlicher und adeliger Büchersammlungen zählten. Zum Inhalt der vorliegenden Handschrift: Textanfang (fol. 1 fehlt): "Zw fügenn mügenn die do in disem püch das da heist das fewerwerck püch hernach geschribenn sind wie mann die vonn anfanck vnz zw end awf gerecht vnnd güt machenn vnnd dar vmb wenn der stück so vil ist die dar zw gehörenn..." Vergleich mit der Handschrift Ms. germ. qu. 621, SBB-PK Berlin, Haus 2 (Süddeutschland, 2. Viertel des 15. Jahrhunderts, fol. 1v): ... "da mit man sich dan der vinde wol erweren kan vnd ene schaden zü fugen mag die dan in diesem buche stent das da heysset das fuerwerck büch her nach geschriben sten. Wye man die von ane vang biß zu ende uß bereytten vnd vß machen sal, vnd die wil nü der stuck so vil sint die dar gehorent". Nach der Einleitung, die in der vorliegenden Handschriftenfassung durch den Verlust des ersten Blattes weitgehend fehlt, folgen in unserem Manuskript die bekannten 12 Büchsenmeisterfragen. "Dialogform und vertiefende Antworten spiegeln die mündliche Kommunikation zwischen Meister und Schüler und folgen damit den didaktischen Erfordernissen der Lehre". Der Text ist als "Prüfungsleitfaden" konzipiert. Die anschließenden Rezepte und Anleitungen bis fol. 37v stammen ebenfalls aus dem ‚Feuerwerkbuch von 1420?. "Die Abgrenzung der Überlieferung ist im Einzelnen schwierig. Nahezu alle Feuerwerksbücher des 15. und auch noch alle artilleristischen Hss. des 16. Jh. enthalten verstreute Anleitungen des ‚Feuerwerkbuchs von 1420?, häufig werden auch die 12 Büchsenmeisterfragen zusammen überliefert". Dass Belagerungen ein zentrales Element der spätmittelalterlichen Kriegstechnik waren, klingt verschiedentlich in den Anweisungen der vorl. Handschrift an, in der auch mehrmals die Herstellung von Feuerpfeilen etc. erläutert wird, die zum brandschatzen verwendet wurden. Detaillierter Überblick über den Inhalt des ‚Feuerwerkbuchs von 1420? in der vorliegenden Handschriftenfassung (fol. 1r–37v): Fol. 1r–4v: 12 Büchsenmeisterfragen aus dem ‚Feuerwerkbuch von 1420?. Fol. 4v–11v: „Jtem die hernach geschribenn stück die sol ein yeder püchsenn maister künenn vnnd wissenn“. Fol. 6r: Wie er mit dem Pulver umgehen soll, damit es keinen Schaden bringt. Fol. 6v–7r: Wie man Salpeter an einer Mauer ziehen kann. Wie man Salpeter anschließend klärt (dazu werden zwei Methoden erläutert). Fol. 8r: Über den Schwefel. Wie dieser aufbereitet wird, damit er für die Herstellung von Schießpulver zu gebrauchen ist. Fol. 8v: Methoden, allerbeste Kohlen herzustellen. Fol. 9r: Wie man Zünd- und Büchsenpulver produziert. Fol. 9v: Ein Verfahren, Schießpulver in einem Schloss oder in einer Stadt herzustellen. Fol. 10r: Wie man Pulver für Feuerpfeile und Büchsen herstellt. Fol. 13r: Wie verdorbenes Pulver wieder nutzbar zu machen ist. Fol. 14v: Wie Pulver zu nutzen ist, das zuviel Schwefel, Kohle oder Salpeter enthält. Fol. 15rv: Herstellung von Pulver, mit dem sich besonders weit schießen lässt. Verschiedene Methoden zur Herstellung besonders starken Pulvers. Fol. 16v: Ein Pulver aus der Apotheke, genannt Sanay. Fol. 18r: Wie man Büchsen unterschiedlicher Größe zum Schiessen vorbereiten soll. Fol. 19v: Zur Herstellung von Feuerkugeln, die sich aus einer Büchse abschießen lassen. Fol. 21r: Herstellung eines Sappraticon, mit dem man das Pulver stärkt. Fol. 22r: Eine Kunst, wie ein Meister nachts schießen kann und weiß, wohin er geschossen hat. Fol. 23v: Herstellung eines Pulvers, das sich entzündet, wenn es feucht wird. Fol. 24r: Herstellung von Feuerpfeilen. Fol. 25v: Herstellung eines tödlichen Rauchs. Fol. 32r: Herstellung einer glühenden Kugel, um Holz in Brand zu schiessen. Fol. 35v: Wenn man Feuersteine auf eine Festung oder in eine Stadt werfen will. Fol. 37v: Ende des ‚Feuerwerkbuchs von 1420?. Fol. 38r: Wenn man heimlich ein Feuer mit sich tragen möchte, soll man dazu trockenen Kuhdung nehmen und diesen mit Leinen umwickeln. III. Fol. 38r–39r: Rezepte von Meister Hans Schlünckers Wenn man Feuer in ein Heer, eine Stadt oder in ein Schloss werfen will... „vnnd wirt ein gros grausams feüer“. Fol. 40r: Eine glühende Kugel in Holz zu schießen. Wie man jegliche Büchsen laden soll (nachträglich eingeklebt). IV. Fol. 41r–64r: Farbrezepte und medizinische Rezepte Rezepte zur Herstellung von Zinnoberrot, Lasur, Solexmaniak (Salmiak), Wasser zum Vergolden. Medizinische Rezepte gegen Husten, Gelbsucht, Wurm im Finger, abgebrochener Pfeil im Körper, Horn gießen, goldene Farbe. Fol. 47v: "[W]iltu feuer machenn damit Alexander das landt agonoz verprandt". Fol. 49r: Feuerpfeile, die nicht rosten. Fol. 51r: Oleum latinum. Fol. 52v: Feuerkugel aus Kupfer oder Zinn mit vier Luftlöchern. Fol. 53v–54r: die Seiten sind durchgestrichen. Text: Vorschläge für Proviant und Ausstattung mit Waffen. Fol. 56r: „Item wiltu ein feuer machen das do großen schadenn thüe under dem volck". Nachträge des 16. Jahrhunderts (fol. 64r–95v): Eine Hand des 16. Jahrhunderts trug in auffallend großen Buchstaben, die auf eine Sehschwäche hindeuten, im 16. Jahrhundert Rezepte in die Handschrift ein, z. B. „weiße Händ" zu machen, zur Herstellung von Firnis beziehungsweise Goldfirnis. Enthalten sind auch Anweisungen zur Zahnpflege, z. B. für ein „Zahn-Latwerg“, „Zahnwasser“ und „Zahnpulver“. Ein anderes Rezepte sollte Mäuse oder Maulwürfe vertreiben. Weitere Anweisungen empfehlen Möglichkeiten, Leim so stark wie Eisen zu machen, ein Kalkgemisch herzustellen, das Elfenbein ähnelte, um Knochen so einzufärben, das sie aussahen wie Korallen und um Wasser grün zu färben. Ein Rezept erklärt, wie ein Apfel in der Größe eines Kopfes gezüchtet werden konnte. Weitere Anleitungen verdeutlichen, wie man einen Messingring vergolden oder Kupfer so hell wie Silber machen oder wie man mit Wismut auf Silberschlacke schreiben konnte. Schließlich wird erläutert, wie es möglich sei, die Stärke dreier Männer zu erlangen. Zur Datierung und Provenienz: Der Kodex enthält zwei Arten von Wasserzeichen, die zwischen 1490 und 1500 datiert werden können und mit der späteren handschriftlichen Datierung in das Jahr 1491 (hintere innere Umschlagseite) korrespondieren. Sie sind im süddeutschen und österreichischen Raum nachzuweisen. Dabei handelt es sich um einen Ochsenkopf mit einkonturiger Stange und Stern (siehe Gerhard Piccard: Wasserzeichen Ochsenkopf, Stuttgart 1966, Abteilung 5, Nr. 611: Lokalisierung: Ansbach, Augsburg, Bopfingen, Brückbach, Füssen, Gaildorf, Kaufbeuren, Lauingen, München, Nürnberg, Weißenburg. Datierung: 1493–1499). Ausserdem um eine Waage mit Stange und Blume (siehe Gerhard Piccard: Wasserzeichen Waage. Stuttgart 1978, Abteilung VII, Nr. 181–183. Lokalisierung: Innsbruck. Datierung: 1499–1501). Bairische Dialektmerkmale, z. B. „beich“ für „weich“ oder „bebert“ für „bewährt“ deuten ebenfalls auf eine Entstehung im Süddeutschland. Dafür sprechen auch die in der Handschrift erwähnten Namen: Auf Meister Hans Schlünckers gehen mehrere enthaltene Rezepte zurück (siehe fol. 10f.). Genannt werden zudem Hans puchsen maister [Büchsenmeister] zu Onoldsbach – so lautet der alte Name für Ansbach (fol. 26v), sowie in den Nachträgen des 16. Jahrhunderts ein Mann namens Ulrich Früchter (fol. 96r). Beilagen: In der Handschrift liegt ein Umschlag, der Kopien der darin vorkommenden zwei Arten von Wasserzeichen enthält (Aufschrift: „Wasserzeichen und Lagenliste zur Feuer Handschrift 1490“). Auf einem Extrablatt finden sich Aufzeichnungen zur Lagenformel, datiert 28.6.1928). Auf einem weiteren Blatt im Umschlag steht: „Antiquar Karl H. Hiersemann bot am 12.3.1906 ein Manuskript an a.d.J. 1591 [sic!] fol. 215 beschr. Bl. fol. Hprgtb. Deutsch – offenbar eine Copie des Buch´s von den probierten Künsten v. Franz Helm. Preis 240 Mark. Der Titel lautet... [Nachfolgend ist der Anfang des Buchs von Helm wiedergegeben]. Kollation: 1 späteres Vorsatzblatt, Blatt 1 fehlt (und ist durch das unbeschriebene Blatt 58 ergänzt), Blatt 2 bis 25, Blatt 26–28 fehlen möglicherweise, Blatt 29 bis 57, Blatt 58 ist vorgebunden, Blatt 59 fehlt, Blatt 60 bis 105, Blatt 106 fehlt. Nach Blatt 40 fehlt nach der Lagenzählung eine Lage von 11 Blättern, die aber vielleicht wie Blatt 59 und 106 nicht beschrieben waren. -Einige Lagen etwas wasserrandig, stellenweise braunfleckig, insgesamt aber gut erhalten. Literatur: Rainer Leng: Ars belli. Deutsche taktische und kriegstechnische Bilderhandschriften und Traktate im 15. und 16. Jahrhundert. 2 Bde. Wiesbaden 2002. Uwe Tresp: Rezension von R. Leng, Ars belli. In: Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit. Bulletin 7 (2003), S. 236–240. Das Feuerwerksbuch von 1420. Faksimile mit Übertragung in modernes Deutsch. Hg. v. Manuel Baetz. Max Jähns: Geschichte der Kriegswissenschaften vornehmlich in Deutschland. 3 Bde. München, Leipzig 1889–1891 (ND New York, Hildesheim 1966). Wilhelm Hassenstein (HG.): Das Feuerwerksbuch von 1420. 600 Jahre deutsche Pulverwaffen und Büchsenmeisterei. Neudruck des Erstdrucks aus dem Jahr 1525 mit Übertragung ins Hochdeutsche und Erläuterungen. München [1943]. Volker Schmidtchen: ‚Feuerwerkbuch von 1420?. In: 2VL, Bd. 2 (1980), Sp. 728–731. Peter Assion: Altdeutsche Fachliteratur. Berlin 1973, S. 93–101 (Kriegswesen). Kurt Heydeck: Feuerwerkbücher/Fechtbuch In: Aderlaß und Seelentrost. Die Überlieferung deutscher Texte im Spiegel Berliner Handschriften und Inkunabeln. Katalog zur Ausstellung der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz zu Berlin 2003, S. 396–398 (SBB-PK, Ms. germ. fol. 710a, Ms. germ. qu. 621). Rudi Palla: Falkner, Köhler, Kupferstecher. Ein Kompendium der untergegangenen Berufe. Nördlingen 1997, S. 61f. Bearbeitung :PD Dr. Britta-Juliane Kruse --- manuscripts [Militärgeschichte Feuerwerkerei Büchsenmeisterei Büchsenkunst Kanonen Artillerie] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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GARDIEN : L'Astronomie Physique. Undatierte französische Handschrift in brauner Tinte auf Papier, um 1700. (2) weiße Bl., (2) Bl. mit dreiseitiger Widmung an Philipp D'Orléans, (1) weißes Bl., (1) Titelblatt, (50) Bl. mit 99 Seiten Text, (1) weißes Bl., (226) Bl. Text, (2) weiße Bl. mit einer schriftl. Notiz aus dem 19. Jahrhundert; Schriftspiegel ca. 26 x 16,5 cm, einspaltig, in sehr gut lesbarer, nahezu kalligraphischer Reinschrift. Dunkelroter Maroquinband der Zeit, Rücken auf sechs unechten Bünden, mit goldgeprägtem Rückentitel und überaus reicher Rückenvergoldung , Decken gefasst von goldgeprägter Filete und mit dem Wappensupralibros von Philipp II D'Orléans, Steh- und Innenkantenvergoldung, dreiseitiger Goldschnitt und Innendeckel mit Brokatpapierbezug (unteres Kapital alt und unauffällig restauriert, Rückengelenk mit winzigen Einrissen), 31,8 x 20,5 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 1862 | EUR 15000,00 |
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![]() Der Verfasser des vorliegenden Manuskripts ist offensichtlich ein M. Gardien, dies zumindest legt die Verfasserangabe für die 'Fragmens de divers écrits' auf Seite 499 nahe. Darüberhinaus ist die dreiseitige Widmung unterzeichnet von M. E. Gardien. Allerdings handelt es sich hier um die Tochter des Verfassers, die in der Dedikation schildert, daß ihr früh verstorbener Vater seine Mußestunden damit verbracht hatte "à considerer ces grands objets qui se presentant à nos yeux et à chercher la cause Physique de leur differents mouvements". Desweiteren berichtet sie, seine Forschungsergebnisse seien "presque le seul bien que j'ay receuilly de sa sucession". Sie, die Tochter, war es denn auch, die die Arbeiten ihres Vaters abschrieb und seiner 'Altesse Royale' widmete; der Duc D'Orléans wiederum ließ das Manuskript in der vorliegenden Form aufwendig binden und mit seinem Wappen versehen. Als Person tritt der Verfasser nur einmal, am Ende des Manuskriptes (S. 549 f.) kurz auf und berichtet, daß er durch die Vermittlung von Joseph Saveur den Direktor des Pariser Observatoriums und Akademiemitglied Jean Dominique Cassini besucht habe, um sich mit ihm über seine Arbeiten auszutauschen. Abgesehen von den beiden Anhängen behandelt das gesamte Manuskript das Phänomen der 'Pesanteur'. Ein Begriff der im Laufe der Untersuchung verschiedene Bedeutungen annimmt, 'Gewicht', 'Schwere', 'spezifisches Gewicht', 'Kraft', 'Widerstand' etc., je nachdem welcher experimentelle Zusammenhang beschrieben wird. Die fließende Verwendung des für uns eigentümlichen Begriffs zur Erklärung so unterschiedlicher Phänomene wie der Planetenlaufbahnen, des freien Falls, der Kraft, des Stoßes, des Reibungswiderstandes und der Beschleunigung hat einen Grund : die Gravitationsgesetze waren zwar von Newton bereits entdeckt worden, es dauerte aber über 50 Jahre, bis sich diese Erkenntnisse in der Wissenschaft auch durchsetzten. So behandelte die Elite der kontinentalen Naturwissenschaftler, wie Pascal, Descartes, Mariotte und Huygens ganz ähnliche Fragestellungen wie das vorliegende Manuskript, sie beschrieben ähnliche Experimente und kamen zu vergleichbaren Ergebnissen. In diesem Sinne ist dieses Manuskript trotz der "falschen" Paradigmen kein Beispiel fehlgeleiteter Scholastik sondern ein vehementes Plädoyer für exakte, experimentell orientierte, naturwissenschaftliche Forschung : "En fait de physique les idées purement metaphysiques sont d'un faible secours. Il ne suffit pas au Physicien qu'une chose luy paroisse possible, il faut qu'il s'assure que réellement elle est, et que réellement elle est telle" (S. 289). Die gesamte Untersuchung besteht zum größten Teil aus penibel beschriebenen Versuchsanordnungen, der detaillierten Beschreibung beobachteter Abläufe und entsprechender Konklusionen, immer im kritischen Bezug auf die oben genannten Autoren. Wissenschaftshistorisch könnte man sagen, die Arbeit ist methodisch bereits modern, inhaltlich aber durch die falschen Vorgaben etwa Descartes (Wirbeltheorie) veraltet; ein weiterer genialer Versuch einer falschen Erklärung. Aber durch die Tatsache, daß es sich um das Ergebnis eines jahrelangen Ringens um Verifizierung damals plausibler Theorien gleichsam im Schatten Descartes handelt ist das Manuskript ein beeindruckendes wissenschaftshistorisches Dokument. (Zur Provenienz vergl. Olivier 2566 -4). --- manuscripts [Astronomie Physik Cartesianismus Descartes pesanteur] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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GEDENKBLATT - Handschrift in brauner Tinte auf Papier, Text gefasst von stilisiertem Grabstein mit Trauerweide und Urne. "Hier liegt begraben Anna Magdalena Brüllmann von Hemmersweil, starb selig den 6ten Juni 1827 in einem Alter von 1 Jahr und 4 Wochen." | |||
| Bestellnr. / order no. 2634 | EUR 220,00 |
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![]() "Unsterblichkeit verhieß Gott allen Menschen; / Ein ew'ger Keim entflamme er in Dir. / Wie, sollten wir in Trauer uns versenken, / Nein, Dank und Lob, Allmächt'ger ! zoll'n wir dir. / Du littest viel in diesem Pilger-Leben. / Wir standen oft mit unserm Geiste still. / Warum wohl Gott das Daseyn dir gegeben, / So fragten öfters wir bis an das Ziel. / Doch wachte über dir mit höherm Geiste / Der Schöpfer, welcher früh dich zu sich nahm. / Die ew'ge Weisheit war es, die entreißte / Dich früh schon jedem bittern Erden-Gram. / Gleich einem Samkorn in der Mutter-Erde / Entfaltet sich bey dir ein höh'rer Keim. / Geliebtes Kind ! Dich treffen in der Ferne / Im Friedensland , die Eltern wieder an, / Wo über jener Bahn der lichten Sterne / Beym Wiedersehn Verklärung geht voran. / Auf die Grabstätte gegeben : von deiner lieben Tauf-Gotten, ... den 8ten Juni 1827." - Kleinere Einrisse und Fehlstellen durch Tintenfraß, das ganze Blatt fachmännisch hinterlegt. --- manuscripts [Tod Kindstod Kindersterblichkeit Kindertotenklage] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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GEOFFROY, (oder GEFFROY), JACQUES ADRIEN - 'Philosophia Data A Domino Geoffroy, Philosophiae professore In Collegio Mazarinae Et scripta A francisco De Lusseux Anno Domini MDCCXXV'. Vorlesungsmitschrift in lateinischer Sprache, braune Tinte auf Papier, gut lesbare Schrift, Paris, 1725. Koll.: 699 S. (bis Seite 151 von alter Hand, ab Seite 152 von neuerer Hand paginiert; die S. 147 - 160, 170 - 171, 553, 642 und 695 - 696 unbeschrieben, Index auf S. 697 - 699), Blattgröße 21,3 x 16 cm. Lederband der Zeit mit reicher Rückenvergoldung und goldgeprägtem Rückenschild ('Logica'), dreiseitigem Rotschnitt, Stehkantenvergoldung, marmorierten Vorsätzen und blauem Lesebändchen (Kapitale mit kleineren Fehlstellen, Ecken berieben), gr. 8vo. | |||
| Bestellnr. / order no. 551 | EUR 2500,00 |
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![]() Umfangreiche Mitschrift des ersten, die Logik umfassenden, Teils des zweijährigen Philosophiekurses am Kolleg Mazarin in Paris. Enthält nach der Einführung in den Gesamtkurs (S. 3 - 51), in der dargelegt wird, was Philosophie ist, wozu sie dient und was sie im einzelnen untersucht, den Hauptteil, die Logik, verstanden nicht als bloße Analyse der formalen Logik, sondern im klassischen aristotelischen Sinne als der methodische Schlüssel zur Erkenntnis der Wahrheit und damit letzlich Gottes. Philosophie verstand sich als die Magd der Theologie und das Institut Mazarin war der theologischen Fakultät der Sorbonne unterstellt. Methodisch gesehen ist der Kurs in gut scholastischer Tradition in Kapitel und Unterkapitel, in Einwände, deren Begründung und Rückweisung, in Beispiele und Zusammenfassungen gegliedert. Die zwei Hauptteile bestehen derart aus der 'ars cogitandi' (S. 52 - 600) und einem Appendix (S. 601 - 694), in dem es um 'de ipsa logica' geht, das heißt um eine Erörterung ihres Stellenwertes für die Erkenntnis. Im ersten Hauptteil werden die einzelnen Elemente des Denkens und der Ratio in vier zentralen Kapiteln vorgestellt und hinterfragt : 1- de perceptione (57 - 175), 2- de judiciis et propositione (175 - 397), 3- de vaticinatione et argumentatione (397 - 554), und 4- de methodo inveniendae et manifestandae veritatis (554 - 600). Ziel und Nutzen der ebenso kunstvollen wie ausführlichen Erörterungen lassen sich in drei Aussagen zusammenfassen, die gleich zu Anfang gemacht werden: "Homini necessarium est recte cogitare" (52) - der Mensch muß richtig denken (lernen); "ea est logica quae docet modum recte utendi ratione" (53) - es ist die Logik, die uns lehrt, die Vernunft richtig zu gebrauchen; und "commotione facta in cerebro sic mens cognoscit deum, se ipsam" (59) - indem man sein (so durch die Logik geleitetes) Gehirn anstrengt, erkennt man Gott und sich selbst. Der Anhang behandelt dann die Frage, ob die Logik eine Wissenschaft ist - eine rhetorische Frage natürlich, denn: "logica est scientia" (602) und nicht etwa nur ein reines methodisches Hilfsmittel oder Instrument. So wenig überraschend die Mitschrift inhaltlich und formal auf den ersten Blick ist, so stellt sich doch die Frage, ob Geoffroy seinen Schülern in seiner Vorlesung bestimmte intellektuelle Vorlieben oder Abneigungen vermittelte. Denn dass die Professoren in den Kollegien gewisse Freiheiten in der Darstellung des Stoffes hatten und bisweilen geradezu ein persönlicher Eklektizismus in der Lehre herrschte ist in der Forschung heute unbestritten (vergl. Brockliss, French Higher Education in the 16th and 17th Century, 1987). In einer 2005 publizierten Untersuchung von Alain Firode, in der der gesamte Philosophiekurs von Adrien Geoffroy auf seine ideologischen Wurzeln, auf die darin zum Ausdruck kommenden Überzeugungen, Einflüsse und Lehren, sowie auf seine theologischen, philosophischen und wissenschaftlichen Grundlagen untersucht wird, kommt der Autor zu folgendem Ergebnis: "Comme la majeure partie des manuels, le cours de Geoffroy ne constitute donc pas une oeuvre philosophique ou scientifique originale. Il s'agit … d'une construction composite où se croisent de facon plus ou moins cohérente théologie scolastique, philosophie et physique cartésiennes, philosophie malbranchienne et physique expérimentale" (S. 15). Firodes Interesse an Geoffroys Kurs ergab sich aus der Frage, welchen Unterricht D'Alembert während seiner Ausbildung auf dem Kolleg Mazarin (1733 - 1735) genossen hatte: "d'analyser le contenu de la formation recue par D'Alembert au collège Mazarin … et conduit … à s'interroger sur son apport éventuel dans l'itinéraire intellectuel du philosophe." (S. 1). D'Alemberts Lehrer war in diesen Jahren eben jener Adrien Geoffroy (oder Geffroy) von dessen 13 Jahre früher gehaltenem Kurs uns hier die Mitschrift vorliegt. Der große Aufklärer D'Alembert hat sich später über seinen Lehrer recht abfällig geäußert (vergl. Firode et Compère, Un extrait du cours de Geffroy, professeur de philosophie de d'Alembert, S. 2). Da die einzig nachweisbare gedruckte Arbeit von Geoffroy eine Cicero-Ausgabe von 1725 ist, wurde für Firode eine in der Bibliothek von Brive erhaltene Mitschrift des Philosophiekurses von 1731 - 1733 zur einzigen Quelle. Da D'Alembert das Kolleg vor dieser Zeit besuchte und Firode kein weiteres Manuskript zur Verfügung stand, konnte er lediglich "raisonnablement estimer qu'Adrien Geoffroy n'a pas significativement changé le contenu de son enseignement" (S. 2). Durch einen Vergleich zahlreicher Stellen, die sich auf unseren Teil des Kurses beziehen, läßt sich mit Sicherheit sagen, daß beide Mitschriften, die in der Bibliothek in Brive und die uns hier vorliegende, auf einen gemeinsamen Urtext von Geoffroy zurückgehen, den er seinen Schülern mehr oder weniger diktierte. (Anm.3 bei Firode entspricht dem Satz S. 8 unseres Ms; Anm. 4 ist identisch S. 45; Anm. 5 identisch S. 47; Anm. 8 identisch S. 17, Zeile 7; Anm. 25 identisch S. 61). Wer war nun dieser Jacques Adrien Geffroy ? Zunächst, wohl seit 1718, Lehrer am 1688 gegründeten Kolleg Mazarin. 1741 wurde er wegen seiner jansenistischen Neigungen entlassen. Nach einem Intermezzo als Katechist emigrierte er nach Holland, wo er 1752 starb; "un professeur, certes singulier dans ses options théologico-politiques, mais sans inventivité intellectuelle particulière", wie Firode und Compère bemerken, aber eben als Lehrer D'Alemberts für uns heute noch ausgesprochen interessant. - Von wenigen Tintenflecken abgesehen, sehr gut erhalten; S. 59 und 118 in der Zählung übersprungen, 2 S. nach 443 nicht gezählt. --- manuscripts [Philosophie philosophy Aufklärung enlightment Erkenntnistheorie] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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GUERIN - ARTHUR. Cours de Physique à Guerin-Arthur. Années 1865. Mit zahlreichen Illustrationen in Tusche versehene französische Handschrift in brauner Tinte auf liniertem Papier. Titelblatt, (1) weißes Bl., (181) S., (154) weiße S., Blattgröße 21,5 x 17,3 cm. Halbleinwand-Band der Zeit (Rückenbezug mit Fehlstellen). | |||
