Katalog "rare books" (9 Titel)
 

BLINDENSCHRIFT -  CATECHISME, ou Abrégé de la Foi, à l'usage des Jeunes Aveugles, et disposé pour eux; Avec des Instructions pour la Communion, la Confirmation, et les Actes et Instructions sur la Foi, l'Espérance et la Charité.  Paris, Imprimé par les Jeunes Aveugles rue Saint-Victor No. 68, 1820.  124 S. gedruckt in Reliefschrift,  Heftung der Zeit auf drei offen liegenden Bünden,    41,5 x 27,5 cm.  
 
  Bestellnr. / order no. 2623
EUR 10000,00   
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"Valentine Haüy (1745 - 1822), ..., erfand als erster eine Schrift, die von Blinden gelesen werden konnte. Lettern, die sich in ihrer Form von der gewöhnlichen Kursivschrift leicht unterscheiden, wurden erhaben auf dickes Papier geprägt, damit sie mit den Fingern gelesen werden konnten. Er gründete 1785 die Institution Royale des Jeunes Aveugles, und tatsächlich scheint es ihm gelungen zu sein, einigen seiner Schüler nicht nur durch seine Methode das Lesen, sondern auch das Setzen und Drucken dieser erhabenen Buchstaben beizubringen." (Carter-Muir, Bücher, die die Welt verändern, 1976, S. 534). Der Grundirrtum, der Haüy und seinen Nachfolgern wie etwa James Gall in Schottland oder den Amerikanern Howe und Perkins unterlief war, "daß sie das Problem vom Standpunkt des Sehenden aus angingen, wodurch sie die Lösung in der Anpassung des überlieferten Alphabets für eine Blindenschrift suchten." (a.a.O.). Für früh Erblindete erwies sich aber das Erfassen der herkömmlichen Buchstaben - auch in vereinfachter Schreibweise - mit den Fingerspitzen als zu kompliziert. "1821 kommentierte der Pariser Mercure Technologique ein System der 'Nachtschrift', das von Charles Barbier, einem früheren Artillerieoffizier, für die Armee erfunden worden war. In dem Artikel hieß es, daß die Institution Royale mit diesem System experimentierte, um junge Blinde zu unterrichten. In Barbiers System erschienen Konsonanten und Vokale in erhaben gedruckten Gruppen von jeweils zwei bis zwölf Punkten. Louis Braille, ..., besuchte ebenfalls diese Schule. ... Sicher war er auch einer von jenen, die sich bemühten, Barbiers System zu lernen; doch während es Barbier ein leichtes war, visuell eine Gruppe von zwölf Punkten zu erfassen, fiel es Braille mit seinen Fingerspitzen um einiges schwerer. Letzten Endes war (auch) diese Schrift als Methode ungeeignet." (a.a.O., S. 535). 1829 legte Braille schließlich in einer kleinen Schrift sein System vor, das mit sechs Punkten auskam. "Das Braille-System wurde nicht sofort anerkannt; erst 1854 wurde es vom Institut selbst offiziell übernommen. Auf einem internationalen Kongreß in Paris im Jahre 1878 wurde es von ganz Europa angenommen." (a.a.o., S. 536). Pamela Lorimers Doktorarbeit (A Critical Evaluation of the Historical Development of the Tactile Modes of Reading ...) verdanken wir einen Überblick über die v o r Braille erschienen Drucke für Blinde : 1786 erschien in Paris Valentine Haüys 'Essai sur l'education des Jeunes Aveugles', die Inkunabel dieser Methode mit erhabenen Buchstaben zu drucken und "the first book ever produced for the use of the blind" (Lorimer). 1787 folgte der 'Catéchisme de Paris', "used by the pupils at l'Institution Nationale des Jeunes Aveugles. The book demonstrates Haüy's abortive effort to use contractions." (Lorimer). Dem folgten 1817 die 'Notice historique sur l'Institution Royale des Jeunes Aveugles' und 1820 'Elément de lecture, ou exercices syllabiques a l'usage des jeunes aveugles et disposés pour eux", beide gedruckt mit der 'Guillie Type'. Der Druck von 1817 wurde von Lady Lowther nach England gebracht und kam nach Angaben von Lorimer erst 1985 zurück nach Frankreich. Die 'Elément de lecture' kamen ebenfalls nach England und befinden sich heute in der National Library of Scotland. 1829 erschienen dann die 'Recueil d'anecdotes' in der Barbier Type und im gleichen Jahr erschien Brailles 'Procédé'. Der vorliegende Text wurde also wie die 'Elément de lecture' 1820 im 'Institut des Jeunes Aveugles' in der rue Saint-Victor gedruckt. Da das Institut von 1814 bis zum Februar 1821 von Sébastien Guillié geleitet wurde, müßte die Ausgabe zu den Drucken mit der 'Guillié Type' gerechnet werden. Für uns ist jedoch dieser Titel als Reliefdruck in keiner Bibliothek nachweisbar. Die Tatsache, daß diese Reliefdrucke sehr aufwendig und teuer in der Herstellung waren und daß selbst im Institut nur wenige Schüler diese Schrift lesen konnten, legt die Vermutung nahe, daß der Druck auch nur in diesem einen Exemplar hergestellt worden war. - Titelblatt und letzte Seite mit (Ruß- ?) Spuren, Randläsuren und kleineren Fehlstellen, einige Bl. mit kl. Wasserrand, Seite 9 mit Fehlstellen im weißen Rand, S. 81, 83 und 91 mit kl. Rand-, bzw. Eckausriß, Seite 85 bis 88 mit Braunfleck, letzte Lage fast lose.  ---   rare books [Blindenschrift Blindenbuch blind aveugles tactile text imprimé en relief]
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FROST, WENZEL und KOTATKO, WENZEL :  Der Mensch im Symbole. Ein Spiegel für Jeden, dem daran liegt, Mensch zu seyn.  Prag, Gottlieb Haase, 1846.  (8), 180 S. und 16 ganzseitige Lithographien,  dekorativer, dunkelgrüner Ganzleder-Band der Zeit mit Romantiker-Rückenvergoldung, Decken gefasst von doppelter goldgeprägter Filete, Stehkantenvergoldung und dreiseitiger Goldschnitt  (Rücken etwas ausgeblichen),  21,8 x 14 cm. Erste deutsche Ausgabe. 
 