| Bestellnr. / order no. 2629 | EUR 800,00 |
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![]() Offensichtlich handelt es sich bei dem vorliegenden Manuskript um die Mitschrift eines Physikkurses. Es beginnt mit Kapiteln der Lektion 4 und endet mit Lektion 11. Diese Lektionen sind thematisch gegliedert und behandeln ausschließlich damals aktuelle Entwicklungen und Erfindungen. Die ersten Kapitel behandeln das Areometer, das Alkometer, die Montgolfiere und den Fallschirm; dabei wird jeweils das zugrundeliegende physikalische Prinzip erläutert, die Erfinder werden benannt ( Fahrenheit, Nicholson, Gay-Lusac, Baumé) und eine Zeichnung illustriert das Gesagte. Die folgende Lektion 'De la chaleur' behandelt die Ausdehnung von Körpern durch Wärmeeinwirkung; hier wird das Pendel von Graham und Leroy erklärt, aber auch die Konstruktion von Kaminen und die Funktion von Thermometern. Die sechste Lektion behandelt die drei Agregatzustände 'fest, flüssig und gasförmig'; die Elastizität der Dämpfe und die Versuche John Daltons (1766 - 1844). Als Beispiele praktischer Anwendung wird hier das Prinzip des Kühlschranks und der Dampfmaschine vorgestellt. Lektion sieben analysiert die Luftfeuchtigkeit und stellt das Hygrometer von Saussure vor (Bl. 34 ff.). Behandelt werden weiterhin Nebel und Regen, sowie ein Niederschlagsmesser (pluviomètre). Es folgt eine Tabelle mit der Aufzeichnung jährlicher Niederschläge in verschiedenen Städten und die Beschreibung der Entstehung von Schnee und Glatteis (Bl. 38 ff.). Die achte Lektion stellt die 'Pouvoir emissif' vor und analysiert Hitze, Kälte, Reflektion, Absorbtion und Leitfähigkeit. Praktisches Anwendungsgebiet ist hier die Bedeutung bestimmter Farben bei Bekleidungsstoffen. Die Lektion endet mit Ausführungen über Kondensation und Raureif. Die neunte Lektion widmet sich dem Magnetismus und erläutert den Kompass (Bl. 65 ff.). Die vorletzte und die letzte Lektion behandeln schließlich die Elektrizität - vorgestellt werden eine Elektrisiermaschine (Bl. 73), die Leydener Flasche und die Funktionsweise einer Batterie. Das letzte Kapitel beschreibt die atmosphärische Elektrizität, Blitze und den Blitzableiter (Bl. 87). Den Abschluß bildet die Darstellung der damals noch jungen Disziplin der Telegraphie (1835 hatte Morse nach längeren Versuchen einen für die allgemeine Telegraphie brauchbaren und entwicklungsfähigen elektromagnetischen Schreibtelegraphen hergestellt). Der Text ist durchgängig gut lesbar und mit seinen zahlreichen Illustrationen ein anschauliches Zeugnis neuzeitlicher wissenschaftlicher Wissensvermittlung : der technische Fortschritt vollzieht sich durch die anwendungsorientierte Erläuterung und das Verständnis von Versuchsanordnungen und den entsprechenden Ergebnissen. - Bl. 47 mit kl. Randausriß, die Kapitelüberschriften teilweise etwas durchschlagend, sonst nahezu ungebräunt und fleckenfrei. --- manuscripts [Physik Naturwissenschaften aviation] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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HANDFEUERWAFFEN - Französische Handschrift mit zahlreichen Illustrationen und Tabellen; in brauner Tinte auf Papier, zweispaltig, signiert M. Marical, Sous-Lieutenant au 3ième Bataillon de Chasseures à Pied, 1858. kalligraphisches Titelblatt, (175) Bl. mit über 60 Illustrationen im Text, (14) lithographierte Seiten, (33) ganzseitige Illustrationen, davon eine laviert, Halbleder-Band der Zeit mit goldgeprägtem Titel (Rücken sorgfältig hinterlegt, Kanten etwas berieben), 35,7 x 23 cm. Erste Ausgabe. | |||
| Bestellnr. / order no. 722 | EUR 2200,00 |
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![]() Die Handschrift betitelt 'École normale de Tir de Vincennes. Cours de l'année 1858' ist das Ergebnis einer einjährigen Spezialausbildung an der bedeutenden Regimentsschule von Vincennes (Ècole Normale de Tir), die der Sous-Lieutenant Marical absolvierte. Beigebunden ist der Handschrift das lithographierte, sehr detaillierte Programm der Ausbildung: 'Programme et Sommaires des Lecons de tir et de mécanisme des armes a feu portatives, profesé à l'Ecole Normale de tir de Vincennes, par M. E. Fevre', Paris, 1858. Der Kurs umfasste 36 Lektionen; jede Lektion ist am Ende von Marical datiert und signiert. Nach einer kurzen allgemeinen Einführung in die Waffenkunde und Nomenklatur des Gewehres, behandeln die ersten 7 Lektionen die Bestandteile eines Gewehres, auch im historischen Vergleich. Die Lektionen 8 bis 16 umfassen die theoretische Ballistik und die praktischen Voraussetzungen der Schussgenauigkeit. Mit Lektion 17 beginnt die Darstellung der Geschichte und Technik von Handfeuerwaffen mit gezogenem Lauf (armes rayées) und bis einschließlich Lektion 25 wird der Gebrauch der klein- und großkalibrigen "armes rayées" dargestellt. Die Kapitel 26 bis 29 geben einen Einblick in den Entwicklungsstand der Waffentechnik in den anderen europäischen Ländern. Bis Lektion 33 folgt die Darstellung der Munitions- und Waffenfabrikation; die restlichen Kapitel behandeln interne Organisationsabläufe etc. Zwei Gründe machen das Manuskript zu einem besonderen militärhistorischen Dokument: Erstens ergeben der Text und die zahlreichen, detaillierten Illustrationen eine wirklich umassende Darstellung des Gewehres, seiner Entwicklung, seiner Technik und seines Gebrauchs. Zum anderen ist es ein Dokument der militärischen Konkurenz Frankreichs, vor allem mit Preussen, das bereits 1841 das von Dreyse erfundene Zündnadelgewehr eingeführt hatte. Die ballistischen Leistungen der französischen Vorderlader "waren wenig verschieden von denen des Zündnadelgewehrs, dessen taktische Überlegenheit, vorzugsweise in der besseren Feuerbereitschaft und Feuergeschwindigkeit bestehend, sich auf den Schlachtfeldern von 1866 glänzend " erweisen sollte. (Meyers Grosses Konversationslexikon, 1905, Art. Handfeuerwaffen). - Innengelenk angebrochen, minimal gebräunt, von wenigen Tintenflecken abgesehen, sehr saubere, gefällige Schrift mit detailliert ausgeführten Abbildungen. --- manuscripts [Militärgeschichte Handfeuerwaffen Handguns] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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HORLOGERIE - Französische Handschrift in brauner Tinte auf Papier, undatiert (wohl frühes 20. Jahrhundert), Blattgröße 33 x 26 cm. Enthält : 1 - 'Chronographe'. 12 Seiten und 2 lose beiliegende, farbige Zeichnungen auf Büttenpapier. 2 - 'Cours de Rhabillage'. 43 S. 3- 'Echappement a ancre ligne droite'. 44 S. mit 7 Illustrationen im Text und 2 lose beiliegenden, farbigen Zeichnungen auf Büttenpapier. Drei Hefte in schöner neuer Leinenkassette. | |||
| Bestellnr. / order no. 5468 | EUR 500,00 |
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![]() Heft 1 'Chronographe' behandelt 'Fonctionnement du Chronographe' und 'Chronographe à pointage de Foucher'; die Tafeln zeigen den 'Chronographe ordinaire' und 'Chronographe à pointage de Foucher'. Heft 2 'Cours de Rhabillage' behandelt 'Du petit outillage nécessaire pour le nettoyage d'une montre', 'Préparation de la brosse pour la dorure', 'Du nettoyage d'une montre à cylindre', 'Ajustement du mouvement dans la boite', 'Montre à secret', 'Du cadran et des aiguilles', 'Remplacer le canon', 'De la minuterie', 'Ajustement de la chaussée', 'Du mouvement de la montre', etc. Heft 3 'Echappement a ancre ligne droite' enthält 'Description de l'échappement', 'Jeu de l'échappement', 'Fonctions du dard et du petit plateau', 'Conditions du meilleur contact', 'Du tirage', 'Du repos', 'Calcul des differentes parties de l'echappement', 'Largeur de la fourchette', 'Du contre-poids', 'Ancre Anglais' u.v.a.m. - Wenige Seitenränder angestaubt, sonst gut erhalten. --- manuscripts [Chronographe horlogerie Chronograph Uhrmacherkunst] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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HURRY, JOHN, clockmaker of Whittlesey. Manuscript notebook. Written in ink, pencil and watercolour on paper, containing musical notation, drawings of watch and clock mechanisms and charming watercolour sketches of maritime views, Whittlesey, 1825 - 1843. 96 leaves, early 19th century vellum (lower joint repaired, upper joint starting to split but sound), 18,5 x 11,3 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 556 | EUR 2600,00 |
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![]() An attractive early nineteenth century clockmaker's notebook with watercolour views of harbours and ships and sketches of mechanisms for clocks, various tools and lathes, a musical box, a magic lantern and other devices. The first pages (Folios 1v - 49) were used for musical notations for collects, psalms and hymns, including one secular tune, 'Waterloo Waltz', suggesting copying in the second decade of the 19th century; a terminal date is suggested by notes of accounts dated May 1842 - January 1843 on fo. 90, apperently added late in the book's use. The following pages and the inside back cover with numerous drawings of watch and clock etc. details and 13 full page watercolours showing harbours and ships, one showing an Arcadian landscape. The varied contents are in fact all linked by Hurry's interest in music and his professional activities as a clockmaker and painter. The music is good evidence of the kind of music used in a fenland parish church at the beginning of the nineteenth century and the watchmaker's drawings and notes, while not original from a technical point of view, show the level of competence of a local maker, and moreover illustrate a number of tools whose survival is rare. The watercolours are good examples of contemporary artistic ability. The notebook is reasonably ascribed to John Hurry junior of Whittlesey, as his name appears on the endpapers and two pages (fols 74v and 90). Hurry appears in published directories of 1830 (Pigot), 1865 (Kelly) at Whitmore Street, Whittlesey. In the 1851 census he is described as a master watch and clock maker, aged 54, born in Uppingham, Rutland (P.R.O. HO107/1765, fo.81b; thanks to Dr Philip Saunders of the Cambridge Archives Service). The watch and clockmaker drawings are indicative of a master whose breadth of activity and interests are wide. Clock pieces include a patent spring to a clock fly (fo. 49), pallets for a long case clock (fo. 48v), parts of striking works (fo. 49), an escapement (fo.60) and a "universal joint" for a turret clock (fo.65). There are many sketches of tools, including watchmaker's lathes (fo. 55, 78), a chuck (fo. 49v), a file for cutting teeth (fo.71) and other hand tools. There are also drawings of allied mechanical devices in which a watchmaker was likely to have a professional or leisure interest, as f. e. an apothecary's balance (fo. 51), a camera obscura (fo. 59v), a projector (fo. 60v), musical boxes (fos 88v, 90v), a windmill and grin (fo. 59), a pocket sundial (fo. 68) and a balloon (fo. 72). There are also domestic items, including a kettle with pouring apparatus (fo. 54), a spit (fo. 61v), a potter's wheel (fo. 88), bottlejacks (fo. 85v), pulleys and lamps (fos 87, 89). Other drawings corroborate the musical interest, including drawings of a violin body (fo. 51v, fo. 93), and a musical stand; some pages with lettering excercises etc. The watercolour sketches of harbours and ships (four of them are labelled : Portsmouth, Cadiz, Blackstairs and Rotterdam, the others, of vessels at sea, are not), have been done for personal amusement or as patterns for pictures for sale, bearing in mind that Hurry advertises himself as a "painter" (fo. 74v). --- manuscripts [Uhrmacher Maschinen Mechanik Spieluhren clockmaker muscical box magic lantern Musik watercolour harbour] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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INSTITUTIONES PHILOSOPHICAE. Manuskript in lateinischer Sprache, braune Tinte auf Papier, datiert 1774. Vorsatz mit zeitgenössischem Besitzvermerk, Titelblatt fehlt, 432 S., (7) weiße Bl., Blattgröße 21,5 x 16,5 cm; Schriftspiegel ca. 19,5 x 13,5 cm. Brauner Lederband der Zeit, Rücken auf fünf flachen Bünden, mit rotem, goldgepr. Rückenschild 'Logica' und reicher Rückenvergoldung, dreiseitiger Rotschnitt (ein zweites Rückenschild fehlt, Einband mit kl. Abriebstellen). | |||
| Bestellnr. / order no. 937 | EUR 350,00 |
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![]() Entsprechend der gleich eingangs formulierten Feststellung, daß die Philosophie, trotz ihrer teilweise unsicheren und nicht beweisbaren Inhalte, eine Wissenschaft ist, behandelt die Handschrift zunächst die verwendeten Termini, dann die 'propositiones', die Frage 'Was ist Wissenschaft ?', die Qualität der Logik, Ideen und Intellekt, 'De Universalibus' - Möglichkeiten und Methoden der Erkenntnis des göttlichen Universums, Natur und Metaphysik und zum Schluß Vernunftschlüsse, d. h. Syllogismen und deren Form, Anwendung und Beispiele. Damit ist das Manuskript ein anschauliches Beispiel für die klassische, vormoderne Philosophie, wie sie noch Ende des 18. Jahrhunderts betrieben wurde. - Vorsätze etwas leimschattig. --- manuscripts [Philosophie philosophy Wissenschaftstheorie Logik] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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JACQMIN, FRANCOIS PROSPER : 'Croquis architecture' (Rückentitel). Französische Handschrift in brauner Tinte und Bleistift auf festem Zeichenpapier, die meisten Blätter mit dem Trockenstempel der 'Ecole Polytechnique', dieser mit der Unterschrift Jacqmins oder des Lehrers und der geprägten Jahreszahl 1840 - 41, wenige Blätter mit der Jahreszahl 1859 (sic !) - 1840. Beidseitig beschrieben, im Text, teils auch ganzseitig, überaus zahlreiche Zeichnungen, die architektonische Details, Fassadenansichten und Grundrisse zeigen. 28 nummerierte Blatt (Blatt 17 übersprungen), ein nicht gezähltes, ausfaltbares Blatt, 1 Blatt mit Skizzen und Text lose eingelegt. Blattgröße 34,5 x 26 cm. Halbleder-Band der Zeit mit handschriftlichem Rückenschild (vorderes Gelenk oben und unten angeplatzt, Rücken und Kanten etwas berieben), Folio. | |||
| Bestellnr. / order no. 370 | EUR 900,00 |
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![]() Die im Rahmen seiner Ausbildung an der Ecole Polytechnique entstandenen Skizzen zeigen verschiedene Arten von Mauerwerksverband, Kapitellkonstruktionen, Baluster, Holzkonstruktionen von Giebeln, Toren, Zäunen und Türen, Portalvorbauten, Treppen, Säle, Hofanlagen, Leuchttürme und vieles andere mehr. F. P. Jacqmin (1820-1889), "également identifié avec le prénom Frédéric" (vergl. : daf.archivesdefrance.culture.gouv.fr), war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein bedeutender Ingenieur und Autor im Bereich des Eisenbahn- und Tunnelbaus. "Ancien élève de l'Ecole polytechnique (promotion 1839), et de l'Ecole des Ponts et chaussées. Corps des ponts et chaussées. Il était le cousin de Pierre-Jules CALLON dont il a écrit une biographie détaillée. Père de François Albert JACQMIN (1847-1902). En 1844, il est nommé ingénieur ordinaire des ponts et chaussées à la Compagnie des chemins de fer de Paris à Lyon. Il s'occupe de cette ligne jusqu'en 1855, puis de celle de Lyon à Genève (1855-1859) et de celle de Lausanne à Fribourg et Berne (1859) avant de passer à la Compagnie de l'Est où il devient directeur de l'exploitation. On lui doit de nombreux ponts, des viaducs dont celui de Fribourg sur la Sarine (80m de haut), des tunnels en France et en Suisse, les gares de Dijon, Chalon, Lyon-Vaisse, Lyon-Perrache, Lyon-Brotteaux, Ambérieu, Culoz, Genève. En 1870, il organise avec succès les transports de troupes vers la frontière de Lorraine. En 1872, il est nommé directeur de la Compagnie de l'Est qui disposait alors de 3075 km de voies sur lesquelles circulaient plus de 800 trains par jour (le parc comprenait 900 machines et 25000 voitures ou wagons). En 1864, il professe le cours d'exploitation des chemins de fer à l'École des ponts et chaussées. Il a écrit: 'De l'exploitation des chemin de fer' (1868) ; 'Des machines à vapeur' (1870) ; 'Les chemins de fer pendant la guerre de 1870-1871' (1872) ; 'Les chemins de fer de l'État' dans la 'Revue des deux mondes' (1878). En 1874, il devenait commandeur de la Légion d'honneur." (Quelle: www.annales.org/archives/x/jacqmin.html). Interessantes und wohlerhaltenes Dokument zur Architekturausbildung in der Mitte des 19. Jahrhunderts. --- manuscripts [architecture drawing Architekturausbildung Architekturzeichnung Polytechnique Architekturgeschichte] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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LAMPEN - 24 farbige Kartons mit dekorativ und akurat ausgeführten, aquarellierten Original-Entwürfen für 30 Decken- und 2 Wandlampen, ausgeführt im Maßstab 1:5, undatiert, wohl um 1950 entstanden. Kartongrößen zwischen 25 x 20 und 30,5 x 21,5 cm. In einer schönen, neueren Kassette. | |||
| Bestellnr. / order no. 383 | EUR 770,00 |
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![]() Die Entwürfe sind nummeriert und auf der Rückseite finden sich, teilweise auf kleinen Etiketten, die Preise in DM. Drei der Entwürfe mit dem Namensstempel 'Gärtner'. --- manuscripts [Entwurf Lampen Design] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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LECOURTOIS, JOAN. RAYM. : 'Philosophia Compendium. Hanc Ego Infra Scriptus Loam D. D. G. Aubert in Colleg. Artium Professoris Accepi. Anno D. 1716. Ioannes Ray; Le Courtois.' So lautet der Eintrag auf dem Titelblatt der in lateinischer Sprache verfassten Handschrift, geschrieben in brauner Tinte auf Papier, mit zahlreichen kalligraphischen Überschriften und Zwischenüberschriften, sowie einer farbigen Textillustration, Blattgröße 18,2 x 14,8 cm. Farbig illustriertes Titelblatt, 18 und 182 S., zweites farbig illustriertes Titelblatt, 142 S., farbiger Zwischentitel ohne Text, 212 S., Pergament-Band der Zeit (Einband etwas fleckig, Kapital mit kl. Einrissen), 8vo. | |||
| Bestellnr. / order no. 255 | EUR 1200,00 |
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![]() Die vorliegende, umfangreiche Vorlesungsmitschrift besteht aus vier Teilen : 'Philosophia'; 'Ethica sive Moralis'; 'Scientia Generalis seu Metaphisica' und 'Scientia Generalis de Modo'. Der erste Teil beginnt mit einer allgemeinen Einführung in die Methoden der Philosophie, dem folgt eine Abhandlung über die Inhalte der Philosophie ('De Philosophiae Nominae', 'De Natura Philosophia', 'De Causis Philosophiae', 'De Divisione Philosophiae', 'Logica'; 'Logica de Idea', 'De Natura Ideae'; 'De Origine Ideae', 'De Divisione Ideae'; 'De Veritate Ideae'; 'An idea Possit Esse Falsa'; 'De Regulis Ideae'; 'De Numero Universalium'; 'De Cathegoriis'; 'An Deus Ponatur In Cathegoria'; 'Logicae De judicio'; 'De Propositione'; 'De Ratiocinatione' (!) ). Der zweite Teil über Moralphilosophie beginnt mit einer Definition dessen, was Ethik ist, behandelt dann die verschiedenen Arten der Ethik um in die Erörterung der höchsten Ziele der Ethik überzuleiten. Es folgt die ausführliche Abhandlung über das Problem der Willensfreiheit, dann schließlich das Thema 'Ethik und Gesetz'. Der dritte Teil behandelt die Metaphysik, d.h. die Natur der Prinzipien, Axiome und Gründe, die Natur der Dinge, die Verbindung von Körper und Geist etc. Der vierte und letzte Teil 'De Modo' weicht inhaltlich durchaus vom klassischen Kanon vergleichbarer Vorlesungsmitschriften ab und behandelt die 'Definitio modi', 'De Figura', 'De Quiete' und schließlich ausführlich 'De Motu'. Erwähnt werden hier u.a. die Autoren Gally, Gallius oder Callius (S. 125, 130, 143, 163 jeweils mit verschiedenen Schreibweisen), Cartesius (S. 132), Aristoteles (S. 141), Durandus, Albertus Magnus, Thomas und Duns Scotus (S. 144), Berner und Gassendi (S. 161). Die hübsche Illustration zeigt die Bewegung von Teilchen in Flüssigkeiten und in der Luft. - Von einigen kl. Tintenwischern abgesehen kaum fleckig und ungebräunt. --- manuscripts [Philosophie Logik Wissenschaftsgeschichte Erkenntnistheorie] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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LIQUEUR - Rezeptbuch in französischer Sprache, geschrieben von verschiedener Hand, undatiert (ca. 1780 bis 1810), in schwarzer und brauner Tinte auf Papier, Blattgröße 18,7 x 13 cm. (28) größtenteils beidseitig beschriebene Blätter, (75) weiße Bl., (1) beschriebene S., brauner Lederband der Zeit mit floraler Rückenvergoldung und goldgeprägtem Rückenschild 'Le Ciel Ouvert' (!), marmorierte Vorsätze, dreiseitiger Rotschnitt (Rücken und Ecken mit Fehlstellen, Gelenke angeplatzt). | |||
| Bestellnr. / order no. 2227 | EUR 800,00 |
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![]() Die Sammlung enthält etwas über 50 Rezepte, die insbesondere die Herstellung von Liqueuren und Fruchtweinen betreffen; daneben finden sich aber auch einige Anweisungen zur Herstellung von Essig, Kompott "Recette pour faire d'excellente pâte d'abricot", englischer Schuhcreme, Firnis oder Seifenessenz. In der Handschrift werden für Gewürzweine der Begriff 'Hypocras' und für Liqueur 'Ratafia' verwendet : "Hypocras (hippocras) était tenu en haute éstime, car on regardait alors comme un merveille d'avoir réuni la force du vin, la douceur du miel et le parfum des aromates" (Nouveau Larousse illustré). Ratafia (ratafiat) est "un liqueur de ménage, preparé en faisant macérer pendant un nombre de jours variables des substances aromatiques dans de l'alcool ou de la bonne eau-de-vie, que l'on décante ensuite après avoir ajouté de 200 à 250 gr. De sucre par litre" (a.a.O.) Die hier enthaltenen Rezepte geben sowohl die Mengen der benötigten Zutaten, als auch den Herstellungsprozess an; es finden sich allein vier Rezepte für Eau de Cologne, zwei für Eau-de-vie d'andaye etc. Beeindruckend ist die teilweise durchaus gewagte Kombination, wie etwa eine Mischung aus "crème de framboise" und "eau de coryandre" für den erwähnten Andaye-Schnaps. So gibt die vorliegende Sammlung einen spannenden Einblick in Küche, Keller und Garten in der Zeit zwischen ancien régime und Napoleon, in der es üblich war, daß fast jeder Haushalt auf dem Lande seine Gewürzweine oder Liqueurmischungen produzierte. - Die weißen Bl. stellenweise etwas stockfleckig, wohlerhaltenes Exemplar eines typischen Gebrauchsbuches. --- manuscripts [Rezeptbuch Alkohol Wein Likör] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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LOUDIEV, D. D. : 'Logica' et 'Philosophia moralis'. Mitschrift einer von D. D. Loudiev ("Licentiatio theologo Socio Sorbonnico necnon Philosophiae professore celeberrimo in Collegio Sorbonae Plessaeo") in den Jahren 1722 und 1723 in Paris gehaltenen Vorlesung; aufgezeichnet von Joanne Baptist Castel ("Clerico Petrogovensi in eodem collegio"). Manuskript in brauner Tinte auf Papier, sehr gleichmäßiges und feines Schriftbild, Blattgröße 22,7 x 15,5 cm, Schriftspiegel ca. 18,5 x 13 cm. (2) weiße Bl., gest. Frontispiz mit handschriftlich eingetragener Titel- und Verfasserangabe, 434, (1) S. (die Seiten 9 - 10, 97 - 100 und 252 sind unbeschrieben), mit sechs beigebundenen Kupfern, Lederband der Zeit auf fünf unechten Bünden, mit rotem goldgeprägtem Rückenschild, reicher Rückenvergoldung und marmorierten Vorsätzen (Kanten stellenweise berieben). | |||
| Bestellnr. / order no. 75 | EUR 2000,00 |
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![]() Die Kupfer (das erste zeigt den 'Arbor Porphyriana', das zweite den 'Arbor Purchotiana', das dritte eine Allegorie der Logik, das vierte die 'Dispositio Syllogisimi', das fünfte ein Schema der 'Regulae Syllogismorum' und das sechste eine Allegorie der Moral) konnten von wohlhabenderen Studenten zur Verschönerung ihrer Mitschriften erworben werden; im vorliegenden Falle "chez Vallet, Graveur du Roy". Das Manuskript beginnt mit einer allgemeinen und speziellen Einleitung in die Philosophie. Im allgemeinen Teil ("Compendium philosophiae") wird das Ziel aller Philosophie, als Suche nach der Wahrheit bestimmt und dabei unter anderem auch nach ihren metaphysischen Grundlagen gefragt, das heißt nach dem Wesen und dem Stellenwert Gottes (S. 18 - 22). Daran anschließend werden zentrale Themen der Philosophie vorgestellt (Logik, Sprache, Ideen, Qualität und Quantität, Urteile, Diskurse, Methoden, Kategorien etc. S. 23 - 62). Danach wird in der speziellen Einführung ("Philosophia praefatio") (S. 63 -94) das Verhältnis von Erkenntnis und Wahrheit behandelt. Es folgt der "Prima pars philosophiae", das heißt die Abhandlung der Logik: "An logica sit ars ?" Ja: "Conclusio: logica est ars" (S. 102). In dieser Überzeugung werden die Inhalte und Regeln der Logik in ihrer ganzen kunstvollen, scholastischen Differenziertheit ausführlich behandelt: De proprietatibus logicae (S. 112), De specibus logicae (S. 115), weiter über die Funktion des Verstandes bei der Suche nach Wahrheit (S. 116), über das Verhältnis von Ideen und Logik (S. 118), das Verhältnis von Form und Inhalt der Ideen (S. 127), Substanz (S. 160), Axiome (S. 186) und schließlich zum Syllogismus. Dieser erste Teil ist durch einen Index erschlossen und wurde am 19. März 1723 abgeschlossen. Im zweiten Teil ("Philosophia moralis") wird - entsprechend dem traditionellen Curriculum - die Ethik behandelt; beginnend mit allgemeinen Reflexionen über menschliches Handeln (S. 245), werden betrachtet die Glückseligkeit (S. 247), Tugend (S. 249), das Gute (S. 261), das moralische Einsichtsvermögen (S. 297), Grade der Freiheit (S. 300) und Recht und Gesetz (S. 365). Dem folgt die Lehre der Pflichten, gegenüber Gott (S. 418), sich selbst (S. 419), den anderen (S. 420), der Familie (S. 422), Pflichten der Priester (S. 426), des Adels (S. 428), sowie schließlich der Verwaltung und Gerichte. Dieser zweite Teil ist ebenfalls durch einen Index erschlossen und wurde am 3. Juli 1723 beendet. Mit den beiden in ihr enthaltenen Teilen, der Logik und der Ethik, mit ihrer gleichmäßigen und unprätentiösen Schrift und den verzierenden Kupfern ist die vorliegende Handschrift ein schönes Dokument der Ausbildung an einer der berühmtesten Hochschulen des damaligen Europa. Im 13. Jahrhundert gegründet, war die Sorbonne im Mittelalter die nahezu unangefochtene Autorität in theologischen und kirchenrechtlichen Fragen und noch während des Ancien Régime bis zur ihrer Schließung im Jahre 1792 der geistige Mittelpunkt Frankreichs. - Sehr wohlerhalten, nur eine Seite mit kl. Eckausriß, Innendeckel mit kleinem Kaufvermerk des Abbé de Royere aus dem Jahre 1743. --- manuscripts [Wissenschaftsgeschichte Naturwissenschaften Wissenschaftstheorie Theoriegeschichte Philosophie] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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MENNEKENS, ARNOLD : Dictata Physicalia Magis principalia Sub doctissimo domino Arnoldo Mennekens dulreno, S.T.B.F., et Celeberrimi Paedagogii Porcensis Professore Primario. Scribebat Cornelius a Wyckersloot. Ultrajectinus. Anno 1653, Lovanii. Und : NICOLAS DU BOIS : Dictata Physicalia Minus Principalia Sub Doctissimo Domino Nicolas du Bois J.V.L. Nec Non Celeberrimi Paedagogii Porcensis Professore secundario. Scribebat anno 1653 Cornelius Wyckersloot. Ultrajectinus. Illustriertes Manuskript in lateinischer Sprache, braune Tinte auf Papier, sehr saubere, gleichmäßige Handschrift, datiert Louvain, 1653. (4) weiße Bl., 2 Titelblätter, (249) Bl. mit zahlreichen, teils ganzseitigen Tuschfederzeichnungen, (3) weiße Bl.; Titelblatt, 1 Kupfer, (116) Bl. mit zahlreichen, teils ganzseitigen Illustrationen, (6) weiße Bl., Blattgröße 19,9 x 15 cm. Blindgeprägter Pergamentband der Zeit (Rücken und Schließbänder erneuert). | |||
| Bestellnr. / order no. 2583 | EUR 7000,00 |
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![]() Die beiden hier vorliegenden Manuskripte sind Aristoteles-Kommentare : zu seiner Physik, den fünf Büchern der Metaphysik und den drei Büchern 'De anima' im ersten Band. Der zweite Band beginnt mit dem 'Tractatus in spheram', es folgen 'De Caelo', 'De Generatione et Corruptione', die 'Libri Meteorum' und schließlich der Kommentar 'In Metalla et Fossilia'. Sie sind darüberhinaus ebenso seltene, wie beeindruckende Zeugnisse für eine Besonderheit des akademischen Unterrichts in Leuven, der darin bestand, daß etwa ein Cornelius van Wijckersloot seine Kurse bei den Professoren Mennekens und Du Bois nicht einfach mehr oder weniger ordentlich mitnotierte. "Ces cours constituent les résultats de l'activité pédagogique des membres de l'institution, professeurs aussi bien qu'étudiants. Dès les premiers cours du xve siècle, les étudiants doivent veiller eux-mêmes à transcrire les textes qui interviennent dans les cours et les exercices. En les recopiant, l'étudiant tente de faire coïncider la fin des différents sous-ensembles avec la fin d'un cahier. Il advient toutefois un blanc qu'il remplit alors d'un dessin. Ainsi, se prend l'habitude d'introduire dans les manuels des images qui n'ont pas nécessairement de rapport, ni logique ni de sens, avec la matière textuelle, elles figurent là sans plus, sans autre fonction que celle de l'illustration. Le cours de l'étudiant C. Van Wijckersloot, immatriculé en 1653, s'avère exemplaire à cet égard. De nombreux dessins réalisés à la plume, n'ayant pas de rapport avec la matière enseignée, parsèment ses notes de cours manuscrites et permettent, au fil des pages, de repérer un bateau à voile, une chasse à courre, des personnages grotesques jouant du tambour. Au début du XVIIe siècle, apparaît, concurrente de l'image chirographique, la gravure, parente de la typographie. Les étudiants l'achètent chez le libraire-imprimeur et l'insèrent dans leurs manuels, ici encore sans nécessairement prendre en compte une concordance avec le contenu textuel. .... Ces cours sont l'œuvre d'étudiants. On imagine ceux-ci, assis dans leur chambrée, à la lumière d'une bougie peut-être, peinant à recopier les textes, en latin, que les professeurs enseignaient sous forme de dictée ou de commentaires." (vergl. 'Collection de cours manuscrits de l'Université de Louvain 1425-1797. Catalogue analytique'). Unser Manuskript ist also ein Pendant zum Logik-Kurs van Wijckersloots, den das Universitätsarchiv in Leuven besitzt. "La collection de 152 cours des I7e et 18e siècles s'est constituée progressivement à partir des années 1940, les incendies d'août 1914 et de mai 1940 ayant détruit les collections antérieures. Elle bénéficia de la générosité de mécènes qui possédaient dans leur bibliothèque tel ou tel manuscrit de cours, patiemment copié par l'un de leurs ancêtres, étudiant à l'université de Louvain. Aujourd'hui, c'est dans les catalogues de libraires et dans les ventes publiques qu'il faut chercher ces précieux témoignages sur l'enseignement et la vie quotidienne de la cité universitaire. La collection conservée à l'UCL est d'une grande valeur et peu d'universités peuvent s'enorgueillir d'en posséder une aussi vaste. La plupart du temps, les cours d'ancien régime sont mêlés aux collections de manuscrits divers". (a.a.O.) (Zur zweimaligen Zerstörung der Löwener Bibliothek durch deutsche Truppen vergleiche ausführlich Schivelbusch, Die Bibliothek von Löwen, 1988. Auf Seite 73 dieser Arbeit findet sich die von dem Löwener Professor Bayot zusammengestellte Liste der im August 1914 zerstörten Handschriften unter denen 27 Vorlesungsmanuskripte von Löwener Professoren waren). Kollation : Band 1 : Doppeltes weißes Vorsatzblatt, (2) weiße Bl., gest. Titelblatt (Pet. Rucholle fec.) mit handschriftlich eingefügtem Text, 5 weitere gest. Titelblätter mit handschriftl. eingefügtem Text und Zeichnungen, 13 ganzseitige kalligraphische Titelblätter mit reicher figürlicher Staffage, 6 kalligraphisch gestaltete, mit Figuren verzierte Überschriften und Buchstaben, 2 ganzseitige Zeichnungen mit Personen in Landschaften, 6 kleine Illustrationen im Text und ein ganzseitig gezeichnetes Wappen. Band 2 : 1 Kupferstich, 3 gest. Titelblätter mit handschriftl. eingefügtem Text und Zeichnungen, 4 ganzseitige kalligraphische Titelblätter mit reicher figürlicher Staffage, 1 kalligraphisch gestaltete, mit Figuren verzierte Überschrifte, 3 ganzseitige Zeichnungen mit Personen in Landschaften, 1 kleine Illustrationen im Text und eine ganzseitige Schlußzeichnung. Die Bl. 128 bis 131, 217 und 255 bis 257 sind unbeschrieben. - Die Bl. 56 und 71 mit kl. Randausriss, sonst von hervorragender Erhaltung. --- manuscripts [Philosophie Aristoteles Leuven] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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MILITÄRWISSENSCHAFTEN - Anonyme französische Handschrift des frühen 19. Jahrhunderts in brauner Tinte auf Papier, einspaltig, zu 25 bis 28 Zeilen. (148) S. (davon 30 S. weiß), mit 3 ganzseitigen Tabellen, 7 mitgezählten ganzseitigen, teils farbig aquarellierten Illustrationen und 13 ebenfalls teils farbig aquarellierten llustrationen im Text, Halbpergament-Band der Zeit mit grün eingefärbtem Rücken und grünen Ecken (Deckenbezüge erneuert, Rücken mit kl. Einrissen), 17,5 x 21,5 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 503 | EUR 1200,00 |
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![]() Der Text stammt bis auf einige spätere, hinzugefügte Kommentare, von einer Hand und beginnt auf den ersten 52 Seiten mit der Abhandlung von graphischen Darstellungstechniken der im Rahmen militarischer Aufklärung gewonnenen Informationen; 3 ganzseitige Abbildungen geben dazu detaillierte Beispiele. Es folgen 11 Seiten mit Hinweisen über Vorbereitungsmaßnahmen zum Krieg und weitere 18 Seiten mit zahlreichen kommentierten Detailzeichnungen von Verteidigungsanlagen. Nach 2 leeren Seiten behandeln die nächsten 7 Seiten Techniken der unterirdischen Kriegsführung und 14 Seiten die Aufstellung von Truppenteilen zur Verteidigung von Häusern, Höfen und Dörfern etc. 2 Seiten sind der Verwendung von Raketen gewidmet; nach 3 weißen Bl. folgen eine topographische Karte und 3 Seiten mit einer Auflistung von Fragen an Desserteure und Kriegsgefangene; danach 8 weiße Seiten. Einem ganzseitigen Plan der Schlacht von Kulm 1813 folgt die 5-seitige Darstellung und Interpretation der Schlacht, nach 10 weiteren leeren Seiten endet die Handschrift mit der Aufzählung der Heeresleitung von 1810. Offensichtlich stammt die Handschrift von einem in den napoleonischen Kriegen geschulten Offizier und ihre auf Detailreichtum und ingenieurwissenschaftlicher Durchdringung beruhende Qualität legt die Vermutung nahe, daß sie im Zusammenhang mit einer Vorlesungstätigkeit an der von Napoleon initiierten Ecole Polytechnique und ihrer neuen technischen Rationalität entstanden sein könnte. - Vorderer Innenfalz verstärkt, Innendeckel mit alten, sauberen Notizen, abgesehen von den letzten leeren Seiten, nahezu ungebräunt und fleckenfrei. --- manuscripts [Militärgeschichte Militärwissenschaften Befreiungskriege] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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MODERNISM IN FASHION - Französische Modeentwürfe der 20er Jahre; weit über 200 Originalzeichnungen in Tinte, größtenteils farbig aquarelliert, auf Transparentpapier, dieses beidseitig montiert auf Zeichenpapier, die Mehrzahl der Zeichnungen mit handschriftlichen Erläuterungen insbesondere bezüglich der verwendeten Stoffe und Farben, aber auch vielfach mit Angabe der Preise in FF, Blattgröße ca. 22 x 24,5 cm. Komplette Folge auf 204 S., größtenteils numeriert, aber in der Nummerierung teils springend und mit Doppelzählungen. In einer dekorativen neuen Kasssette in Folio. | |||
| Bestellnr. / order no. 5480 | EUR 2800,00 |
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![]() Die Entwürfe zeigen aufwendige, sehr elegante Tagesgarderobe aus crêpe de chine und Seide, teils mit Spitzenbesatz und Pelz. Beeindruckend ist der konsequent "moderne" Stil mit sehr geraden Schnitten und nahezu durchgängig nur knielang, getragen von fast jungenhaften Damen mit Kurzhaarfrisur. Die Preise für die gezeigten Kreationen liegen zwischen 750 und 8500 FF - angesichts der gezeigten Vielfalt der Entwürfe für eine Saison liegt die Vermutung nahe, dass es sich hier um das Angebot eines der großen (Pariser ?) Modesalons handelt. Zustand : Gegen Ende schlägt der Kleber teilweise unschön durch das Transparentpapier durch, einzelne Bl. sind etwas gebräunt und faltig; einige Bl. sind am Rand beschnitten, dadurch bei wenigen handschriftlichen Erläuterungen etwas Buchstabenverlust. --- manuscripts [mode fashion Modezeichnung drawings Modedesign Paris] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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NICHOLSON, CAPTAIN H. B. (?) : Handschriftlicher Bericht einer fast sechsmonatigen Reise nach und in Neuseeland. Der erste Eintrag ist datiert 14. Oktober 1897 (London), der letzte 1. April 1898 (Plymouth). Gut lesbare, gleichmäßige Schrift in blauer Tinte auf Papier, mit einigen eingeklebten, gedruckten Informationen (2 Bilder der Schiffe, Passagierlisten, Entfernungstabellen, Zeitungsausschnitte, die die Reisen betreffen und 2 Karten). 117 beschriebene Seiten, 12 Seiten mit eingeklebten Bildern und Listen, lose beiliegende Zeitungsartikel, zahlreiche unbeschriebene Seiten, die letzten 6 Blätter mit kl. Notizen und Berechnungen. Dunkelgrüner Leder-Band der Zeit mit marmorierten Vorsätzen und passend marmoriertem Schnitt (Kanten minimal berieben), 17,7 x 11,2 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 2525 | EUR 1300,00 |
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![]() Der als Tagebuch verfasste Bericht beginnt mit dem Eintrag "Thursday Oct. 14th. 1897. New Zealand party, i.e. E.M.N., I.W.N., H.B.N., Miss C. Weeks left Fenchurch St. at 12.40 for Albert Dock. Numerous relatives assembled to 'see off' ... this distinguished party" (S. 1). In der eingeklebten Passagierliste finden wir unter 'First Saloon' die ganzen Namen der Teilnehmer dieser kleinen Reisegesellschaft: Miss E. M. Nicholson, Miss I. W. Nicholson und Captain H. B. Nicholson, der, da er im Text im Unterschied zu den Damen nicht mehr erwähnt wird, offensichtlich der Autor des Tagebuches ist. Auf den ersten Blättern hat der Schreiber ein gedrucktes Bild und die genannte Passagierliste des Schiffes eingeklebt, auf dem er die nächsten sechs Wochen verbrachte: "The RMS Kaikoura was a three masted barque-rigged clipper-bowed ship of 4474 tons. Built in 1884 by John Elder & Co., for the New Zealand Shipping Company (Vergl. 'Ships with New Zealand Associations', Vol 3, S. 101). Ebenfalls eingeklebt ist die vorgedruckte, sorgfältig von Hand ausgefüllte Tabelle der sechswöchigen Schiffsreise, mit Angaben über die täglich zurückgelegten Distanzen, Längen- und Breitengrade und Windverhältnisse. Die Reise führte über Teneriffa ("A deficient of one 2nd class passenger, who has jumped overboard during night", S. 5), Kapstadt, Hobart (Australien) nach Wellington (Neuseeland). Beschrieben werden sowohl die unangenehmen Seiten einer langen Seereise ("uncomfortable nights, hot, sleep impossible"), als auch das gut organisierte gesellschaftliche Leben ("funny dress ball", "fine high tea", "sat in captains cabine", "cocoa and sandwiches" etc.). Nach der Ankunft am 3. Dezember bleibt man bis zum 7. in Wellington, macht Besuche, trifft sich zum Lunch, erledigt Bankgeschäfte etc., dann geht es weiter mit der "Penguin" nach Picton und Nelson ("rather like w. coast of Scottland", S. 21), dort Ausflüge ins Maitai Valley ("charming scenery", S. 24). Am 15. Dezember Abreise nach Foxhill, am 16. beginnt die 120 Meilen lange Reise mit der Kutsche nach Westport, die in 2 Tagen bewältigt wird. Am 22., nach einigen "muggy misty Westportian days" (S. 35) Besichtigung der "Coal Mine" mit dem "general manager". Über Reefton nach Kumara ("to look at gold mining operations", S. 39); nach einer kurzen Beschreibung der technischen Besonderheiten des Abbaues, betrachtet der distinguierte Engländer sein soziales Umfeld: "The society in our hotel is rather amusing. Several of those at meals are of the miner type, with no collars or ties and not overclean flannel shirts" (S.40). Auch die Auswirkungen des "gold mining" auf die Natur werden anschaulich geschildert ("Across the river we drove for a good 3 miles along mining claims ... The appearance of the Valley is of course quite spoilt", S. 40), ebenso die Auswirkung der Natur auf die Reisenden ("We were sadly annoyed by sandflees which were very busy with us.", S. 41). Am 25. 12. vermerkt das Tagebuch: "Our first xmas in N.Z. ... The bar did a good business all day and most of the night" (S. 41f). Über Otira geht die Reise weiter zum Arthur's Pass und über Castle Hill ("it was very cold, ... so we were glad, to find a wood fire in Mrs. Clondesley's well appointed inn" (S. 48) nach Christchurch ("it seems a clean town with some very good shops" (S. 49). Nach den Strapazen der langen Kutschfahrten entscheidet sich die Reisegruppe nach Dunedin mit dem Dampfer 'S.S. Waikare' zu fahren, dessen Bild und Passagierliste sich am Ende des Berichts finden. "The Waikare is almost brand new and very well fitted up" (S. 50); bemerkenswert sind auch die "particularly smart-looking stewarts" (S. 51). Dunedin beeindruckt die Reisenden schon auf den ersten Blick ("striking"), man trifft Bekannte aus England und verbringt den Neujahrstag in der Stadt ("very hot and stuffy"). Am 3. Januar geht es wieder landeinwärts nach Queenstown, wo man nach einer zwölfstündigen Fahrt endlich ankommt, die traumhafte Landschaft bewundert ("well worth looking at all day", S. 54), man paddelt über den See, benutzt die Dunkelkammer beim Photographen und bemerkt angesichts der "sandflies": "we can never be really happy on this earth" (S. 56). Glenorchy ist die nächste Station, wiederum wird eine "mining station" besichtigt (S. 64), die Damen geben sich dem "mountaineering" hin; der Aufenthalt hier ist erstaunlich lang, vom 11. bis zum 18. Januar. Über Invercargill geht die Reise wiederum mit der 'Waikare' nach Cuttle Cove und Wet Jacket Arm (im heutigen Fiordland National Park gelegen), nach George Sound und weiter nördlich nach Milford Sound ("the entrance of the Sound is said to be the grandest sight in N.Z." , S. 77). Das Schiff bringt die Reisenden zurück nach Port Chalmers, von dort brechen sie nach Dunedin auf. Gottesdienst- und museumsbesuche, Einkäufe, Verabredungen, wie etwa mit dem Manager der Westport Coal Company stehen auf dem Programm. Bei der Abreise besteht der Gepäckträger darauf den Abreisenden die Hände zu schütteln; die Engländer sind 'amused' und halten fest: "indeed, we have made many friends in Dunedin" (S. 88). Etwas später geht man nach dem Dinner an Deck, betrachtet den Sonnenuntergang und wagt ein erstes Fazit der Reise: "we came to the conclusion, that doing business in calm N.Z. .. is by no means unpleasant" (S. 89). Am 10. Februar bezieht die kleine Reisegesellschaft ihr Hotel in Wellington und am 17. Februar schifft man sich für die Heimreise auf der R.M.S. Tongariro ein, die über Kap Horn, Monte Video und Teneriffa nach Plymouth fährt. Am 1. April "at 12.30 p.m. we, with joyful minds and .. hearts set foot again in Merry England, after we had spent ... six month and 2 days in seing the wonders of the Lord in the deep, in discovering so many admirable things, in going through with so many strange adventures, in escaping out of so many dangers, and overcoming so many difficulties in this our encompassing of this globe" (S. 116). Hier verlassen wir unsere kleine Reisegesellschaft und den flüssig geschriebenen, abwechslungsreichen Reisebericht - ohne zu wissen, warum Captain Nicholson ein so ausgeprägtes Interesse für den Bergbau in Neuseeland hatte, warum er so viele Ausflüge alleine mit Miss Weeks unternahm und ob er und seine drei Begleiterinnen jemals wieder nach Neuseeland kamen. - Auch innen sehr wohlerhalten. --- manuscripts [Neuseeland New Zealand Reisebericht travelogue Schiffsreise cruise] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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NICOLAS, G. : Épures. École Polytechnique 1869 - 70. Die Semesterarbeit des Studenten Nicolas enthält 29 sauber ausgeführte, teils doppelblattgroße, teils farbig lavierte Zeichnungen in Tusche auf festem Papier, Blattgröße ca. 49,8 x 32,8 cm, alle Blätter mit dem Trockenstempel der École Polytechnique und der Signatur des Studenten. Dunkelgrüner Halbleinwand-Band der Zeit mit goldgeprägtem Deckeltitel (Kanten berieben), Folio. | |||