  Bestellnr. / order no. 961
EUR 400,00   
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Das Buch erschien gleichzeitig in tschechischer Sprache. Die Herausgeber, die sich selbst als 'Weltpriester' bezeichnen, waren Lehrdirketor, beziehungsweise erster Lehrer am Prager Privat-Institut für Taubstumme und unterziehen in der vorliegenden Arbeit die Psychologie und die Sprache einer Kritik aus der Perspektive und der Erfahrung des Taubstummenlehrers : "Kunde vom innern Menschen ist weder Sache des Genie's, noch der Spekulation, sondern einzig und allein Ergebniß aus der Erfahrung; letztere aber bietet sich dem Taubstummenlehrer bei weitem reichlicher dar, als so vielen Psychologen zusammen." (S. 4). - 8 Abbildungen mit kl. Goldhöhungen. Stellenweise leicht stockfleckig.  ---   rare books [Symbole Sprache Taubstumme Psychologie Pädagogik]
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GREGORIUS, TOLOSANUS PETRO :  Syntagma ivris vniversi, atque legvm pene omnivm gentivm, et revmpvblicarvm praecipvarvm, in tres partes digestvm: in quo divini, & humani Iuris totius, naturali, ac noua methodo per gradus, ordinéque, materia uniuersalium, & singularium rerum, simulque iudicia explicantur : Auctore Petro Gregorio Tholosano, ... Three parts in two volumes.  Lyon, I. Pillehotte (Hugo Gazaeus), 1606.  Vol. I : (8) Bl., 168 S., 298 S., (1) weißes Bl., (11) Bl., 264 S. Vol. II : Titelblatt, S. 265 bis 851, (200) S. (Index),  Zwei Ganzleder-Bände der Zeit auf sechs Bünden, mit je zwei dunkelroten, goldgeprägten Rückenschildern und reicher Rückenvergoldung, Decken mit goldgeprägten Wappensupralibros, Steh- und Innenkantenvergoldung, marmorierte Vorsätze  (Rücken hinterlegt und repariert, Kanten stellenweise berieben),  Folio.  
 
  Bestellnr. / order no. 408
EUR 1800,00   
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Petrus Gregorius Tolosanus (geb. um 1540 in Toulouse, gest. um 1617) war Professor in Cahors, in Toulouse und in Pont-a-Mousson, "wo er mit den Jesuiten heftige Fehden führte" (Stinzing-Landsberg I, 424). "Sein großes 'Syntagma juris universi' (Lyon, 1522) beruht auf der Institutionenordnung. Er weicht aber von dieser in so fern ab, als er die res den personae voranstellt, weil so die Ordnung bei der Schöpfung gewesen sei; ... Seine Systematik hat in Deutschland wenig Anerkennung gefunden, dennoch ist sein Werk viel benutzt worden." (a.a.O.). Das vorliegende Exemplar stammt aus der Bibliothek des französischen Generals Jean de Lambert, Marquis de Saint-Bris (1586 - 1665). - Die ersten und letzten Seiten etwas wasserrandig, durchgängig leicht gebräunt, S. 97, 113 und 450 mit kl. Eckabriß, schönes Exemplar.  --- From the library of the french general Jean de Lambert, Marquis de Saint-Bris (1586 - 1665). - Full calf over 6 bands, 2 labels and generous gilt to spine, gilt stamped coat-of-arms subralibros, inner dentelles, guinea edge (spine well restored, minor rubbing to edges). - Some marginal waterstaining to first and last leaves, slight browning throughout, small corner loss to pages 97, 113 and 450. Beautiful copy.  rare books [Jura law]
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GROTIUS, HUGO :  Quaedam hactenus inedita, aliaque ex Belgicè editis Latinè versa, Argumenti Theologici, Juridici, Politici.  Amstelodami (Amsterdam) , apud Ludovicum Elzevirium, 1652.  (1) w. Bl., (6) Bl., 555, (3) S.,  sehr dekorativer und eleganter, dunkelgrüner Lederband um 1800, am unteren Rücken signiert ("Relié par Simier"), mit Einbanddecken-, Rücken-, Steh- und Innenkantenvergoldung, goldgeprägtem Rückentitel, dreiseitigem Goldschnitt und marmorierten Innendeckeln und Vorsätzen  (sehr gut erhalten),  13,5 x 7 cm. Erste Ausgabe. 
 