| Bestellnr. / order no. 412 | EUR 800,00 |
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![]() Enthält folgende Arbeiten : 1: 'Projection cotée', 2-3: 'Perspective linéaire', 4: 'Perspective cavaliere', 5: 'Surfaces helicoidales', 6: 'Surfaces à courbures opposées', 7: 'Cadran solaire ..', 8: 'Eclipse de soleil', 9: 'Bielle verticale', 10 - 11: 'Piston de Mandsley', 12 - 13: 'Engrenages', 14 - 17: Architecture (soubassement, chapiteau, etc.), 18 - 29: Dessins (arbres, chevaux, dessins de nu). --- manuscripts [Architektur Architekturausbildung architecture] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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NIGER - 'JOURNAL DE BORD'. Anonymes Manuskript in französischer Sprache, mit schwarzer Tinte geschrieben in eine Agenda des Jahres 1906. Begonnen am 1. Januar 1907, findet sich die letzte Eintragung am 15. Mai 1907. Ca. 60 Seiten mit längerem, teils detailreichem Text, dazwischen auch kürzere, eher lapidare Eintragungen, schwarzer Leinwand-Band mit goldgeprägtem Titel (Gelenke mit Einrissen). | |||
| Bestellnr. / order no. 149 | EUR 750,00 |
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![]() Persönliches Tagebuch eines französischen Wasserbau- oder Vermessungsingenieurs, der offensichtlich Teile des Niger kartographieren oder beschreiben sollte. Unter dem Datum des 19. März findet sich eine kleine Skizze des Nigerverlaufs. Am ersten Tag des Jahres 1907 beginnen die Eintragungen in St. Louis im Senegal mit den Daten der Kurierpost von Koulikoro nach Frankreich. Die Reise führt dann zu Fuß von Podor nach Boghe, weiter zunächst mit dem Lastkahn, dann mit dem Schiff nach Kayes (eingelegt ist hier in das Tagebuch eine Rechnung des 'Grand Hotel de Kayes. Haut-Sénégal - Niger'), von dort mit der Bahn nach Sego-Sekoro und von dort aus weiter mit Booten über Timbuktu bis nach Burem. Der Text beschreibt die Stationen der Reise, die Landschaften und Dörfer, berichtet wo, mit wem und wie gegessen wurde, schildert die Jagd als Zerstreuung und als Notwendigkeit zur Verpflegung und kommentiert auffällige Ereignisse. In Koulikoro fällt dem Reisenden der aufwendig gebaute Palast des Gouverneurs auf : "qui dans ce pays manifestement d'une pauvreté extrème est un défi" (18. Januar). Am 20. entdeckt er auf der Jagd den Leichnam eines enthaupteten Schwarzen, dessen eines Bein "est complétement mangée par les chiens". Er verbringt seine Wartezeit mit Dynamitfischen und wird Zeuge eines Unfalls durch unsachgemäßen Umgang mit einer Sprengladung, der zu zahlreichen Verletzten führt (2. Februar). Am 3. Februar besucht er eine "station agronomique": "Malheureusement le cotton pousse mal, le tabac n'est pas brillant". Am 8. Februar kann er seine Reise nach Kamani fortsetzen: "Ce village de Kamani est lamentable (et) bâti sur la berge élevée", während die Situation in Sekora wesentlich besser ist :"Toute la berge très inclinée est couverte de jardins potagers très bien arrosés et très vert." Weiter geht die Reise über Segu Sikoro und am 15. Februar über Sansandig nach Mopti. In dem kleinen Ort Nioro ("encore plus lamentable que les autres") findet er "le cadavre d'un nègre ... Les nègres que j'ai avec moi regardent cela très curieusement mais ils doivent être habitués car cela n'a pas l'air de les toucher le moins du monde". Die Reise wird fortgesetzt; er notiert sich die Beschaffenheit der Uferregion, hält die Besonderheiten der Ortschaften fest ("Malgré le peu d'importance de la localité qui peu bien avoir 200 habitants il y a 2 mosquées en terre qui sont assez pittoresque"). Am 22. erreicht die Reisegruppe Mopti und das Tagebuch verrät die Freude des Franzosen über eine gewisse Handelstätigkeit an diesem Ort und ein entsprechendes Warenangebot. Er verbringt einen Tag in der Gesellschaft anderer Kolonialbeamter und erfährt unter anderem Erstaunliches über den Handel mit Silberreiherfedern: ein Silberreiher ergibt 1,5 bis 4 Gramm Federn; um 250 kg dieser Federn zu exportieren mußten im Jahr 1906 etwa 200.000 Tiere getötet werden. Nach einer beschwerlichen Reise wird am 3. März die Ankunft in Niafouke verzeichnet, mit einem Besuch beim "agent spécial", der erklärt, daß es abgesehen von einigen Überfällen der Tuaregs ruhig im Lande ist. Am 7. März schließlich erreicht er sein Ziel: Koiretago ("je suis enchanté d'avoir maintenant quelque chose à faire et un travail, qui va m'occuper toute la journée"). Voller Unternehmungsgeist hatte er sich an seine Arbeit gemacht ("Je commence par la reconnaissance du village") mußte jedoch feststellen, daß er sich auf kaum durchdringlichen Wasserwegen fortbewegen muß. "Je mets 7 hommes dans la petite pirogue qui m'accompagne pour pouvoir y pénétrer. Et encore je n'arrive pas toujours". Die folgenden Eintragungen halten lakonisch die geringen Fortschritte fest ("nous avancons un peu"). Am 31. März endlich die Eintragung "Je termine ma carte" ! Für die darauffolgenden Wochen finden sich fast nur kurze Ortsangaben. Inzwischen ist der Wasserspiegel des Niger gesunken; am 8. Mai kommt unser Reisender in Bourem an; am 12. heißt es "commencé l'hydrographie" und damit endet das Tagebuch. Möglicherweise beginnt nun die regelmäßige Arbeit, die in den vorausgegangenen Wochen unmöglich war ? Auf den ersten Blick vielleicht ein wenig unspektakulär, ist das Tagebuch durch seine direkte und ungefilterte Art der Schilderung doch ein spannendes und aufschlußreiches Zeitdokument für die koloniale Durchdringung Zentralafrikas. Die Quelle des Niger hatten erst 1879 Moustier und Zweifel entdeckt und bis zur Jahrhundertwende waren einige Reiseberichte und Karten im Druck erschienen. Der vorliegende Reisebericht gibt einen Einblick in eine ganz individuelle, authentische koloniale Realität, wie wir sie aus gedruckten Quellen selten kennenlernen. - Sehr gut erhalten. --- manuscripts [travel colonisation Reisen Kolonialismus Afrika Senegal Sudan Reisetagebuch] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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NOTARIAT - 'DU NOTAIRE'. Französische Handschrift in schwarzer Tinte auf Papier, unsigniert und undatiert (ca. 1760), einspaltig, zu 26 - 35 Zeilen, Schriftspiegel ca. 20 x 13 cm. (478) S. (bis Seite 472 paginiert), (1) lose eingelegtes Korrekturblatt, dunkelbrauner Ganzleder-Band der Zeit auf fünf unechten Bünden (Gelenke mit kl. Einrissen, Ecken etwas berieben), 27 x 18,5 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 1430 | EUR 1500,00 |
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![]() Der Text, in gut lesbarer Reinschrift, besteht aus etwa 200 Kapiteln mit Überschriften, die jeweils ca. 1 bis 4 Seiten umfassen. Die ersten Kapitel (S. 1 -23) befassen sich zunächst mit dem Notariat im Allgemeinen und dessen (historischer) Funktion ('Du Notaire', 'De la Creation des Notaires', 'Du Privilege des Notaires', etc.). Die folgenden (S. 23 - 104) behandeln die Praxis und die Rechtsformen von Verträgen und Transaktionen ('De l'origine des Contracts', 'De L'obligation', 'Formule d'une obligation', 'Des legalizations', 'De la transaction', 'De la restitution', 'Des choses qui peuvent être vendues, ou achetées', etc.) und (S. 105 bis 230) den Kauf und Verkauf, die Überlassung, den Tausch und die Nutznießung, insbesondere von Immobilien, sowie spezielle Formen der Übertragung von Gütern und Rechten ('De la vente des fruits', 'De la vente des servitudes', 'De la rente', 'Du partage', 'De l'echange', 'Du titre clerical', 'Des resignations des benefices', 'Du contract d'entrée en religion', 'De la Commande', 'Des fiefs', 'Des taillables', 'Des procures', 'Des Donnations', etc.). Auf Seite 230 bis 270 werden Heiratsverträge behandelt, daran anschließend (bis S. 297) u.a. Gesellschafts- und Vereinsrecht und Lehrverträge ('De la Societé', 'De l'apprentissage', 'Du Depot', 'De la quittance'), ab Seite 298 Testamente und Erbschaftsangelegenheiten ('De l'institution hereditaire', 'De la legitime', 'Des legats', 'Des usufruits', 'Des enfants naturels, bâtards, ... ', 'Des aliments', 'De l'inventaire legale', etc.). Ab Seite 395 wird schließlich das Schuldner-Gläubiger-Verhältnis, Zinsen und Sicherheiten dargestellt ('Des interets et usure', 'Des prescriptions', etc.); die letzten Kapitel befassen sich mit Sonderfragen, aber auch den Notariatstarifen; die Seiten 463 bis 471 enthalten das Inhaltsverzeichnis. - Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts gab es in Frankreich ein Standardwerk zum Notariat, das Lehrbuch par excellence : Claude de Ferrieres (1639 - 1715) 'La Science parfaite des Notaires', erstmals 1682 in Paris erschienen. Auch für das vorliegende Manuskript war dieses, von Ferrieres Sohn Claude-Joseph (1680 - 1750) fortgeschriebene Standardwerk , wohl ein Vorbild. Auch Ferrieres Werk besteht aus etwas über 200 Kapiteln, von denen die meisten in der hier vorliegenden Handschrift ihre Entsprechung finden. Während Ferriere aber streng definitorisch Begriff für Begriff abhandelt, geht die Handschrift auch auf (wohl der eigenen Praxis entnommenes) Nebensächliches und Beispielhaftes ein : 'Des fruits qui tombent des arbres d'autrui sur le fond voisin' (Seite 444) etc. - Die ersten Seiten mit mittigem Braunfleck, sonst nur stellenweise leicht stockfleckig. --- manuscripts [Drot Law Jura Notariat Notaire] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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OCULISTICA - 'OTTALMIATRIA'. Anonymes Manuskript in italienischer Sprache, undatiert (nach 1810), braune Tinte auf Papier, saubere und gut lesbare, gleichmäßige Schrift, 265 S., Blattgröße 20 x 13,5 cm. Pergamentband der Zeit (Vorsätze und Schließbänder erneuert). | |||
| Bestellnr. / order no. 5550 | EUR 950,00 |
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![]() Übersichtlich in Paragraphen gegliedert und innerhalb dieser nach Ursachen, Diagnose und Therapie unterteilt, werden die 'Malattie degli occhi' (grandine, funghi, infiammazione, edema, enfisema, ecchimosi, trichiasi, encantide, schelloma, epifora, fistola, etc.) und die 'Malattie delle parti principiali dell' occhio' (edema, ottalmia, chemosi, ottalmia reumatica, ottalmia scrofolosa, albugine, leucoma, pterigio, sinechia, midriasi, miosi, pupilla artificiale (S. 145 - 155), distacco dell' iride, idrottalmia, cateratta (grauer Star, S. 165 - 202), amaurosi, emeralogia, fotopsia, strabismo,esottalmia, glauccoma, cancro dell' occhio, etc.) behandelt. Erwähnt werden u. a. die Mediziner Richter (S. 60 und 122), Wenzel und Becher (S. 153), Langenbeck (S. 193), dieser mit der Jahreszahl 1806). Die ausführliche Behandlung der künstlichen Pupille und des grauen Stars im vorliegenden Manuskript legt die Vermutung nahe, dass die Handschrift im Umfeld von Carmelo Pugliati entstanden ist, dessen 'Reflessioni di ottalmiatria pratica, che concernono la pupilla artificiale et la cataratta' 1822 in Messina erschien. (vergl. Medicinisches Schriftsteller Lexicon, 1833, Nr. 1606 und Catalogue of the Library of the Royal College of Surgeons in London, 1831, S. 440). Für uns ist dieser gedruckte Titel über den KVK nicht nachweisbar ! Die Anlage der Handschrift, das einleitende Inhaltsverzeichnis, die kleinen Korrekturen und Ergänzungen, sprechen nicht für eine Vorlesungsmitschrift, sondern eher für die Vorarbeit zu einem Lehrbuch. Zustand : Die weißen Vorsatzblätter repariert, sonst wohlerhalten und frisch. --- manuscripts [Augenheilkunde Medizin Ophtalmiatrie Ophtalmologie oculistica] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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PAPET, JEAN : Cahier No. I D'Epures et D'Ombres. 16 Bl. mit geometrischen Zeichnungen und 11 Bl. mit farbigen Architekturzeichnungen, Blattgröße ca. 48 x 32 cm, 1910 - 1912. In einer dekorativen neuen Kassette in Folio. | |||
| Bestellnr. / order no. 921 | EUR 1800,00 |
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![]() Studienarbeit, entstanden an der École Nationale des Beaux Arts, genauer gesagt am renomierten Atelier Gromort. Die Blätter tragen den Datumsstempel des Ateliers; stellenweise finden sich Korrekturen der Professoren. Jean Papet arbeitete und publizierte später in Paris und wurde bekannt als der Architekt des 'Hippodrome de Deauville'. --- manuscripts [architecture Architektur Architekturzeichnung Architekturausbildung] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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PHILOSOPHIE - Zweibändige Mitschrift des kompletten, sogenannten Philosophiekurses an einem Jesuitenkolleg wohl in Poitiers, auf Bl. 106 des zweiten Bandes datiert 1690; auf den vorderen Einbanddecken mit dem goldgeprägten Besitzvermerk 'Ioan Franc Gavltier'. Handschrift in lateinischer Sprache, braune Tinte auf Papier, saubere und gleichmäßige Schrift, Blätter beidseitig beschrieben, Schriftspiegel ca. 20 x 12 cm. Band 1 : (1) weißes Bl., (143) Bl., (9) weiße Blätter; Bl. 123 - 127 unbeschrieben; auf Bl. 27 bis 29 vier schematische Zeichnungen, Bl. 72 ist ein ganzseitiges Kupfer. Band 2 : (1) weißes Bl., (231) Bl., Bl. 107 unbeschrieben, (1) weißes Bl.; auf Bl. 71, 74 und 120 mehrere Zeichnungen, darunter ein astronomisches Weltsystem. Dunkelbraune Ganzleder-Bände der Zeit, Rücken auf fünf unechten Bünden und mit reicher Rückenvergoldung (Decken etwas aufgebogen, Rücken von Band 1 mit Fehlstelle im Bezug, stellenweise leicht berieben), 25,4 x 16,5 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 4397 | EUR 2000,00 |
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![]() Der erste Band umfasst die Teile Philosophie, Ethik und Metaphysik. Die Philosophie behandelt ausgehend von der Frage 'Was ist Philosophie ?' die Logik: Ist Logik eine Wissenschaft ? (Bl. 5), ist sie praktisch oder spekulativ (7), welche Absicht verfolgt sie (10), welche Notwendigkeit ihrer Anwendung besteht (15), falsche und richtige Begrifflichkeiten (31) und schließlich wird das Hauptproblem behandelt: die Lehre der Syllogismen als Mittel zur Erkenntnis (36). Das Kupfer auf Bl. 72 stellt die Werterangfolge der Erkenntnis bildlich dar und gibt mit dem Druckort Poitiers einen Hinweis auf die geographische Provenienz. Der zweite Teil, die Ethik (Bl. 99 - 122), fragt u. a. nach dem höchsten Glück des Menschen (101), behandelt Leidenschaften (120) und die Tugenden (121). Der letzte Teil des ersten Bandes, die Metaphysik (Bl. 128 - 143), behandelt die u. a. die Existenz von Engeln, ihre Arten und Formen und ihre Funktionen (142). Der Zweite Band enthält drei Teile: 'Physica generalis' (1 - 106), 'Physica particularis' (108 - 190) und 'Animastica' (sive de corpore animato et vivente) (191 - 231). Der allgemeine Teil behandelt die materia prima und secunda, de natura et arte, de infinite, de tempore, loco et vacuo (d. h. über das Verhältnis von Zeit und Ewigkeit), an plura corpora poni possint simul in eodem loco ?, de motu (u.a. über die Frage ob alle Bewegung von Gott stammt, welche Arten der Bewegung existieren etc.). Der spezielle Teil behandelt zunächst die Kosmographie, d. h. die Weltbilder von Ptolemäus, Kopernikus, Tycho Brahe und Riccioli, dessen Almagestum novum 1651 in Bologna erschienen war und die Himmelskörper, Sonne, Mond, Kometen. Dem folgt die Elementenlehre (153) und schließlich die Abhandlungen über die Erde, ihre Bewegung; die Metalle, Wasser, Luft, Feuer, Wolken u.a.m. Der dritte Teil (Bl. 191) beschreibt die belebten Körper, die Seele, die Physis des Menschen, seine Ernährung, die Blutzirkulation, die Sinnesorgane, die Frage ob Tiere Automaten sind etc. Die Schüler, die den hier vorliegenden 2- bis 3-jährigen Philosophie-Kurs absolvierten hatten bereits ihre 6-jährige Grundausbildung an einem jesuititischen Kolleg genossen. In diesen ersten sechs Schuljahren durchliefen die 10- bis 16-jährigen Schüler ein Curriculum, bestehend aus vier Klassen Grammatik und zwei Klassen Humanität und Rhetorik. Der Philosophiekurs war anschließend daran die erste Hälfte der faculté superieure, an die sich dann abschließend die Theologie als Königin der Wissenschaften anschloß. Dieser Kanon bestand schon seit der Gründung der ersten jesuitischen Kollegien in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Der Philosophie-Kurs umfasste die vier Teildisziplinen Logik, Physik, Mathematik und Metaphysik. Im ersten Jahr wurde die aristotelische Logik gelehrt, anschließend zwei Jahre lang die Mathematik und die aristotelische und thomistische Ethik, Naturphilosophie, Metaphysik und Politik. Von diesem idealen Lehrkanon wichen die einzelnen Schulen im Laufe der Jahrhunderte bisweilen ab: die Philosophie emanzipierte sich im Laufe des 17. Jahrhunderts von einer Hilfswissenschaft der Theologie zum gelehrten Selbstzweck, die Physik entwickelte sich von der Naturphilosophie als Erkenntnis des Schöpfers in seiner Schöpfung zu einer an den Dingen um ihrer selbst willen interessierten Experimentalwissenschaft, die Logik und Rhetorik verloren damit ihre Bedeutung als Instrument zur Erkenntnis des göttlichen Schöpfungsplanes. Dieser Trend zur Verweltlichung wurde darüberhinaus gefördert von der Tatsache, daß die weitaus größte Zahl der Schüler nicht zum Ordenspriesternachwuchs gehörten, sondern später durchaus weltliche Berufe wie Richter, Anwalt, Mediziner, Beamter oder Kaufmann ergreifen sollten. Aus dem Geburts- und Amtsadel entstammten im 18. Jahrhundert 13 - 23 % der Schüler an den französischen Jesuitenkollegien, aus Beamtenfamilien 24 - 30 % und aus dem Handelsbürgertum, den freien Berufen und Handwerkerfamilien die restlichen 47 - 63 % aller Schüler ! Ausführliche Kursmitschriften sind uns deshalb überliefert, weil Logik, Moral und Metaphysik prinzipiell in diktatform unterrichtet wurden; nur die Mathematik erforderte tägliche Übungen, die nicht in der üblichen Form des Frontalunterrichts zu leisten waren. Das Besondere an dem vorliegenden Manuskript ist natürlich die Tatsache, daß komplette Mitschriften eines gesamten Philosophiekurses, zumal aus dem 17. Jahrhundert, sehr selten sind uns aber, jenseits aller gedruckten Lehrbücher, einen umfassenden Einblick in die Bildungsrealität in einer Zeit geben, in der an den Jesuitenkollegien mehr Schüler ausgebildet wurden, als an allen anderen französischen Bildungseinrichtungen zusammengenommen. Die hier ausgebildete Elite war gleichermaßen für den Staat, die Kirche und die entstehende bürgerliche Erwerbswelt maßgebend. (Vergl. ausführlich : Michael Müller, Die Entwicklung des höheren Bildungswesens der französischen Jesuiten im 18. Jahrhundert bis zur Aufklärung 1762 - 1764. Frankfurt a.M., 2000; oder zusammenfassend : Hanspeter Marti, Ausbildung. Schule und Universität. In: Macht des Wissens. Köln u.a.O, 2004, S. 400 ff.). - Nur stellenweise etwas fleckig, sonst schönes, wohlerhaltenes Exemplar. --- manuscripts [Bildung Ausbildung Bildungsgeschichte Jesuiten Frankreich] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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PHILOSOPHIE - 'Institutiones philosophiae. In Colleg. Sup. pp. orat. Dom. jesu anno Domini 1756'. Handschrift in brauner Tinte auf Papier, zunächst in lateinischer, ab Seite 255 in französischer Sprache, möglicherweise von mehreren Händen, Blattgröße 22,6 x 17 cm. (1) weißes Bl., Titelblatt, 311 (richtig 356) S., davon 2 Seiten unbeschrieben, (1) weißes Bl., Lederband der Zeit auf fünf Bünden, mit reicher floraler Rückenvergoldung und goldgeprägtem Rückenschild, marmoriertem Schnitt, Stehkantenvergoldung und marmorierten Vorsätzen (Kapitale mit Fehlstellen, Einband stellenweise berieben), gr. 8vo. | |||
| Bestellnr. / order no. 233 | EUR 950,00 |
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![]() Die vorliegende Handschrift ist wohl die Mitschrift eines 1756 abgehaltenen Kurses zur Einleitung in die Philosophie. Bemerkenswert für die Zeit ist, daß der Aufbau, die Argumentation und die Diktion des Kurses darauf abzielen, den Schülern die Grundlagen unabhängigen Denkens beizubringen, oder zumindest methodisch geschultes Argumentieren und Begreifen. Zahlreiche Kapitel befassen sich mit Rhetorik, sowie mit dem Verstehen und der Wahrnehmung. Dem ersten Hauptkapitel 'De argumentatione et de methodo disputandi' (1) folgen Betrachtungen über Sinn und Inhalt der Philosophie (12), etwa bei Platon (15), dann ein zweites Hauptkapitel über den Zweifel 'De dubitatione' (72) und ein weiteres - 'De divisione philosophiae' (77) - über die Philosophie als Wissenschaft und die Logik als methodisches Werkzeug, insbesondere aber als Mittel der Erkenntnis. Unterkapitel befassen sich mit der Natur der Erkenntnis (104), dem Erkenntnisursprung (113), wobei auf Descartes eingegangen wird, sowie mit der Herausbildung von Ideen (133) und ihrer Verbreitung (150). Behandelt werden Fragen wie 'Was sind wahre und was sind falsche Ideen ?' (154) und 'Was ist das Nichts ?' (172), bevor mit S. 204 wieder die Kunst des Urteilens und die Kunst der Disputation (254) dargestellt werden. Bis zum Ende werden dann der Syllogismus (257) und auch Sophismen (298) untersucht. Insgesamt gibt das Manuskript mit seiner Wertschätzung der traditionellen Rhetorik und Logik und deren beginnender Instrumentalisierung zu neuen Erkenntniszielen einen unmittelbaren Einblick in den Philosophieunterricht im Zeitalter der Aufklärung. --- manuscripts [Philosophie Wissenschaftsgeschichte Methodologie Wissenschaftstheorie Erkenntnistheorie] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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PHISICA - 'Philosophiae Liber Secundus Phisicam tum generalem Tum particularem Complectens'. Anonyme Vorlesungsmitschrift in lateinischer Sprache, braune Tinte auf Papier, gut lesbare Schrift, Blattgröße 22,6 x 16,5 cm, Schriftspiegel ca. 20 x 13 cm. Frankreich, 1723. (2) weiße Bl., Titelblatt, (1) weißes Bl., (248) Bl., (2) weiße Bl., mit 14 kleineren Zeichnungen im Text und 3 graphischen Darstellungen der verschiedenen Weltbilder. Lederband der Zeit auf fünf unechten Bünden, mit goldgeprägtem Rückenschild, reicher Rückenvergoldung und dreiseitigem Rotschnitt (Einband stellenweise berieben), gr. 8vo. | |||
| Bestellnr. / order no. 122 | EUR 1600,00 |
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![]() Die vorliegende allgemeine und spezielle Naturgeschichte bildete im frühen 18. Jahrhundert üblicherweise, nach der Logik und der Ethik, den dritten Teil des traditionellen Philosophiestudiums. Die allgemeine Naturlehre beginnt mit der Definition dessen, was Natur, respektive 'phisica' ist, um daran anschließend zunächst einige Grundbegriffe der Mathematik zu erläutern (Punkt, Linie, Kreis). Darauf folgt die Erörterung so allgemeiner Fragen wie "Was ist Materie ?" (Bl. 17), aus welchen Elementen setzt sie sich zusammen ? (Bl. 27), ist sie teilbar ? (Bl. 34) etc. um schließlich zum Komplex mechanischer Bewegungsabläufe zu gelangen (Aufprall, Ablenkung etc.). Das folgende Kapitel befasst sich dann mit mechanischen Instrumenten, wie dem Aufzug (Bl. 93), dem Zahnrad (Bl. 94) oder der schiefen Ebene (Bl. 95). Der allgemeine, erste Teil schließt mit Betrachtungen über Hitze (Bl. 111), Kälte (Bl. 114) und Flüssigkeiten (Bl. 117). Der zweite Teil beginnt mit Blatt 129 v und ist mit 'De corpore inanimato' überschrieben. Zunächst werden die verschiedenen Sonnensysteme vorgestellt; das Ptolemäische (Bl. 145), das von Tycho Brahe (Bl. 146) und das Kopernikanische (Bl. 147), sowie schließlich das Descart'sche Erklärungssystem der Himmelsbewegungen (Bl. 150). Es folgen Betrachtungen zur Sonnen- und Mondfinsternis (Bl. 159), zu den Kometen (Bl. 165), zum Wind (Bl. 168), zum Nebel und zu den Wolken (Bl. 174), zum Blitz (Bl. 178), Feuer (Bl. 181), Wasser (Bl. 185), zu Quellen und Flüssen (Bl.186), zum Meer und seinen Bewegungen (Bl. 188), dann zu den Metallen (Bl. 202), Pflanzen (Bl. 207) und den Menschen (Bl. 213). Vorgestellt wird hier der Körper und seine Funktionen (Blutkreislauf Bl. 217, Sinnesorgane Bl. 231, Farben Bl. 237, Gerüche und Geschmack Bl. 242). Das Manuskript endet mit zwei Abhandlungen zur Frage, ob Tiere reine Automaten sind ("Utrum bruta sint mera automata") und welcher Art die "anima brutorum" ist. - 20 Bl. mit kl. Wurmfraßspur und etwas Buchstabenverlust, sonst sehr wohlerhalten. --- manuscripts [Physik Naturwissenschaften Wissenschaftsgeschichte Astronomie] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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PHYSIK - Anonymes, undatiertes Manuskript in französischer und lateinischer Sprache, braune Tinte auf Papier, ausgesprochen saubere und gut lesbare Schrift des frühen 18. Jahrhunderts, Blattgröße 16,1 x 11,1 cm. (1), Bl. 1 bis 37 recto, Bl. 45 bis 151 (richtig 152; so offensichtlich komplett), Bl. 18 mit einer ganzseitigen Zeichnung, Bl. 88 mit einer kl. Zeichnung und Bl. 91 mit einer eingeklebten, gedruckten Illustration, Pergamentband der Zeit (vordere Decke mit Stauchspur). | |||
| Bestellnr. / order no. 2637 | EUR 600,00 |
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![]() Das erste Blatt mit dem 'Index Tractatuum' gibt Auskunft über die sieben Themenbereiche, die die Handschrift behandelt : 1- 'Hermes phisicus quaestiones meteorologicas complectens' (Bl. 1 bis 37). 2- 'Disputatio de meteoris seu de corpore mixto imperfecto' (Bl. 45 bis 62). 3- 'Petit sommaire des meteores plus communs' (Bl. 62 verso bis 64). 4- 'Du monde et de sa division' (Bl. 65 bis 76, Bl. 77 und 78 sind unbeschrieben). 5- 'Traitté succinct des principes de la Geographie' (Bl. 79 bis 95, Bl. 96 unbeschrieben). 6- 'Breve totius Geographiae compendium eius elementa complectens' (Bl. 97 bis 120). 7- 'Geographia mirabilis seu curiosa' (Bl. 121 bis 151). Sowohl die ersten vier Abhandlungen, die sich - ganz an der Aristotelischen Lehre der Meteorologie orientiert - mit den atmosphärischen Erscheinungen und der Astronomie befassen, als auch die letzten drei Kapitel, die sich mit Geographie beschäftigen, atmen in Stil und Inhalt den Geist der Lehrbücher des 17. Jahrhunderts (vergl. etwa 'Philosophia vetus et nova ad usum scholae accommodata, in regia Burgundia olim pertractata', Paris, 1684). Das erste Kapitel behandelt, ausgehend von der Beschreibung der Kometen, Phänomene wie den Regenbogen, den Wind, Wolken, Schnee, Regen und Quellen; dem folgen Entfernungs- und Umfangstabellen der Planeten, sowie eine Betrachtung über die Entstehung, die Anzahl und die Beschaffenheit der Sterne. Im zweiten Kapitel geht es um die vier Elemente, sowie um Blitz, den Regenbogen, Nebel, Wolken und Regen, das Meer (Bl. 56 ff.), Flüsse, Erdbeben, Metalle und Steine. Das dritte Kapitel ist eine französische Zusammenfassung des zuvor über das Wettter in latein formulierten Stoffes. Die vierte Abhandlung kommt noch einmal auf die vier Elemente zurück und beschreibt die Erde und die Planeten (Bl. 66), Mineralien und Metalle, den Salzgehalt des Meeres, die Luft, die Sonne und ihre Wirkung (Bl. 69 ff.), Blitz und Donner, sowie Kometen als mögliche Ursache für Katastrophen und Zerstörung (73 ff.). Das fünfte Kapitel befasst sich vorrangig mit den Grundlagen der Geographie : dem Zodiak, den Meridianen, dem Horizont, den Polarkreisen, den Klimazonen, den Antipoden, den Längen- und Breitengraden, sowie den zwei Hemisphären. Das sechste Kapitel rekapituliert noch einmal das vorherige, um ab Bl. 99 mit den Länderbeschreibungen zu beginnen : Europa, Palästina, Indien, Persien, China, Japan und die Tartarei werden behandelt. Das letzte Kapitel erzählt Kurioses und Merkwürdiges über Spanien, Frankreich und Palästina (Bl. 146-151). Der Verfasser weist in der Einleitung darauf hin, daß dieser Teil den Schülern das Erlernen der Fakten erleichtern soll - ein Hinweis darauf, daß die Handschrift in einem (wohl jesuitischen) Lehrzusammenhang entstanden ist. Die einzelnen Kapitel enthalten zahlreiche Referenzen, größtenteils auf die klassischen Autoren wie Hypokrates, Seneca, Platon, Sueton und natürlich in erster Linie Aristoteles, aber auch auf die Kirchenväter wie Augustinus und Johannes Damascenus. Zwar werden Kopernikus und Tycho Brahe einmal erwähnt, ansonsten spielen neuzeitliche Autoren keine Rolle. - Wohl erhalten, kaum gebräunt oder fleckig. --- manuscripts [Naturwissenschaften Physik Astronomie Meteorologie Geographie Wissenschaftsgeschichte] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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PHYSIK - 'Experi(mens) de Physique' (Rückentitel). Anonyme französische Handschrift vom Anfang des 18. Jahrhunderts, in brauner Tinte auf Papier - wohl von einer Hand, das Schriftbild ändert sich aber deutlich auf Seite 81von einer platzgreifenden, großzügigen Schrift, in eine platzsparende, kompaktere Variante, die aber immer noch sehr gut lesbar ist. 236 S. mit 2 kl. Zeichnungen im Text, (2) weiße Bl., dunkelbrauner Lederband der Zeit auf fünf unechten Bünden mit reicher Rückenvergoldung, goldgeprägtem Rückenschild und dreiseitigem Rotschnitt (Rücken mit Fehlstellen, Kanten stellenweise berieben), 24 x 18,5 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 2588 | EUR 1500,00 |
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Naturwissenschaftliches Lehrbuch in Fragen und Antworten, wobei die verschiedenen Themen durch jeweils bis zu 20 Fragen strukturiert und abgehandelt werden. Die Handschrift beginnt mit dem Phänomen der Bewegung (S. 1 - 13), es folgen Fragen zur Qualität von Licht und Farbe ("En quoy consiste l'eclat d'un diamant", oder "Pour quoy y a t'il des couleurs qui blessent l'oeil, et d'autres qui luy font plaisir ?" (S. 13 - 30); Fragen zur Optik (S. 30 - 45), zur Astronomie (S. 45 - 75) und zum Wasser (S. 75 - 83) - hier mit Themen wie "D'ou vient la blancheur de la neige ?" (S. 81). Bevor die Physik verlassen wird, gehen 7 Fragen dem Phänomen 'Eis' nach : Wie entsteht Eis ? Warum nimmt das Wasser an Volumen zu, wenn es gefriert ? Warum behalten gefrorene Früchte ihren Geschmack ? Wie entsteht Glatteis ? Wie erklärt man Raureif ? Dem schließt sich die Themenkomplexe der Botanik (S. 86 - 102), des 'corps humain' (S. 102 -128), der Chemie (S. 129 - 150) und der 'drogues' (S. 150 - 156) an. Ab 157 werden im Supplement "übersehene Fragen" aus den genannten, aber auch aus neuen Gebieten behandelt (Gewicht, Feuer, Luft, Thermometer und Akustik etc.). Die Fragen sind zumeist didaktisch knapp formuliert, während die Antworten bis zu zwei Seiten umfassen können. Zahlreiche Fragen beziehen sich auf Alltagsphänomene : warum verwenden manche Menschen konkave, andere konvexe Brillengläser ? (37). Warum sieht man tagsüber die Sterne nicht ? (S. 38). Warum schneinen sich parallele Linien am Horizont zu schneiden ? (S. 39 f.) Wie entstehen warme Quellen ? (S. 78) Wie viele Arten einen Kamin zu löschen gibt es ? (S. 191 f.) Wie entsteht Nebel ? (S. 226) Die Beantwortung der Fragen bezieht sich stellenweise auf die naturwissenschaftliche Literatur der Zeit; erwähnt werden Lemery (S. 99), Huygens (S. 84), De la Hire (S. 85), der Duc d'Orleans (S. 100). Stellenweise nimmt der Text auch direkten Bezug auf Abbildungen in - allerdings nicht einzeln ausgewiesenen - Lehrbüchern. Insgesamt atmet der gesamte Text den Geist der modernen, experimentell orientierten Naturwissenschaften, so wird versichert, daß die Beschäftigung mit der Chemie heute nicht mehr die Inquisition auf den Plan rufe (S. 130), oder der Versuch beschrieben wird, den Blutkreislauf zweier Hunde miteinander zu verbinden (S. 118). Wobei zahlreiche Antworten zeigen, daß der durchaus gebildete und belesene Autor mit der versuchten Erklärung an die Grenzen seines Wissens stößt. Darüberhinaus weist die Auswahl der behandelten Themen keine wissenschaftliche Stringenz auf. Alle genannten Merkmale legen die Vermutung nahe, daß es sich bei dem Manuskript um die Arbeit eines Privat-, oder Hauslehrers handelt. Für ein Lehrbuch in der Zusammenstellung zu beliebig, umfasst die Arbeit ganz offensichtlich den Kanon immer wieder gestellter und beantworteter Fragen eines naturwissenschaftlichen Unterrichts. Aus dem 18. Jahrhundert verfügen wir über eine nicht geringe Anzahl von Vorlesungsmitschriften und Lehrbüchern - zumeist jesuitischer- Bildungseinrichtung. Die wissenschaftshistorische Bedeutung des vorliegenden Manuskripts liegt in der Tatsache, daß es ganz offensichtlich in einem privateren Lehrzusammenhang entstanden ist und besonders in der Tatsache, daß es ein eindrucksvolles Beispiel eines praxisbezogenen, neuzeitlichen naturwissenschaftlichen Unterrichts ist. --- manuscripts [Naturwissenschaften Physik Chemie Unterricht Wissenschaftsgeschichte]
Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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PHYSIOLOGIE. 'Tractatus Physiologicus ex Antiquorum, moderniorumque mente desumptus'. Handschrift des Dn. Joachin Sanchez Velaz, in lateinischer und spanischer Sprache, datiert 1751 und 1752, in brauner Tinte auf Papier, (1) beschriebenes Vorsatzblatt, 201 nicht durchnummerierte Bl., (1) beschriebenes Vorsatzblatt und 5 zwischengebundene Kupfertafeln (1 doppelblattgroß, 1 auf den Innendeckel montiert), Blattgröße 20,5 x 14,7 cm. Pergament-Band der Zeit (Schließbänder fehlen, Einband mit Schriftspuren). | |||
| Bestellnr. / order no. 5526 | EUR 1400,00 |
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![]() Sammelband von Vorlesungsmitschriften, Exzerpten und Rezepten wohl eines spanischen Medizinstudenten, möglicherweise aus Valencia, das legen zumindest die Angaben auf zwei Kupferstichen nahe. Der Band beginnt mit dem 'Tractatus Physiologicus', den 'Instrumentis Medici' (Bl.1 verso), der 'Materia Prima Convinatione', 'De Aere' (11b), 'De Aqua et Terra' (13), 'De Qualitatibus' (14b), 'De Temperamentis' (16), auf Bl. (20) findet sich die erste Datierung "Esto se escribio el dia primero de Diciembre del ano de 1751". Es folgen Kapitel über das Alter, über Leben und Tod (22), dann 'De Partibus solidis nostri corporis' (23), 'De Facultatibus' (26b), 'De Humoribus' (28), das Blut (30) und den Blutkreislauf (33), die 'Natura humoris melancolici' (36 b), Organe wie Leber und Lymphe und über die Ernährung (41). Auf Bl. (44) findet sich die zweite Datierung "Ianuary anni Domini 1752". Hier endet die erste durchgehende Kapitelzählung der Handschrift bei Nr. 267. Beigebunden ist an dieser Stelle ein Kupferstich, der den Heiligen Antonius mit Schwein, Glöckchen und T-Kreuz auf der Kutte zeigt. Es schließt sich an der 'Tractatus pathologicus ... ' (46), 'De Diferentys morborum xa mentem Galenicorum', (46b), 'De causis morborum' (52), 'De simpthomatibus' (56b) etc. , der Teil endet mit dem Kapitel 85 'De dolore' (59). Es folgt ein Blatt mit Rezepten und dann ein Traktat über den Ausbruch von Krankheiten (61) und der 'Tractatus unicus de indicationibus ...' (68), beide ebenfalls durchnummeriert bis Paragraph 54. Dem folgt zunächst wieder ein beigebundener, ausfaltbarer Kupferstich (Mariae virginis sedis valentiae), datiert 1751. Es schließt sich an der 'Tractatus Medicus Galenico-mechanicus de afectibus, agens, traddens, methodum eos curandi' (72), der den Schmerz im Allgemeinen behandelt, sowie die Lethargie (75), die Epilepsie (78), die Melancholie (79) und die Manie (80), dann 'De Angina' (84), 'De Astmate' (86), 'De Pulmonia' (87b), 'De cholera morbo' (93b), 'De Dolore colico' (97), 'De Diabete' (104b), 'De Hemorroidibus' (105b) u.a.m. Folgt ab Bl. (116) von einem zweiten Schreiber der 'Tratado de Anathomia' in spanischer Sprache mit der Beschreibung der einzelnen Körperteile und Organe. Ab Bl. (131) von anderer Hand und wieder in lateinischer Sprache 'De Purgatione ...', und ab Bl. (144) 'Tractatus de Temporibus Morborum', 'De Recidiva' (148b) und verschiedene kleine Miszellen. Ab Bl. (172) finden wir Aphorismen aus dem Werk des Galenus und ab Bl. (193) verschiedene Rezepte in lateinischer und spanischer Sprache wohl über einen längeren Zeitraum gesammelt. Insgesamt ist die Handschrift in ihrer Mischung aus medizinischem Grundwissen der Zeit, der Galenus-Rezeption und den später in der Praxis gesammelten Rezepten ein medizinhistorisch aufschlußreiches Dokument. Die vielen Unterstreichungen, kleinen Korrekturen, Ergänzungen und Streichungen zeigen, daß die Handschrift als Lehr- und Handbuch intensiv genutzt wurde, die beigebundenen Kupfer sind ein Hinweis auf die Wertschätzung, die dem Manuskript schon zu seiner Zeit entgegengebracht wurde. - Stellenweise etwas gebräunt, bzw. leicht fleckig, insgesamt aber von guter Erhaltung. --- manuscripts [Medizin Humoralpathologie Viersäftelehre Physiologie Spain medicine Melancholie Galenus] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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PHYTOPHARMAKOLOGISCHE REZEPTUREN UM 1850. Pharmazeutisches Handbuch (Rezepturformularium) in französischer Sprache, braune Tinte auf liniertem Papier, gut lesbare Schrift von größtenteils einer Hand,mit (teilweise eingeklebten) Zusätzen und Nachträgen Anderer, wohl Paris, zahlreiche Datierungen zwischen 1840 und 1862 . 85 Blätter, größtenteils beidseitig beschrieben, die Blätter 17 bis 21, 23 und 75 - 83 sind unbeschrieben, Blattgröße ca. 30 x 19 cm. Einige Rezepte sind eingeklebt, 3 umfangreichere Abhandlungen über einzelne Wirkstoffe liegen lose bei. Dunkelgrüner, fester Einband der Zeit (Einband stellenweise berieben), folio. | |||
| Bestellnr. / order no. 504 | EUR 750,00 |
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![]() Interessante Sammlung von phytopharmakologischen Rezepturen eines französischen Apothekers, der genau und ausführlich beschreibt, wie er die verschiedenen Extrakte herstellt, d. h., wie das pflanzliche Ausgangsprodukt beschaffen sein muß, welche Mengen verwendet werden, wie die Preise für die einzelnen Bestandteile sind, wie der Produktionsprozeß verläuft, welche Besonderheiten zu beachten sind und wie die Ergebnisse aussehen. Zumeist wird darüberhinaus das Datum des Destillationsprozesses und einer eventuell modifizierten Wiederholung festgehalten - der Zeitraum der Ergänzungen und Wiederholungen erstreckt sich häufig über mehr als ein Jahrzehnt. Weniger von Interesse war für den Autor der medizinische Anwendungsbereich; Indikationen und Angaben zur Verabreichungen finden sich kaum. Die Sammlung ist durch ein ausführliches Register erschlossen und beginnt mit dem Rezept zur 'Préparation de l'Extrait d'Absinthe-Major', es folgen: 'Extrait aqueux de Belladon', 'Extrait de Salsepareille simple' (Stechwinde), '.. de quina Gris à l'eau bouillante', ' … de quinquina' (Chinarinde), 'Preparation des Résines des quinas Gris, Jaune & Rouge', 'Extrait D'Armoise' (Beifuß), 'Extrait hydro alcoolique de Belladone', '… de Gentiane' (Enzian), '… de R(acine) de Guimauve' (Eibisch), '… de Scille' (Blaustern), '… de Erysimum' (Schöterich), '… de Mou de Veau', 'Extrait fluide composé pour le sirop antiscorbutique' (es finden sich mehrere verschiedene Rezepte für einen Sirup gegen Skorbut, auf Bl. 41 schließlich die "nouvelle & deffinitive formule"), 'Eau de Cologne', 'Extrait de Ipecacuanha' (Brechwurzel), '... de Pavots, selon ma methode' (Mohn), '… de 5 racines', '… de Baies de Genièvre' (Wacholderbeere), '… de Rhubarbe chine', '… d'Adarie blanc', 'Extrait aqueux de feuilles de Noyer' (Walnussblätter), 'Extrait de Lichen simple & sucré' (Flechten), 'Extrait ou Rob de Myrtille ou Airelle', 'Extrait composé pour preparer le Suc d'herbes Dépuratives' (blutreinigend), 'Extrait de Chicorée', 'Resine de Jalap'. Von besonderem Interesse könnte das darauf folgende Rezept für 'Haschischine ou Cannabine & Extrait Gras de haschisches' (Bl. 49) sein, es erinnert an die in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts in Afghanistan und Nepal durchgeführten Versuche, das zumeist in Indien erworbene Haschisch zu destillieren, um es in kleineren Paketen nach Amerika und Europa bringen zu können. Der hier vorliegende Text weist 7 bis 8 Prozent als Ausbeute aus, gibt mögliche Streckungsmittel an und erwähnt auch die Provenienz : der Verfasser erhielt seine Ware durch Vermittlung eines wohl befreundeten Drogisten direkt aus Alexandrien. Es folgen der 'Extrait composé pour le Sirop de Larrey', 'Extrait d'Althea ou de Guimauve', 'Sirop de Desessarts', 'Extrait de Legumes pour Potages, Bouillon, Ragouts &', 'Pour guerir du Vin Legerement acide', 'Extrait de Cubèbes', 'Préparation de L'extrait de Coloquinte composé', ' … de Ratanhia' etc. Am Ende des Handbuches beschäftigt sich der Autor ausführlich mit Opium-Rezepturen: 'Extrait d'Opium de Smyrne' (Bl. 69), 'Opium de Perse' (Bl. 71 - 72), 'Essai analytique de 50 gr.d'opium de Smyrne & 50 gr. d'Egypte' (loses beiliegendes Doppelblatt). Opium war als pharmazeutisches Heilmittel seit der Antike bekannt und immer wieder beschrieben worden. Doch dieses spezielle Opium scheint für den Verfasser eine echte Überraschung gewesen zu sein: "d'une puretée parfaite … ce nouvel opium brut vient de paraitre dans les maisons de Droguerie de Paris, il est expédié ... de Royaume de Perse." Nachdem er zwei Versuche mit diesem neuen Opium durchgeführt hat, hält er voller Erstaunen das Ergebnis fest: etwa 20 % statt der normalerweise etwa 10% lassen sich aus diesem äußerst reinen Opium gewinnen. Es stellt sich ihm die Frage, warum nicht die Herren Professoren der 'l'école de Pharmacie' bereits Schritte zur Aneignung und Verarbeitung im nationalen Interesse unternommen haben. Denn "si ce que je signale est trouvé exact, l'école ne pourrait elle pas, en s'adressant au ministre de commerce, chercher à decouvrir le pays qui le fournit", um es direkt zu erwerben und zum Nutzen der Allgemeinheit verarbeiten zu lassen. Reinstes persisches Opium durch das Wirtschaftsministerium auffinden und aufkaufen zu lassen und Haschisch aus Ägypten, von Pharmazeuten zu Extrakten veredelt - schöne alte Welt mögen da wohl manche 150 Jahre später denken. Lose beiliegend : 1- 'Etude comparative des diverses Substances …' (8 Seiten). 2- 'Memoire sur l'analise chimique .. . des racines …' (11 S.), 3- 'Tarif de l'octroi de la commune d'Ivry', Paris, 1875, gedruckt und 4- eine Postkarte an einen pharmazeutischen Lieferanten, Absender ist ein Monsieur Chapotot, "Pharmacien de 1re Classe, Ex-Interne des Hopitaux", Paris. Da die Postkarte aber wohl um 1890 abgestempelt wurde ist fraglich, ob es sich bei Monsieur Chapotot um den Verfasser des vorliegenden Manuskriptes oder einen möglichen späteren Besitzer des Handbuchs handelt. - Stellenweise etwas fleckig, aber insgesamt für ein in der Praxis über einen längeren Zeitraum benutztes Buch sehr gut erhalten. --- manuscripts [Rezepturen Rezepte Heilpflanzen Giftpflanzen Pharmazie pharmacie Drogen drugs Cannabis Haschisch Opium BTM] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. 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POIRÉE, CH. - École Royale Polytechnique. 2.ième Division, Année 1833. 37 ganzseitige Tuschfederzeichnungen mit geometrischen Figuren zur Konstruktion von Projektionen und Perspektiven (bezeichnet Epure 1 bis 37, 10 doppelt gezählt), 2 farbig aquarellierte, doppelseitige Aufrisszeichnungen, 1 farbig aquarellierte, ganzseitige Aufrisszeichnung, 5 lavierte, ganzseitige Architekturzeichnungen, 2 lavierte ganzseitige Darstellungen von Figuren, 1 Seite mit Alphabet in Tusche, 1 Seite mit Farbmustern für kartographische Darstellungen, 2 farbig aquarellierte Karten und eine Geländequerschnitt in Tusche. Blattgröße nahezu durchgängig 44,4 x 28 cm. Dunkelgrüner Halbleder-Band der Zeit mit Linienvergoldung und rotem, goldgeprägtem Rückenschild (Kanten stellenweise deutlich berieben), Folio. | |||
| Bestellnr. / order no. 2613 | EUR 900,00 |
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![]() Alle Blätter von Ch. Poirée im Trockenstempel der École Royale Polytechnique signiert. - Vorsatz etwas knittrig, die erste Zeichnung etwas stockfleckig, wenige Bl. mit minimalen Randläsuren. --- manuscripts [Architektur Architekturzeichnung Geometrie Perspektive Ausbildung] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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PRAXIS MEDICA - Anonymes Manuskript in lateinischer Sprache, braune Tinte auf festem Schreibpapier, undatiert (Frankreich, um 1767). Gut lesbare, gleichmäßige Schrift; Blattgröße 18,5 x 11,8 cm, Schriftspiegel ca. 16,5 x 10 cm. Band 2 und 3 (von 3 Bänden ?). Band 1: Seite 241 bis 476 (Sprung in der Paginierung von S. 269 auf 280 und S. 420 auf 423) und (2) S. (Index). Band 2 : S. 477 bis 780, (2) S. Index (die Seiten 691/2 und 731/2 sind unbeschrieben). Zwei uniform gebundene Lederbände der Zeit mit je 2 Rückenschildern, floraler Rückenvergoldung und dreiseitigem Rotschnitt (Kapitale und Kanten berieben und bestossen, Gelenke mit geklebten Einrissen). | |||
| Bestellnr. / order no. 176 | EUR 550,00 |
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![]() Zwei Bände einer methodischen Niederschrift praktischen medizinischen Wissens, bestehend aus der Beschreibung der jeweiligen Krankheit, dann der Prognose und schließlich der zur Heilung notwendigen Medikamente. Insbesondere der phramakologische Teil besticht durch die ins Detail gehende Aufführung der Bestandteile des jeweiligen Heilmittels. Ein Vergleich mit einer Reihe von gedruckten Werken zum Thema (Bang, 1789; Boerhaeve, 1728; Dodoens, 1616; Galien, 1680; Rivière, 1653; Piquerus, 1775; Egbert, 1640) zeigt, dass das vorliegende Manuskript ganz offensichtlich eine originäre Arbeit ist; Aufbau und Form schließen zudem aus, dass es sich um eine Vorlesungsmitschrift oder ein in der Praxis chronologisch geführtes, medizinisches Notizbuch handelt. Die Detailkenntnis in den Bereichen Krankheitsbild, Krankheitsverlauf und Behandlung lassen als Autor auf einen erfahrenen Arzt schließen - in der oben genannten, gedruckten Literatur nimmt gerade die Heilmittelkunde einen vergleichsweise geringen Platz ein. Die Anordnung des Stoffes unter bestimmte Themen spricht für eine versierte Bearbeitung des in der Praxis gewonnenen Wissens. Die Arbeit ist durchgängig in Traktate aufgeteilt, die dann jeweils aus mehreren Einzeldarstellungen bestehen. Beginnend mit dem Rheumatismus (241) behandelt der erste hier vorliegende Band Gelbsucht (254), Wassersucht (254), Blähungen (300), Skorbut (316), Lues (329), Gonorrhö (331). Es folgt der 'Tractatus de morbis intestinorum' (369) mit Einzelkapiteln u. a. über Diarrhö (370), Dyssentrie (384), Magenverstimmung (416), Koliken (420), aber auch über die Cholera (430) und über Würmer (438). Das letzte Kapitel dieses Bandes befaßt sich mit Giften (Tractatus de venenis 360 - 471). Der zweite Band beginnt mit einer Abhandlung über Blutungen (477), um daraufhin spezielle Arten von Blutungen aufzuführen (Nasenbluten, blutiger Auswurf etc.). Folgt ein Kapitel über ansteckende Krankheiten (429), Eiterungen (540), Augenentzündungen (572), Angina (584), Rippenfellentzündungen (593), Lungenentzündung (606), Nierenkoliken (634) und Blasenentzündungen (628). Folgt ein Kapitel über die Erkrankungen der Brust u. a. mit einer Abhandlung über Schwindsucht, ein weiteres über Blasen- und Nierensteine (693) und ein Schlußkapitel über Hautkrankheiten (733), wie Herpes, Pusteln, Verbrennungen. Der letzte Teil, 'Tractatus de morbis sensum', geht auf Probleme beim Hören, Schmecken und Sehen ein. Gelegentlich wird sowohl auf klassische Werke Bezug genommen (Galen, van Swieten oder Boerhaave), doch zumeist wird wohl die eigene Erfahrung referiert. Auffällig - bei aller Vielfalt der für die Pillen, Säfte und Einläufe zu verwendenden Naturheilmittel - ist die häufige Verschreibung von Rheinwein, aber auch Cannabis (S. 259 u. a.), Laudanum (S. 382 u. a.) oder Theriak (Opium S. 432). Beeindruckende Arbeit eines methodisch vorgehenden, knapp und klar formulierenden Mediziners des 18. Jahrhunderts. - Von wenigen Randläsuren und geringen Feuchtigkeitsspuren abgesehen wohlerhalten. --- manuscripts [medicine Medizin Heilpraxis Medikamente Pharmakologie] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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PROJET DE FORME DE RADOUB. 1889. (Entwurf eines Trockendocks). École des Ponts et chaussées - Concours de Traveaux maritimes - Mémoire à l'appui du projet. Dressé par E. Urbain. Französische Handschrift in brauner Tinte auf Papier, einspaltig, (15 S.) und 3 große, gefaltete und farbig aquarellierte Zeichnungen. Lose in schöner, neuer Mappe. | |||
| Bestellnr. / order no. 727 | EUR 380,00 |
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![]() Die Aufgabenstellung des Wettbewerbes lautete, einen Trockendock für einen Handelshafen am Mittelmeer zu entwerfen. In drei Schritten entwickelt Urbain sein Projekt: im ersten Schritt wird die ideale Form eines Trockendocks für den gegebenen Zweck ermittelt, dann wird diese ermittelte Form konkretisiert und schließlich wird die technische Umsetzung in Einzelheiten berechnet und beschrieben. Die beiliegenden, exakten und gleichzeitig dekorativen Konstruktionszeichnungen (jeweils mit dem Trockenstempel der École und Urbains Signatur) entsprechen diesem Schema (1- Plan général, 2- Plan de l'entrée de la forme und 3- Croquis de la machinerie). - Die Pläne im Falz mit winzigem Einriss, der Umschlag des Textes angestaubt. --- manuscripts [Marine Marinearchitektur Hafen] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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RECHNUNGSBUCH DER HERDERKIRCHE ZU WEIMAR (1784–1785). 'Jahres-Rechnúng über Einnahme únd Aúsgabe an Geld, Getraide únd Holtz der Kirche únd des Gottes Kastens allhier zú Weimar Von Michaelis 1784 bis dahin 1785'. Darunter von anderer Hand: 'Gottes Kasten'. Deutsche Handschrift in brauner Tinte auf festem Papier, Blattgröße 32,6 x 20,2 cm, gut lesbares, schönes Schriftbild. Die paginierte Handschrift umfasst 65 numerierte Blätter und ein weiteres beschriebenes Blatt mit dem Bericht der 'Fürstlich Sächsischen Kirchenkommission'. Darauf befindet sich die Unterschrift Johann Gottfried Herders. Halbpergament-Band der Zeit, Decken mit olivgrünem Papier überzogen, der Titel des Rechnungsbuches ist wohl noch im 18. Jahrhundert handschriftlich mit Tinte auf einem aufgeklebten Etikett aus hellem Papier eingetragen worden. Darunter scheint zuvor ein anderes Etikett vorhanden gewesen zu sein. (Rücken an den Kapitalen beschädigt, vordere Decke am unteren Rand mit dunklen Tintenspritzern, Ecken bestossen, innen sehr wohlerhalten), Folio. | |||
| Bestellnr. / order no. 2515 | EUR 2300,00 |
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![]() Aufschlussreiches Dokument aus dem „Goldenen Zeitalter“ der Residenzstadt. Mit der eigenhändigen Unterschrift Johann Gottfried Herders, datiert Weimar, den 25.10.1786. DIE HERDERKIRCHE ZU WEIMAR St. Peter und Paul, später genannt die Herderkirche, wurde zwischen 1498 und 1500 als Weimarer Stadtkirche errichtet, im Barock umgebaut und nach schweren Beschädigungen im Jahr 1945 in der Nachkriegszeit rekonstruiert. Dafür brachte nicht nur die Gemeinde viele Spenden auf, sondern Thomas Mann stiftete 1949 das Preisgeld des ihm verliehenen Goethe-Nationalpreises für den Wiederaufbau. Zu den Sehenswürdigkeiten dieses architektonischen Fixpunktes der Weimarer Stadtsilhouette zählen die 1555 von Lucas Cranach d. J. vollendeten Tafelbilder des Hauptaltares, die sein gleichnamiger Vater begonnen hatte. Auf dessen Mitteltafel sind, an prominenter Stelle unterhalb des Gekreuzigten neben Johannes dem Täufer der Kirchenreformer Martin Luther (1483–1546) und Lucas Cranach d. Ä. (um 1472–1553) in Ganzkörperporträts dargestellt. Luther hatte 1522 mehrmals in der Stadtkirche gepredigt. Lucas Cranach d. Ä. stellte seine Kunstfertigkeit in den Dienst der Reformation und erhielt ein Ehrengrab in St. Peter und Paul, der Begräbniskirche der Ernestiner. Johann Sebastian Bach spielte von 1708 bis 1717 – als Hoforganist und Kammermusiker in Weimar – regelmäßig die Orgel der Stadtkirche. JOHANN GOTTFRIED HERDER (1744–1803) IN WEIMAR Durch die Vermittlung seines etwas jüngeren Freundes Johann Wolfgang Goethe (1749–1832) wurde der vielseitig gebildete Theologe, Sprach- und Geschichtsphilosoph, Kunst- und Literaturtheoretiker Johann Gottfried Herder 1776 von Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach als Generalsuperintendent und erster Prediger an die Stadtkirche St. Peter und Paul berufen. Der an der Kultur interessierte Herzog war kein regelmäßiger Kirchgänger und lehnte die lutherische Orthodoxie ab. Von Herder erwartete er, dass die Kirchenadministration im Sinne der Aufklärung neu organisiert wurde. Dieser setzte sich für die Reformierung des Feiertagskalenders und die Modernisierung der Liturgie ein. 1781 verfasste Herder neue Kirchen- und Bußgebete, denn die tradierten Gebete mit ihren demonstrativen Bußformeln hielt er für nicht mehr zeitgemäß. Er gab das protestantische Gesangbuch neu heraus, bearbeitete den lutherischen Katechismus und führte neue Predigttexte ein. Neben dem Kirchen- war er auch für das Bildungswesen im Herzogtum verantwortlich, förderte die Einrichtung humanistischer Gymnasien, während sich seine Kollegen gegenüber den Reformbemühungen ziemlich desinteressiert verhielten. Weiterhin war der Universalgelehrte vielfältig publizistisch tätig: er veröffentlichte eine Sammlung von Volksliedern, dichtete, übersetzte aus mehreren Sprachen und verfasste Literaturkritiken, doch seit den neunziger Jahren blieb ihm immer weniger Zeit für seine schriftstellerischen Arbeiten: „Sonst stecke ich in Akten, Rechnungen, Arbeiten ... die Musen sind geflohen“, schrieb er 1793 in einem Brief. Gegen Ende seines Lebens wurde Herder zum Präsidenten des Oberkonsistoriums ernannt (1801), im Jahr darauf erhielt er einen Adelstitel. Vor der Weimarer Stadtkirche, in der er begraben ist, steht sein weithin sichtbares Denkmal. WAS WAR EIN GOTTESKASTEN ? Auf dem Etikett des Rechnungsbuches findet sich der Eintrag: „Gotteskasten“. Seit dem Mittelalter bezeichnete man mit diesem Begriff eine eisenbeschlagene, mit schweren Schlössern gesicherte Holztruhe zur Aufbewahrung des Kapitals einer Kirchengemeinde. Gotteskästen standen in Sichtweite der Gemeindemitglieder nahe den Eingängen der Kirchen. Auch in protestantischen Gemeinden blieb es üblich, Spenden, Almosen und vermögensrechtliche Urkunden in Gotteskästen aufzubewahren. Die Spendengelder stammten aus Kirchenkollekten oder an öffentlichen Orten aufgehängten Sammelbüchsen. Noch heute werden historische Gotteskästen in Kirchen oder Museen, ihrem ursprünglichen Zweck entsprechend, zur Sammlung von Spenden genutzt. Im Protestantismus galt es als verdienstvoll, Werke der Barmherzigkeit zu praktizieren, wozu u.a. die Beherbergung, Speisung und Kleidung der Armen gehörten. Zu den Aufgaben der Kirchenverwalter zählte es, in den Gotteskästen gesammeltes Spendengeld Gemeindemitgliedern auszuhändigen und darüber Buch zu führen. Damit das Geld nur wirklich Bedürftige, sogenannte „gute Arme“ erhielten, zu denen Witwen und Waisen, arbeitsunfähige Dienstboten, mittellose Alte und Kranke zählten, beobachteten sie die Gruppe der Begünstigten genau, vermerkten deren Namen in Almosenlisten und hielten jedes in Form von Bargeld, Lebensmitteln oder damals kostspieligem Brennholz ausgegebene Almosen in Rechnungsbüchern – wie diesem Exemplar – akribisch fest. Damit sollte Stifterinnen und Stiftern die Sicherheit gegeben werden, dass ihre Spendengelder in die richtigen Hände gelangten. Im Verlauf der Frühen Neuzeit wurde es üblich, mit dem Begriff „Gotteskasten“ auch im übertragenen Sinne das gesamte Vermögen einer Kirchengemeinde zu bezeichnen – so war es auch in der Weimarer Kirchenverwaltung üblich. VERWALTUNG UND ÖKONOMIE DER WEIMARER STADTKIRCHE – ZUM INHALT DES RECHNUNGSBUCHES Mit folgenden Worten umriss Johann Gottfried Herder seine vielfältigen Aufgaben als Theologe: „Prediger, Beichtvater, hatte die Konfirmation sämmtlicher (sic!) Kinder, die Taufen, Trauungen und Leichen der ersten Klasse, die Einführung der Geistlichen und endlich die Revision einer beträchtlichen Anzahl von Kirchenrechnungen.“ Zu den Kirchenrechnungen, über die Herder seinen prüfenden Blick schweifen ließ, zählte das vorliegende Rechnungsbuch des Gotteskastens von St. Peter und Paul. Dieses führte Johann Jacob Friedrich Wunder, der sein Verzeichnis der Kurfürstlichen Sächsischen Kirchenkommission vorzulegen hatte, deren Mitglied Herder war. Im ersten Teil des Rechnungsbuches sind alle Einnahmen der Stadtkirche in Gulden, Pfennigen und Kreuzern verzeichnet. Am Beginn steht der Übertrag des im vorhergehenden Jahr erwirtschafteten Kapitals, dann folgen aktuelle Erträge aus Zinsen und Grundbesitz. Vierteljährlich wurden die Spenden aus Sammlungen mit dem „Klingelbeutel“ in St. Peter und Paul und der Garnisonskirche zu St. Jacob vermerkt. Weitere Einnahmen stammten aus der Vermietung von Kirchengestühl – die Namen der Frauen und Männer, die sich einen festen Platz beim Gottesdienst sicherten, sind darin einzeln festgehalten. So saßen in der sogenannten Adelskapelle die beiden Fräulein Friederike Sophie und Elisabeth Ernestine von Volgstedt zusammen mit Frau „Baronne“ von Oertel. Auch das Läuten der Glocken der Stadtkirche, wohl anlässlich von Hochzeiten und Beerdigungen, erhöhte das Vermögen der Kirchengemeinde. Auf den zum Besitz der Kirche gehörenden Ländereien wurde Getreide angebaut: Johann Jacob Friedrich Wunder vermerkte die jährlichen Erträge an Gerste, Hafer und Erbsen. Die persönlichen Besitztümer von Alten und Kranken, die in den Hospitälern St. Laurentii, Ober-Weimar und Aßbach verstorben waren, wurden, sicherlich infolge einer testamentarischen Verfügung, bei Auktionen zugunsten der Kirchengemeinde veräussert und der eingenommene Gewinn unter den Einnahmen verbucht. Hinzu kamen Mietzinsen. Abschließend rechnete Wunder die Gesamtsumme aller Einnahmen eines Jahres aus und kam auf die Summe von 2729 Gulden, 12 Pfennigen und 8 Kreuzern (fol. 31r). Dann folgt das Verzeichnis der Ausgaben (beginnend mit fol. 32r): Die kostspieligsten Posten umfassten verliehenes Kapital sowie die Löhne der Beschäftigten, die sich in diesem Jahr auf 1312 Gulden beliefen. Hinzu kamen Kosten für Bauarbeiten- und Reparaturen an der Kirche und den Wohnungen des Superintendenten Johann Gottfried Herder (fol. 44r), des Archidiakons und des Diakons – Fensterscheiben mussten ersetzt, ein Ofen neu aufgemauert werden. Instandhaltungskosten fielen zudem für die der Kirche angegliederte Mädchenschule und die Wohnung des Organisten an, zum Beispiel für die Reparatur von Türschlössern (fol. 46r). Baumaßnahmen führten Handwerker auch an den erwähnten Hospitälern durch. Im weiteren folgen Kostenaufstellungen für die Vergabe von Brennholz („Holzalmosen“) und Begräbnisse von mittellosen, in den Hospitälern verstorbenen Personen. Außerdem für Kerzen, Schreibmaterial etc., die für den Gottesdienst benötigt wurden. Den Abschluss bilden wiederum eine Gesamtübersicht über alle Ausgaben (fol. 55r) und die Auflistung von Aussenständen. Einnahmen und Ausgaben von und für Getreide, Erbsen und Holz verzeichnete Wunder anschließend in der „Naturalrechnung“ noch einmal gesondert (fol. 58ff.). NICHT NUR DER GEHEIME RAT – WEITERE IM RECHNUNGSBUCH NAMENTLICH GENANNTE PERSÖNLICHKEITEN AUS DEM WEIMAR DER GOETHEZEIT Im Verlauf der Aufzeichnungen werden die Namen von Mitgliedern der Weimarer Gesellschaft genannt, zum Beispiel die Frau Oberkämmerin von Goechhauss (fol. 24r, 57r) sowie Johann Gottfried Herder selbst, der, wohl für sein Pferd, regelmäßig Hafer bezog (fol. 60r, 62r, 64r) und Holz erhielt (fol. 65v). Der Geheime Rat Johann Wolfgang Goethe wird ebenfalls unter den Beziehern von Hafer erwähnt (fol. 27r). Einen Kirchenstuhl in der Stadtkirche hatte, auch dies lässt sich dem Rechnungsbuch entnehmen, Charlotte von Stein (1742–1827), die hier als „Frau Oberstallmeister von Stein“ erscheint (fol. 23v.). Die Ehefrau Gottlob Ernst Josias Friedrich von Steins (1735–1793), Stallmeister des Herzogs von Sachsen-Weimar, war eine Hofdame der Herzogin Anna Amalia und befreundet mit der Familie Herder. Aus dem Jahre 1775 datiert der Beginn der wechselvollen und legendären Beziehung zu Goethe. LITERATUR: Eva Schmidt: Die Stadtkirche zu Weimar. 2. Aufl. Berlin 1983. Sabine Neubert: Lebendige Steine – Stätten des Ewigen: Die Gemeinden des Kirchenkreises Weimar und ihre Gotteshäuser. Berlin 1986, S. 139–142. Michael Zaremba: Johann Gottfried Herder. Prediger der Humanität. Köln 2002. Johann Gottfried Herder in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Dargestellt von Friedrich Wilhelm Kantzenbach. Reinbek 1982. Christoph Fasel: Herder und das klassische Weimar 1789–1803. Frankfurt a. M. 1988. Marcus Ventzke: Das Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach 1775–1783. Köln 2004, bes. S. 460–474. Goethes Briefe an Charlotte von Stein. Hg. v. Jonas Fränkel. Berlin 1960–1962. Bearbeitung D Dr. Britta-Juliane Kruse. --- manuscripts [Weimar Herder Klassik Kirchengeschichte Stadtgeschichte] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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RECVEIL DE CHOSES MEMORABLES. Französische Handschrift des 18. Jahrhunderts in brauner Tinte auf Papier, einspaltig, zu 24 bis 29 Zeilen, (1) weißes Bl., 342 (nur anfangs numerierte) Seiten, (2) weiße Bl., Blattgröße 22 x 17 cm, nicht datiert (das sechseitige Register später hinzugefügt), in einem Lederband der Zeit auf fünf unechten Bünden, mit goldgeprägtem Rückenschild und reicher Rückenvergoldung, Stehkantenvergoldung, dreiseitiger Rotschnitt und marmorierte Vorsätze (Kanten berieben, Gelenke mit Einrissen, die vordere Decke mit kl. Fehlstellen im Bezug). | |||
| Bestellnr. / order no. 908 | EUR 650,00 |
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![]() Die erste Textseite beginnt mit der Überschrift 'Secunda miscellaneorum Chilias'. Die Sprache des Kommentars ist französisch, die überaus zahlreichen Zitate aber sind in lateinischer, italienischer, griechischer und seltener auch in spanischer Originalsprache wiedergegeben. Die einzelnen Miszellen, Sinnsprüche, Annotationen, Kommentare und Apercus sind von 1 bis 1000 durchnummeriert und ergeben als "Sammlung merk-würdiger Dinge" eine typische Arbeit des 18. Jahrhunderts : ein positiv gesinntes Spiel mit Wissen und Bildung, eine philosophische Lagebeurteilung, die sich bisweilen witzig, bisweilen ernst, immer aber voller esprit, der klassisch-antiken und zeitgenössischen Literatur bedient, um Aufklärung zu betreiben. Entsprechend reicht die Auswahl der Autoren von der griechischen und lateinischen Klassik, über die etablierten Geistesgrößen der Renaissance wie Peucer oder Macrobius, bis hin zu den 'modernen' Reiseschriftstellern wie Pyrard, Pietro de la Valle und Tavernier. Die ersten 30 Miszellen behandeln Holland, es folgen einige Anmerkungen zu Gräbern und Bestattungsriten, dann Ausführungen zur französischen Geschichte und Topographie, zu Inschriften und Neuigkeiten, wie einer ewigen Flamme in der Nähe von Grenoble. Zu den häufiger vorkommenden Themen gehören Kirchengeschichte und Religion (Papsttum, Jesuiten, Jansenismus, Atheismus) und es werden auch irrationale Phänomene wie Talismänner, Horoskope und Prophezeiungen behandelt - alles immer wieder unterbrochen von den unterschiedlichsten Aphorismen. So wird berichtet, daß ein Gesandter im fernen Sudan eine arme Frau, der er auf der Straße begegnete, fragte, warum sie in der einen Hand Feuer und in der anderen Wasser trage, zur Antwort erhielt, sie trage das Feuer um das Paradies zu verbrennen und Wasser, um die Flammen der Hölle zu löschen. Viele der Aphorismen durchzieht eine solche freigeistige Ironie: zitiert wird etwa eine Inschrift eines Hauses in Villeneve "Vivent les lys, vive bourbon, vive Henry quatre de ce nom, vive cekuy qui pour sa reverence a fait poser ici les armoiries de France (1495). Ein aufmerksamer Leser des vorliegenden Manuskriptes hatte bereits im 19. Jahrhundert auf einem kl. Notizzettel, der sich auf dem Vorsatz verso findet, bemerkt : "une vaste compilation d'extraits et d'études de nombreux ouvrages curieux et peu connus ... Outre la valeur de cette documentation, elle nous revèle la tournure d'esprit d'un lettré du 18ième siècle". Die erste Textseite und Seite 25 mit dem Stempel 'Bibliothèque de la Davière'; stellenweise kl. Tintenflecke, eine Seite alt hinterlegt. --- manuscripts [Aufklärung Frankreich Bildungsgeschichte] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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ROLLAND, CAMILLE : 'École Imp(éri)ale Polytechn(i)que. Ire Division. Épures 1810'. Die Semesterarbeit des Studenten Rolland enthält 29, teils doppelblattgroße, teils farbige und größtenteils lavierte Zeichnungen in Tusche auf festem Papier, Blattgröße ca. 50,5 x 35 cm. Halbleder-Band der Zeit mit goldgeprägtem Rücken- und Titelschild (Einband berieben und fleckig, Rücken beschädigt, innen sehr wohlerhalten und farbfrisch), Folio. | |||
| Bestellnr. / order no. 413 | EUR 2500,00 |
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![]() Interessantes Dokument zur Geschichte des Architekturunterrichts im nachrevolutionären Frankreich, da zu den Lehrern Rollands der einflußreiche Jean-Nicolas-Louis Durand (1760 - 1834) gehörte. Der vorliegende Band enthält 11 technische und perspektivische Zeichnungen (mit Unterschriften von Frimot und Fourrier), 10 Zeichnungen zur Fortifikation und Kartographie, sowie 8 Architekturzeichnungen, davon 7 mit der Unterschrift von Durand. "Durand was the first professor of architecture appointed at the revolutionary École Polytechnique. (His) concern for economic, structural and functional requirements contrast sharply with the approach which had prevailed at its predecessor institution, the Académie Royale d'Architecture, just before the revolution. The rationalisation of the design process which Durand advocates is also novel, (...). (His) lectures influenced the development of the industrial town more than any other work at that time and contained many of the notions that became widely accepted with the aesthetic functionalism of the early twentieth century." (Liane Lefaivre, Alexander Tzonis, The emergence of modern architecture, S. 479). "Seine Vorlesungen erschienen ab 1802 unter dem Titel 'Précis des lecons d'architecture', die in ihren Nachdrucken und Übersetzungen zum folgenreichsten Architektur-traktat der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden." (Kruft, Geschichte der Architekturtheorie, S. 311). "Durand nimmt mit seiner Architekturtheorie in vielen Punkten den Funktiona-ismus der 1920er Jahre vor-weg." (a.a.O., S. 312). --- manuscripts [Architektur Architekturausbildung architecture] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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RÖMISCHES SKIZZENBUCH EINES ARCHITEKTURBEGEISTERTEN FRANZOSEN. Das Buch enthält 19 braun lavierte, ganzseitige Ansichten von Villen, Ruinen, Festungen, Kirchenfassaden etc. , 4 Skizzen mit Architekturdetails in Tinte und 42 Seiten mit Bleistiftzeichnungen einiger Fassaden, Gebäude und Innenräume,sowie zahlreicher Ziegel- und Steinbodenmuster. Ohne Signatur und Datierung (wohl 19. Jahrhundert); einige Blätter mit handschriftlicher Bezeichnung in Tinte oder Bleistift ('Pavillon dans le jardin du couvent de la Trinité du Mont à Rome', 'Ruines d'un petit temple ... sur la via appia', À la villa Medici', 'au Vatican', 'au Pantheon' etc.). Festes Schreibpapier, Blattgröße 17,5 x 11,5 cm, in einem hellblauen Papierumschlag der Zeit (Rücken repariert, neu geheftet). | |||
| Bestellnr. / order no. 3647 | EUR 1200,00 |
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![]() Die Tatsache, daß sich neben den versiert ausgeführten, hübschen und stimmungsvollen Architekturzeichnungen zahlreiche Skizzen von Architekturdetails, wie Kapitellen, Rosetten, Türen, Gesimsen und insbesondere Verlegemustern, zumeist mit handschriftlichen Bezeichnungen und Maßen versehen, befinden, legt die Vermutung nahe, daß es sich bei dem Reisenden um einen Architekten gehandelt haben könnte. - Insgesamt sehr wohlerhalten. --- manuscripts [Architekturzeichnung Italien Architekturgeschichte Reisen] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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ROUX, PHILIBERT-JOSEPH - 'Cours de Physiologie De Monsieur Roux, chirurgien de l'hopital Beaujon, Docteur en medecine, professeur de chirurgie et de physiologie. Année 1809 - 1810'. Anonyme Vorlesungsmitschrift in französischer Sprache, braune Tinte auf Papier, gleichmäßige, gut lesbare Schrift mit 3 kleinen Illustrationen, Blattgröße 19,4 x 13,5 cm. 137 (richtig 138) S., neuerer Halbleder-Band, Rücken mit goldgeprägten Fileten. | |||
| Bestellnr. / order no. 380 | EUR 850,00 |
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![]() Die vorliegende Kursmitschrift besteht aus zwei Teilen; die erste Hälfte (Seite 1 - 69) behandelt die allgemeine Physiologie, sprich die vitalen Funktionen des Körpers ('Vie propre des organs', S. 28), aber auch 'L'Histoire de la sympathie' (S. 32), 'Sécrétions' (43), den Einfluß von Alter und Temperament auf die Organe (52), sowie den gewaltsamen und den natürlichen Tod und seine Kennzeichen (61). Die zweite Hälfte untersucht die "Fonctions relatives à l'Individu" (Seite 70 - 138), d.h. die Sinnesorgane : das Auge und das Sehen (75), das Ohr und das Hören (101), die Nase und den Geruchssinn (116), sowie das Schmecken (124) und das Tasten (130). Der Lehrer, Philibert-Joseph Roux, war nicht nur einer der herausragenden Chirurgen seiner Zeit, er galt auch als begnadeter Erzähler und Selbstdarsteller, der gerne vor Publikum brillierte - die in der Mitschrift wiedergegebenen Formulierungen bestätigen diese Charakterisierung durchaus. Geboren 1780 in Auxerre, schickte ihn sein Vater, der selbst Chirurg war, zur Ausbildung in das dortige Militärkrankenhaus, doch schon früh zog es ihn nach Paris, wo er bald ein Lieblingsschüler des großen Bichat wurde. Nach jahrzehntelanger Spezialisierung auf dem Gebiet der Chirurgie wurde er zum Chefarzt des Krankenhauses in Beaujon ernannt. 1810 heiratete er die Tochter des Baron Boyer, der der erste Chirurg Napoleons war und wurde darufhin zum zweiten Chirurgen an der Charité ernannt. 1820 wurde er in die Akademie für Medizin aufgenommen und 1828 deren Präsident. Überschüttet mit Auszeichnungen und Anerkennung starb er 1854. "Among the French surgeons of the 19th century, Roux was second in importance only to Dupuytren. He performed staphylorrhaphy in 1819 and sutured the ruptured female peritoneum in 1832; he is also remembered on account of his method of resection of bone." (Garrison and Morton 4456). --- manuscripts [Medizin Medizingeschichte Chirurgie Physiologie] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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ROZE : ÉCOLE ROYALE POLYTECHNIQUE. 1.ière et 2.ième Division, 1828 - 1829. Enthalten sind 90 teils lavierte Federzeichnungen des Studenten Roze, davon 41 Zeichnungen zur Perspektivlehre, 6 zur Konstruktion eines Leuchtturms, zwei Doppelblätter mit dem Aufriss einer Dampfmaschine und einer Mühle, 31 (davon 2 doppelblattgroße) Architekturzeichnungen und 10 Terraindarstellungen; alle Blätter mit dem Trockenstempel der École Royale und dem Korrekturstempel des Professors. Halbleder-Band der Zeit (Rücken beschädigt und repariert), Folio. | |||
| Bestellnr. / order no. 2968 | EUR 750,00 |
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![]() --- manuscripts [Architektur architecture architectural drawings] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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SAINT-CYR. ÉCOLE SPÉCIALE MILITAIRE. Abschlußarbeit des Mr. Delange, datiert 1851 - 1853, bestehend aus 29 auf Stegen montierten Blättern. Die Standardblattgröße beträgt 51,5 x 33,5 cm, wenige Bl. sind etwas kleiner. Schöner neuer Pappband mit dem goldgepr. O.-Titelschild, 51,8 x 36 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 663 | EUR 700,00 |
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![]() Das erste Bl. ist eine typographische Studie in Tinte, die Bl. 2 bis 7 und Bl. 9 sind geometrische Zeichnungen in Tusche, Bl. 8 zeigt eine lavierte, räumliche Darstellung zweier Kugeln, Bl. 10 Breiten- und Längengrade, Bl. 11 bis 14 Darstellungen von Maßstäben und Kartenprojektionen, Bl. 15 ist ein Beispiel für die Kolorierung von Karten, Bl. 16 bis 19 sind ebenfalls farbig aquarellierte, topographische Karten, Bl. 20 mit 2 montierten Karten in Bleistift, Bl. 21 und 22 Profildarstellungen in schwarzer und roter Tusche, Bl. 23 eine braun lavierte Ansicht eines Gebäudes samt entsprechenden Aufrissen, Bl. 24 ein Profil in Tusche, Bl. 25 ist eine doppelblattgroße, blau lavierte technische Militärarchitekturzeichnung, Bl. 26 zeigt eine braun lavierte Ansicht eines 'Camp d'un Bataillon', Bl. 27 ist der doppelblattgroße Aufriss einer Verteidigungsanlage in roter und schwarzer Tusche, Bl. 28 ist eine rot und braun lavierte Ansicht von Verteidigungsanlagen und Bl. 29 ist wiederum doppelblattgroß und zeigt einen farbig kolorierten Aufriss einer Befestigungsanlage. Alle Blätter sind, wie üblich, von Delange selbst und dem zuständigen Ausbilder gezeichnet und tragen den Stempel 'Ecole Spéciale Militaire', teilweise auch den Trockenstempel der Schule. Einige Blätter verso mit ausführlichen handschriftlichen Berechnungen zu den umseitigen Abbildungen.1803 von Napoleon gegründet, residierte die Grand Ecole Militaire zunächst in Fontainebleau, zog 1808 nach Saint-Cyr um und blieb, 1882 reorganisiert, neben der École Polytechnique die wichtigste Ausbildungsstätte für Heeresoffiziere. 1944 zerstört, wurde sie 1946 zunächst in die Bretagne verlegt und schließlich 1966 als 'Collège Militaire de Saint-Cyr' wiedereröffnet. - Das erste Blatt etwas fingerfleckig und angerändert, sonst kaum fleckiges, sauberes Exemplar mit präzisen Zeichnungen und Darstellungen. --- manuscripts [Handschriften Militärgeschichte Kartographie Saint-Cyr] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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SAMMELBAND EINES ERFINDERS - CARNET D'UN INVENTEUR. Sammlung von zahlreichen kleineren Arbeiten zu technischen Problemen, Arbeitsprozessen, Maschinen, Werkzeugen, Öfen etc. etc. Manuskript in französischer Sprache, von einer Hand in Tinte auf unterschiedlichen Papieren, mit überaus zahlreichen Illustrationen, ebenfalls in Tinte, größtenteils laviert. Einzelne Arbeiten mit einer Datumsangabe zwischen 1789 bis 1794, aber nicht chronologisch gebunden. Eine Arbeit ist am Ende signiert mit Bagnaudies, möglichweise ist dies der Autor der Manuskripte und möglicherweise lebte er in Poitiers, weil eine Sonnenuhr für Poitiers gezeichnet wurde und der Rücken einen Stempel aus Poitiers aufweist. 489 Seiten mit über 80 ganzseitigen Illustrationen und überaus zahlreichen Abbildungen im Text; Blattgröße ca. 25 x 19 cm. Etwas zu kleiner, sehr einfacher Pergamentband aus einem Missaleblatt (Rücken nicht fachgerecht mit Pergament verstärkt, Einband fleckig und stark berieben, Decken aufgebogen). | |||
| Bestellnr. / order no. 2651 | EUR 7500,00 |
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![]() Behandelt werden Sonnenuhren, Maschinen zum Zerkleinern von Rüben, Lastenaufzüge, pyramidale Bienenstöcke, eine harmonische Guitarre, Maschinen zum Zeichnen von Landschaften, ewige Kalender, hölzerne Drehspieße, ein perpetuum mobile, Winden, Hausschuhfertigung aus Webkanten, zahlreiche Mühlenarten, Stroh, Spezialmesser, ein trigonometrischer Kompass, die unterschiedlichsten Lampen, hydraulische Maschinen, Druckpressen zur Herstellung von Büchern für Blinde, Wasserpumpen, Stoffpressen, Schiffshebemaschinen, tierische Barometer, Pflüge ohne Räder, Probleme des Hopfenanbaus, Sprenkleranlagen, Schienen für gebrochene Beine, Inhalationsapparate, Maulwurffallen, Sensen, Sämaschinen, Konservierungsmethoden, Kaminzüge und Kaminkonstruktionen, Feldmessinstrumente, Kornwaschanlagen, Entsafter, Häckselmaschinen, Kochtöpfe à l'américaine, eine mechanische Leiter, Rodungsmaschinen, Anker, verschiedene Öfen, eine deutsche Wäschemangel, Maschinen zur Produktion von Mineralwasser, filtrierende Brunnen, neuartige Spinnräder, Heißluftballons mit nicht entflammbaren Gasen, die Aufstellung von Blitzableitern, Pflanzmethoden, Schubkarren, Aalangeln, Geflügelmastmaschinen, Bewässerungsmethoden, Stampfbaumethoden, Speicher, Stimmgabeln, Maßnahmen bei Erstickungsanfällen, Nivellierungsmethoden, Schnürsenkel-, Borten und Bandherstellung, die Funktion einer Wasseruhr, die Konstruktion eines Anemometers, dann diverse Spiele und Tricks, wie die 'Bouteille Curieuse', Profilzeichenhilfen, Basteleien von mechanischen Spielzeugen, Vögeln, Blumen, Windrädern, Vogelkäfigen, Instrumenten, Kommoden, Konstruktion eines Fallbeils und vieles, vieles anderes mehr. Nahezu alle Abhandlungen sind detailreich illustriert und befassen sich größtenteils mit praktischen Fragen der Landwirtschaft, der häuslichen Infrastruktur und gegen Ende der Sammlung vermehrt auch mit technischen Spielereien. Viele der empfohlenen Verbesserungen sind mechanischer oder hydraulischer Natur, insofern unterscheidet sich das Manuskript sehr deutlich von sonst in der Zeit üblichen hausväterlichen Ratgebern, die eher medizinische, pharmazeutische und mehr oder weniger kulinarische Rezepte enthalten. Der Autor der vorliegenden Handschrift muß ein auf dem Lande lebender, gebildeter Liebhaber mechanischer Künste gewesen sein, denn die Liebe zu den technischen Neuerungen spricht ganz augenfällig aus den sehr anschaulichen Zeichnungen. So ist der Sammelband ein Dokument einer entstehenden technischen Begeisterung und Ästhetik im ausgehenden 18. Jahrhundert, sowie einer Erfinderleidenschaft, die sich auf die Verbesserung der "Produktionsmittel" ebenso wirft, wie auf die Herstellung verschiedenster Alltagsbelustigungen. - Die ersten Lagen sind gelockert, wenige Blätter lose, einige am Rand etwas fleckig, die letzten, teils kleineren Blätter mit einigen Wurmspuren. --- manuscripts [Technik technique Landwirtschaft] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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SAMMLUNG VON WEIT ÜBER 1000 STOFFMUSTERN AUS DDR-PRODUKTION. 44 größtenteils doppelseitig und dreispaltig mit Stoffmustern beklebte Bögen, Blattgröße ca. 49 x 32,5 cm; Stoffmuster mit jeweils 8 cm Breite und verschiedenen Höhen, die meisten der überaus farbenfrohen und teils erstaunlich verspielten Muster sind mit kleinen Nummern-Etiketten versehen. Ohne Datierung oder Hinweise auf die Provenienz, wohl Sachsen, um 1970. Die Bögen liegen lose in einer neuen Kassette. | |||
| Bestellnr. / order no. 5566 | EUR 750,00 |
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![]() Es finden sich auf den Bögen und Mustern weder Hinweise auf die Designer, den Hersteller oder das Produktionsjahr. Nur der in der Nähe von Dresden ansäßige Drucker der Musterbögen (Georg Weigel, Großenhain) ist angegeben. In den Jahren 2002 und 2003 wurde im Rahmen der Bestandsermittlung historischer Stoffmusterbücher in Sachsen festgestellt, dass die tatsächlich vorhandene Menge solcher Sammlungen weit kleiner ist, als ursprünglich angenommen. "Augenzeugenberichten zufolge wurden Stoffmusterbücher von ABM-Kolonnen containerweise entsorgt, ... oder verbrannt" (vergl. www.inntex.de/doc/INNTEXAK03). - Stellenweise Feuchtigkeitsspuren. --- manuscripts [Fashion Mode Stoffmuster DDR Textilindustrie] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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SCHMUCKENTWÜRFE - Drei große französische Entwürfe für steinbesetzten Haarschmuck in Bleistift und goldgehöhter Guache, auf hellbraunem Pauspapier, unsigniert, undatiert (um 1850). | |||
| Bestellnr. / order no. 1923 | EUR 900,00 |
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![]() Der erste Entwurf (Blattgröße 39 x 31cm) zeigt ein perlen- und saphirbesetztes Diadem, der zweite Entwurf (Blattgröße 38 x 31 cm) ein Haarband mit zentralem Medaillon, Perlen, Rubinen und brillantbesetzten Federn und der dritte Entwurf (Blattgröße 26 x 23,5 cm) ein Haarnetz. Das erste und zweite Blatt alt auf Karton aufgezogen, alle Blätter mit kleineren, teils restaurierten Fehlstellen, der dritte Entwurf mit kl. handschriftlicher Notiz und kleinem Tintenfleck. Alle drei Entwürfe unter neuen Passepartouts. (Ähnliche Entwürfe siehe Vever, French Jewelry of the 19th Century, S. 534 und S. 701). --- Trois grands dessins sur calque (2 contrecollés sur carton) en gouache et mine de plomb; milieu du XIXe. manuscripts [Jewelry Bijoux Schmuck Mode Hair Ornament] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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SOLA, GIO(VANNI) : 'Libro dè Architect(ur)a composto da me Gio: Sola Architectro con un sistema di fortificatione ad’uso de precipanti. Anno 1736.' Ohne Ortsangabe (Venedig ?). Teils lavierte Federzeichnungen und Handschrift in italienischer Sprache, braune Tinte auf Papier, Blattgröße 37,5 x 22,5 cm. Vorsatzbaltt mit handschriftlichem Titel, 67 Seiten, meist beidseitig beschrieben, etwas späterer Pappband (Rücken beschädigt, Einband berieben), Querfolio. | |||
| Bestellnr. / order no. 586 | EUR 4500,00 |
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![]() Architektonisches Skizzenbuch mit sorgfältig ausgeführten und teilweise lavierten Federzeichnungen zu den fünf Säulenordnungen »Ordine Toscano – Dorico – Gionico – Corrintio – Composito«. – Enthalten sind weiterhin Fassadenaufrisse und Darstellungen einzelner Architekturelemente wie Gesimse, Kapitelle, Säulenquerschnitte, ferner detaillierte Architekturzeichnungen mit Maßangaben und Angaben zu den Proportionen, in denen auf Palladio, Scamozzi und Vignola Bezug genommen wird. Am Ende der Handschrift wird die Verwendung dieser Ordnungen exemplarisch an einigen venezianischen Gebäuden gezeigt : 'Facciata Di Sant' Eustachio', 'facciata di S. fran(cesco) Della Vigna', 'Procuratie nove In Rosetta Alla Cecha' etc. Giovanni Sola ist möglicherweise ein Nachkomme eines der beiden aus der Nähe von Como stammenden Brüder Antonio (gest. 1695) u. Giovanni (gest. 1706), die als Architekten in Trient (vgl. Thieme-B. XXXI, 21) wirkten. – Bindung gebrochen, sonst bis auf wenige kleine Stock- u. Fingerflecken gut erhalten. --- manuscripts [Architektur architecture Italien] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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STEAMSHIP TRANSYLVANIA (II). Privates Skizzenbuch, enthält u.a. 24 ganzseitige Bleistiftzeichnungen des Interieurs des Luxusliners 'SS Transylvania', eine weitere Ansicht zeigt das Deck des Schiffes. Die schwungvoll und professionell ausgeführten Ansichten der üppigen Innenausstattung zeigen neben dem ästhetischen auch ein offensichtlich berufliches Interesse: teilweise sind die Räume, teilweise die Materialien bezeichnet: "green marble mosaic", "1st - Dining Room", "1st Lounge", "2nd Smoke Room", "2nd class Lounge, all round tables, writing table", "Writing Room", einige Blätter zeigen einzelne Möbel, wie Schreibtische, Sessel oder Teile der Wandverkleidung etc., ein Blatt den Eingang zum "Highseas Bookshop". Unsigniert und undatiert, um 1925. Einfacher Halbleinwand-Band der Zeit (Kanten leicht berieben), 22,7 x 18 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 786 | EUR 850,00 |
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![]() The steamship Transylvania (II), sister of Caledonia IV, "was built by Fairfield Shipbuilding & Engineering at Govan. She was laid down in 1919, but soon after work stopped for nearly two years. As a result, her launch occurred in March 1925, followed by a Glasgow-New York maiden voyage on 12 September 1925. In November 1928, assisted by the East Asiatic Co.'s Estonia, Transylvania rescued 13 of the 26 members of the crew of the sinking German freighter Herrenwijk. ... During the late 1930's Transylvania engaged in West Indies cruising in addition to her regular North Atlantic service. Requisitioned as an armed merchant cruiser when World War II began, she was torpedoed and sunk by U 56 west of Inishtrahull on 10 August 1940. Although nearby trawlers were able to rescue about 300 of Transylvania's crew, there were 48 fatalities." (Sources: Bonsor's North Atlantic Seaway; Haws' Merchant Fleets; Kludas' Great Passenger Ships of the World; Williams' Wartime Disasters at Sea). Dass es sich bei den Innenansichten um die Tranylvania II handelt und nicht um ihre Vorgängerin, die im Mai 1917, ebenfalls von deutschen Torpedos, versenkt worden war, ergibt sich aus einem Vergleich mit den wenigen Photographien, die für uns im Gjenvick-Gjonvik-Archive nachweisbar waren. Das Album enthält weiterhin 2 Ansichten von Ovomaltine Fabriken; eine, das legen der hohe Schornstein und die Bergkulisse nahe, zeigt die Anlage in Neuenegg, die zweite Skizze könnte die 'Ovaltine' - Fabrik in Kings Langley zeigen, die zwischen 1924 und 1929 gebaut wurde und für ihre beeindruckende Art Deco-Fassade bekannt ist. Nach zahlreichen leeren Blättern finden sich am Ende 10 Seiten mit Kostümskizzen für die Könige Henry, William, Edward etc., mit zahlreichen Anmerkungen zu Farbe und Material der Gewänder, sowie 4 Skizzen zu passenden Bühnenbildern. --- manuscripts [Seefahrt Schiffahrt Luxusliner Kreuzfahrt stamship ocean liner] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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TARBÉ DE VAUXCLAIRE. Abschlußarbeit eines Studenten an der Ecole Royale Polytechnique. 2me Division (Ecole des Ponts et Chaussées). Paris, 1823 - 1824. 41 (davon 2 doppelblattgroße) Bl. und 5 Bl., teils laviert, teils koloriert, Pappband der Zeit mit rotem, goldgeprägtem Titelschild (Rücken mit kl. Fehlstelle, Einband etwas berieben), 47 x 30,5 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 637 | EUR 880,00 |
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![]() Bis auf Blatt 39 tragen alle Blätter den Prägestempel der Ecole Royale Polytechnique, sowie den Stempel 'Vû, L.G.' und die Signatur 'Tarbé de Vauxclaire'. Beginnend mit rein geometrischen Zeichnungen, folgen ab Blatt 20 mehr architektonische Projektionen, Konstruktionen und Aufrisse. Die separat gezählten letzten fünf Blätter zeigen lavierte, dreidimensionale Architekturdetails. Die Ecole Polytechnique wurde 1794 gegründet, um eine militärische Elite auszubilden. Ihre besten Absolventen erhielten die Möglichkeit sich auf weiterführenden Schulen, wie der Ecole des Ponts et Chaussées zu spezialisieren. Die sehr sauber ausgeführten, technisch anspruchsvollen Zeichnungen sind ein beeindruckendes Beispiel für das hohe Niveau der militärischen Ingenieurausbildung in der nachnapoleonischen Zeit. - Abgesehen von vereinzelten kl. Stockflecken nur ein Bl. braunfleckig. --- manuscripts [Handschriften architecture Architekturzeichnungen Architekturstudium] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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TISSAGE - 'Theorie de Fabrique. 1870. Jean Beraud.' Handschriftliche Kursreinschrift in französischer Sprache, schwarze Tinte auf Papier, Blätter einspaltig und beidseitig beschrieben, sehr gleichmäßige und gut lesbare Schrift, Blattgröße 43 x 29 cm, alle Blätter mit breitem Rand. Enthält zahlreiche graphische Darstellungen und über 200 eingeklebte Stoffmuster. (2) weiße Bl., Titelblatt, 271 (richtig 272) S., (21) weiße Bl., (7) S., (4) weiße Bl., dunkelgrüner Halb-Lederband der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel 'Cours de Théorie' und etwas Rückenvergoldung, marmorierte Vorsätze (Gelenke angebrochen, Rücken berieben), Folio. | |||
| Bestellnr. / order no. 1008 | EUR 2500,00 |
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![]() Zunächst werden in einem einleitenden Kapitel die entscheidenden Begriffe wie l'ourdissage, pliage, remettage, piquage en peigne, l'armure, tordage etc. erläutert, dann finden sich für jedes der über 200, teils sehr aufwendigen, Stoffmuster die Angaben für den Materialverbrauch und den Fadenlauf. - Seite 2 mit aufgezogener, gedruckter Tabelle, S. 28 und 239 unbeschrieben, S. 92 doppelt gezählt. Am Rand stellenweise etwas gebräunt, wenige Bl. mit minimalen Randläsuren; schönes mit allen Stoffmustern komplettes Exemplar. --- manuscripts [Tissage Webtechnik Musterbuch early programming] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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TRAITTÉ DES GRADUEZ. Anonyme, französische Handschrift um 1680 in brauner Tinte auf Papier, einspaltig, zu 23 bis 26 Zeilen, gut lesbar, mit breitem weißen Rand, in französischer Sprache verfasst und aus drei Teilen bestehend. Teil I : (4) weiße Bl., Titelblatt, 297 S., oben mittig paginiert, S. 298 weiß, (2) weiße Bl.; Teil II : 25 S., oben rechts paginiert, (1) weißes Bl.; Teil III : (158) S., (1) weißes Bl., dunkelbrauner Leder-Band der Zeit auf fünf unechten Bünden, mit reicher Rückenvergoldung und dunkelrotem goldgepr. Rückenschild, Steh- und Innenkantenvergoldung, dreiseitiger Rotschnitt, marmorierte Vorsätze (Gelenke gebrochen, oberes Kapital mit Fehlstelle), 28,5 x 20 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 705 | EUR 2500,00 |
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![]() Durch das Schisma - das Vorhandensein mehrerer Päpste zur gleichen Zeit - wurde im 15. Jahrhundert der Gegensatz zwischen König- und Papsttum, insbesondere in Frankreich, erneut virulent. Die Lösung des Problems geschah in drei Etappen: durch das Konzil zu Basel (1431 - 1449), durch die pragmatische Sanktion 1438 und durch das Konkordat von 1516. Wie zumeist bei derartigen Auseinandersetzungen ging es auch hier nicht zuletzt um politische und ökonomische Interessen der Beteiligten. Im Mittelpunkt standen Fragen nach dem Recht hohe kirchliche Würden- und Funktionsträger einzusetzen, nach Abgaben an die Päpste und nach der Zuständigkeit von Instanzen bei kirchenrechtlichen Prozessen. Praktisch - nicht nach den Buchstaben der ausgehandelten Abkommen - kam es zu einer weitgehenden Unabhängigkeit des französischen Königs von päpstlichen Vorrechtsansprüchen. Es stabilisierte und kristallisierte sich ein spezifisch französischer Katholizismus heraus, der mit dem Begriff Gallikanismus umschrieben wird. Ein solcher Erfolg des sich entwickelnden französischen Nationalstaates wäre kaum denkbar gewesen, ohne die Unterstützung des Königs durch einen Großteil der modernen, universitären Geistlichkeit, deren Interesse sich hier mit dem des Königs deckte. Auch ihnen war daran gelegen, bei Stellenbesetzungen und der Vergabe von Pfründen mitzureden, auch sie sahen es ungern, wenn kirchenrechtliche Prozesse nach Rom gezogen wurden. Es überrascht daher nicht, daß ein Großteil der oben genannten Vereinbarungen von Rechten und Privilegien dieser modernen 'pressure group' der an den Universitäten ausgebildeten Theologen handelt. Genau dieses Thema behandelt das vorliegende Manuskript: die Graduierten. Dies geschieht aus juristischer Perspektive und in souveränem Umgang mit Quellen und Kommentaren. Die Untersuchung erstreckt sich von den Ergebnissen des Basler Konzils bis zu den Erlassen und Entscheidungen des späten 17. Jahrhunderts. Die Arbeit besteht aus drei Teilen: der erste, umfangreichste erörtert -teils äußerst subtil formal-juristisch, aber immer zugleich historisch vergleichend - die Rechte und Privilegien der Graduierten. Der zweite Teil, eine Reinschrift von zweiter Hand, behandelt die Regelungen des Konkordates von 1516, die sich mit der Einsetzung von Äbten etc. befassen. Der dritte Teil enthält Kommentare zur pragmatischen Sanktion, zur Vergabe von Pfründen etc. Das Manuskript beschreibt damit, wie sich die moderne Aufsteigerschicht der Graduierten durch Festschreibung von Privilegien etablieren konnte. Denn während bislang etwa die Vergabe kirchlicher Pfründe nicht an akademische Grade gebunden war, wurde jetzt ein Drittel aller Pfründe verbindlich für die Absolventen bedeutender Universitäten reserviert und die Kandidaten wurden nicht mehr von Rom, sondern von den Universitäten selbst ernannt. Es erstaunt, daß sich zum Thema der Graduierten kaum monographische Literatur findet: bekannt ist der 1710 anonym erschienene 'Traité des graduez, de leur etablissement, et de leurs droits' und M. Piales 'Traité ... des graduez'. Beide Werke liegen inhaltlich und methodisch durchaus auf der Linie unseres Manuskriptes, unterscheiden sind allerdings im Aufbau und geben uns leider keinen Hinweis auf den souveränen und wortmächtigen Verfasser unserer Handschrift. - Nahezu ungebräuntes und nur vereinzelt leicht fleckiges, wohlerhaltenes Manuskript. --- manuscripts [Jura Kirchenrecht Frankreich Akademiker] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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TURQUET, D. - 'Ethica dictata a Clarissimo Viro D. Turquet, celeberrimo Philosophiae Professore in Collegio Dormano. Bellovaco, Anno Domini 1758'. Am traditionsreichen Collège des Beauvais in Paris entstandene Vorlesungsmitschrift des Studenten 'Joanne Baptista Geoffroy', braune Tinte auf Papier, schwungvolle Schrift mit kalligraphischen Zwischentiteln und Kapitelüberschriften, stellenweise Wechsel der Feder (oder der Schreiberhand ?). Titelblatt, 154 S., (3) S. (Index) und (3) Bl., 51 S., (4) S., Lederband der Zeit mit reicher floraler Rückenvergoldung, goldgeprägtem Rückenschild, dreiseitigem Rotschnitt und marmorierten Vorsätzen (Einband stellenweise etwas berieben, hintere Decke mit Fehlstelle im Bezug), 22 x 17 cm. | |||
| Bestellnr. / order no. 548 | EUR 600,00 |
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![]() Das Collège de Beauvais (oder Collège de Dormans-Beauvais) wurde bereits im Jahre 1370 von Jean de Dormans, Bischof von Beauvais und Kanzler Frankreichs, gegründet. Die noch erhaltene, in der heutigen rue Jean-de-Beauvais im 5. Arr. gelegene, Johnannes dem Täufer gewidmete Kapelle, wurde 1375 von Raymond du Temple, dem Baumeister des Louvre und des Château de Vincennes, erbaut. Von ihm stammte auch das Schulgebäude von 1381, das heute nicht mehr existiert. Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhundert war das Collège de Beauvais ein Zentrum des Jansenismus, in das viele hohe Staatsbeamte und Juristen ihre Söhne zur Ausbildung schickten. Zu den bekannten Lehrern am Collège gehörten: Petrus Ramus und Francisco de Xavier; zu den berühmten Schülern Jean Racine, Nicolas Boileau, Charles Perrault und Cyrano de Bergerac. Die vorliegende Mitschrift enthält, nach den einleitenden Bemerkungen, zwei Theile : die 'Ethica Generalis' (S. 15 - 154) und die 'Ethica specialis' (S. 1 - 51). Behandelt werden, in bekannter scholastischer Manier, die 'Principiis actuum humanorum', 'De Principiis externis', 'De Bono Generatim', 'De Fine', 'De Beatitudine', 'De Regulis actuum humanorum', 'Lex naturalis', 'Ex Tacita Virtutis approbatione', 'Ex ratione fundamentali Legum Positivarum', 'De Lege positiva', 'Lex Divina', 'Lege Positiva humana', 'De Conscientia', 'De Justitia', 'De Prudentia'. Der zweite, angewandte Teil enthält 'Officia cultus interni speculativa', 'Officia cultus externi' etc., sowie 'Offizia homini erga Rempublicam', 'Officia magistratuum et Judicum', 'Officia liberorum', Officia Dominorum et Servorum', 'Officia Privatorum'. Es wäre sicherlich reizvoll anhand der hier vorliegenden Mitschrift, die ja die tatsächlich gelehrte katholischen Sozial- und Morallehre dokumentiert, zu untersuchen, inwieweit sich noch Reste jansenistischer Überzeugungen im Unterricht des Collège de Beauvais fanden, beziehungsweise wie nachhaltig der Einfluß der jesuitischen Dogmen war. Insgesamt ein interessantes Zeugnis des katholischen Selbstverständnisses in der Mitte des 18. Jahrhunderts. - Von einigen Tintenflecken abgesehen gut erhalten und nur gering gebräunt. --- manuscripts [Theologie Philosophie Vorlesungsmitschrift Jansenismus Jansénisme] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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VÊTEMENTS DE TRAVAIL - 19 Kartons (Bristol Board) mit schwarz-weißen Originalentwürfen für Arbeitsuniformen, davon 18 signiert 'Guido, undatiert (um 1910). Die Entwürfe stammen aus dem Hause A. Ruy-Blas und A. Meillon Fils, 6, Rue Hippolyte-Lebas, Paris. Maison Spéciale d'Habillements Administratifs et Militaires. 'Aux Phares de la Bastille'. Kartongröße 22,5 x 14,2 cm. In einer aufwendigen, neueren Kassette mit Pergamentrücken und schwarzen Seidenbezügen. | |||
| Bestellnr. / order no. 1902 | EUR 950,00 |
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![]() Enthalten sind mehrere Entwürfe für Chauffeursuniformen (Übermäntel, Regenmäntel mit Sturmhaube, Leder-Kombinationen, etc.), für eine Piccolo-Uniform, für den Frack eines Oberkellners und eines Kellners im Felix Krull-Alter, für livrierte Dieneruniformen, teilweise mit Kniebundhosen und Gamaschen, für den Frack eines Butlers und den Anzug eines Hausdieners mit gestreifter Jacke, für einen Portier mit knöchellangem Mantel und für einen Boten. Nur eine Tafel zeigt keine ganze Uniform, sondern 6 verschiedene Gamaschenarten. Teilweise verso handschriftliche Zusätze wie "compl. toute bleue", "trop conforme", "la taille est trop long", "taille trop courte", "changer garniture" u.a.m. In der Ausführung sind die Zeichnungen sehr sauber, fein und detailreich, die Personen sind alle individuell gestaltet, vielfach mit berufsspezifischen Accessoires. Mehrere Tafeln am Rand mit dem Prägestempel 'Bristol Board' mit gekröntem R. - Die Kartons tragen teils alte Nummerierungen und sind stellenweise leicht fingerfleckig. --- manuscripts [Kostüme Uniformen Arbeitskleidung Chauffeure Working clothes] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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WEBTECHNIK - 'Zürcherische Seidenwebschule Zürich. Kurs 1930/31. Bindungslehre und Dekomposition'. Handschriftliche Mitschrift des Kurses von Hans Guyer. Schwarze Tinte auf kariertem Papier, sehr gut lesbare Schrift, Text und Illustrationen gefasst von zweifarbigem Rahmen, Blattgröße 40 x 33 cm. Gedrucktes Titelblatt, (135) größtenteils beidseitig beschriebene Bl., 4 lithogr. Bl.; enthält über 130 eingeklebte Stoffmuster und zahlreichen graphische Darstellungen des Fadenlaufs. O.-Halbleder-Ringbuch mit goldgeprägtem Titel (Einband minimal berieben), Folio. | |||
| Bestellnr. / order no. 1012 | EUR 1200,00 |
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![]() Ihre Blüte erlebte die schweizerische Seidenindustrie im 17. Jahrhundert. Um 1830 waren im Raum Zürich ca. 6000 Seidenwebstühle in Betrieb, Ende des 19. Jahrhunderts liefen dann über 11.000 Handwebstühle und über 15.000 mechanische Webstühle in der Region. Die Billigkonkurenz aus China strürzte die Züricher Seidenindustrie Ende des 19. Jahrhunderts in eine existentielle Krise. Ein Reflex darauf war 1881 die Gründung der Zürcherischen Seidenwebschule durch einige Schweizer Fabrikanten. Die vorliegende Mitschrift des Kurses Nr. 19 besteht aus zwei Teilen: 1- 'Decomposition' und 2- 'Patronierlehre'. Im ersten Teil werden die verschiedenen Stoffarten französisch bezeichnet (Pongé marine, Honan imprimé, Shantung écru, Marceline, Taffetas, Sicilienne blanc, Bengaline rayé, Mogadors barré, Poult de Soie, Georgette, Moire musique, Crêpe de Chine, Crêpe Satin, Ratzimir, Surah, Serge anvers, Pekin moiré, Satin Duchesse, Gabardine, Atlas, Plüsch, Gaze, etc.) und in deutscher Sprache nach folgenden Kriterien beschrieben: Einweben, Stich, Kettmaterial, Schusszahl, Schussmaterial, Enden, Ausrüstung; Zetteldisposition, sowie Einzug und Geschirr. Zuletzt findet sich die Angabe über die mögliche Tagesproduktion in Metern. Für jede Seidenstoffart ist ein Muster montiert, dazu größtenteils auch eine graphische Darstellung des Fadenlaufs auf sogenannten Patronenpapiere. Der zweite Teil, die Patronierlehre, beginnt mit einer ausführlichen Einleitung, in der die Patronenpapiere, ihre Berechnung, die Übertragung des Entwurfs auf das Patronenpapier, die Bindungstechnik, die Patronierweise , Möglichkeiten der Vereinfachung, etc. dargestellt und erklärt werden. In diesem Teil ist auf den jeweiligen Stoffmustern immer ein kleiner Ausschnitt markiert, der dann auf dem Patronenpapier graphisch dargestellt wird. Im Zusammenhang mit der Tatsache, daß die Programmierung der Jacquard-Webstühle heute als eine erste Form "digitaler" Programmierung angesehen wird, die über Babbage zur Entstehung der eigentlichen Programmiersprachen führt, ist dieser zweite Teil von besonderem Interesse, weil hier die eigentliche Programmiertechnik beschrieben wird: "Die Jacquard-Patrone hat den Zweck das Schlagen der für die Jacquard-Maschine erforderlichen Karten zu ermöglichen". Sechs Rahmen, in denen Muster vorgesehen waren sind leer, es liegen aber 14 Stoffmuster lose bei. Wohlerhaltenes Exemplar. --- manuscripts [Tissage Webtechnik Musterbuch Seide Textilindustrie early programming] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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WEISE, FRIEDRICH (?) : Mythologisches und Historisches Real Lexikon enthaltend die Abkunft, Charaktere, vornehmsten Handlungen, Begebenheiten und Attribute der Gottheiten, Halbgottheiten und Heroen, vornehmlich des griechischen und römischen Alterthums, auch anderer merkwürdigen und berühmten Personen, und die Beschaffenheit, wie die Gottheiten und Heroen, oder vergötterte Helden, die Tugenden und Laster Von den Alten abgebildet sind in ihren Gemählden, Statuen und Gemmen : zugleich eine Nachricht von ihren Dichtern und Beziehungen auf die merkwürdigsten Stellen, die in ihren Werken vorkommen zur Hülfe derjenigen, welche die Mythologie vornehmlich die griechische und römische Geschichte, die Werke der Dichter und Künstler, der Bau- Bildhauer und Mahlerkunst, auch die theatralischen Unterhaltungen zu verstehen Wünschen. Übersetzt und durchgängig vermehrt. Mythological and Historical Real Lexikon containing the Birth, Characters, principal Actions ... Handschriftliches 'Poetisches Wörterbuch der Mythologie, Maler- Bildhauer Kunst und Theatralischen Unterhaltungen' (Zwischentitel), ohne Verfasserangabe, um 1800, in brauner Tinte von einer Hand sehr sauber und gut lesbar geschrieben, zweispaltig (jeweils links der englische und rechts der deutsche Text). Schriftspiegel ca. 28 x 18 cm. Pergamentband der Zeit mit handschriftlichem Rückentitel ('Mytholog. Diction.y M. S.' oder 'M. L.') und dreiseitigem Rotschnitt, Folio. | |||
| Bestellnr. / order no. 2535 | EUR 1200,00 |
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![]() 1799 war in Braunschweig unter dem Titel 'Deutsches und englisches mythologisches, genealogisches und historisches Real-Lexikon = English and German mythological, genealogical and historical dictionary' ein ikonographisches Lexikon erschienen; als Verfasser wird Friedrich Weise angegeben. Für uns ist diese gedruckte Ausgabe über den KVK erstaunlicherweise nur in zwei Exemplaren nachweisbar : in der Sächsischen Landesbibliothek mit dem Erscheinungsjahr 1799 und in der Österreichischen Nationalbibliothek mit dem Erscheinungsjahr 1798. Über den Autor läßt sich für uns nichts ermitteln. Ein Vergleich unserer Handschrift mit dem gedruckten Lexikon in der Sächsischen Landesbibliothek ergab, daß Aufbau und Inhalt nahezu identisch sind; allerdings weichen die einzelnen Formulierungen teilweise doch merklich voneinander ab. So folgt die alphabetische Anordnung der Einträge auch in unserer Handschrift der Reihenfolge der englischen Artikel : auf Lustrum folgt der englische Eintrag Luxury ("is drawn like a lasziviously dressed woman; she sits meditating, and leans her head on the left hand. In the right she holds a scorpion. ..."), im deutschen Paralleltext folgt auf Lustrum 'Geilheit' als Pendant zu Luxury. Die abweichenden Formulierungen lassen auf den ersten Blick nur Vermutungen darüber zu, ob es sich bei der Handschrift im Vergleich zum gedruckten Exemplar um eine erste oder aber um eine überarbeitete Fassung handelt. Das Titelblatt ist unten beschnitten - ganz offensichtlich wurde der Verfassername dadurch entfernt; ebenso weist die gezeichnete Schlußvignette dort alte Radierspuren auf, wo sich Initialen oder ein Wappen gefunden haben könnten. Über den Verfasser unserer Handschrift läßt sich also ebenso spekulieren wie über die Frage, warum die gedruckte Fassung sowohl in Bibliotheken, als auch im Handel so erstaunlich selten ist. Der Inhalt ließe eine größere Verbreitung erwarten : gut lesbare, kurze und anschaulich geschriebene Artikel über die Eigenschaften und insbesondere die bildliche Darstellung zahlloser antiker Götter, Personen und Orte, gesellschaftlicher Ereignisse (wie Heiraten, Spiele etc.) und menschlicher Tugenden und Untugenden. - Auch innen sehr gut erhalten, nahezu fleckenfrei und ungebräunt. --- manuscripts [Mythologie Antike Kunst Ikonographie art] Der Versand innerhalb Deutschlands ist kostenfrei. Die Versandkosten innerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 14,00 & (Luftpost/air mail) EUR 18,00. Die Versandkosten für Länder außerhalb Europas betragen (Landweg/surface mail) EUR 20,00 & (Luftpost/air mail) EUR 35,00. Alle Preise enthalten die gesetzliche Mehrwertsteuer. |
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