  Bestellnr. / order no. 7266
EUR 900,00   
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(Willems 1140, Ter Meulen, Diermanse 680). Enthält u.a. 'Consilivm juridicum' und 'De pace Germaniae'. Prachtvoll gebundenes Exemplar; René Simier gehörte zu dem legendären Buchbinder-Triumvirat des Empire und der Restauration in Frankreich; er selbst begann bereits um 1789 und fungierte bis zu seinem Tod 1827 als Buchbinder des Königs, des Duc de Bordeaux, der Prinzessin Marie Louise und anderer mehr. "His variety and technique werde superb, he had no superior and few rivals during his career." (Ramsden, French Bookbinders, S. 5 und 190. - Innendeckel mit ex libris ("Camvsat de Vavgovrdon Trecis"), auch innen schönes, frisches Exemplar.  ---   rare books [Einband binding Simier Völkerrecht]
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IMM, W. :  Jahresbericht des Generalbaudirektors für den Wiederaufbau von Mainz für die Zeit vom 1. November 1946 bis 30. November 1947. Maschinenschriftlich vervielfältigt.  Mainz, 1947.  (4), 84 einseitig beschriebene Blätter und 13 (davon eine große, ausfaltbare), teils farbige Abbildungen,  einfacher Halbleinwand-Band der Zeit  (stellenweise etwas berieben),  30,2 x 21,5 cm.  
 
  Bestellnr. / order no. 4180
EUR 250,00   
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  Vorsatz mit einer 15-zeiligen, handschriftlichen Widmung des Verfassers an 'Monsieur le Commandant Fournier, Chef du Service de la Reconstruction'. Der vorliegende Jahresbericht behandelt die Entwicklung der Bauprogramme, die Bauprogramme der Jahre 1947 und 1948, die Fabrikation von Baustoffen, die Arbeitsorganisation, Vertragswesen und Preisgestaltung, Materialbeschaffung, Transportwesen, den Einfluß der Demontagen, das Meldewesen, Wiederaufbaufinanzierung, sowie Personal und Organisation der Diensstelle. Das Schlusswort des Generalbaudirektors ist eigenhändig unterschrieben. Die Abbildungen illustrieren die Entwicklung des Arbeitseinsatzes, zeigen den Bebauungsplan des Arbeiterlagers, die Entwicklung des Programms, die Funktion einer Trocken- und einer Naßaufbereitungsanlage, Fertigdeckenkonstruktionen, Fertigbetonteile, die Verteilung der Arbeitskräfte, den Material- und Treibstoffverbrauch, den Organisationsplan u.a.m. - Innengelenk angeplatzt, sonst sehr wohlerhaltenes Exemplar.  ---   rare books [Mainz Wiederaufbau Architektur Stadtplanung]
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KAYSER, ALBRECHT CHRISTOPH :  Ueber die Manipulation bey der Einrichtung einer Bibliothek und der Verfertigung der Bücherverzeichnisse nebst einem alphabetischen Kataloge aller von Johann Jakob Moser einzeln herausgekommener Werke - mit Ausschluß seiner theologischen - und einem Realregister über die in diesem Kataloge nahmhaft gemachten Schriften.  Bayreuth, Verlag der Zeitungsdruckerei, 1790.  XVIII, 123, (1) S., mit vier schematischen Illustrationen im Text,  neuerer Pappband  (Seiten unbeschnitten).   Erste Ausgabe. 
 
  Bestellnr. / order no. 1431
EUR 1200,00   
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  Kaysers frühes und seltenes "Regelwerk zu zentralen Fragen der Bibliotheksorganisation wie der Titelaufnahme, der alphabetischen Katalogisierung und der Erstellung von Standortrepertorien, das seinen Ruf als Bibliotheksfachmann schon zu Lebzeiten weit über Regensburg hinaus begründete und eine nachhaltige Wirkung entfaltete" (BBK, Bd. XXVI (2006), Sp. 747-751), brach mit der gängigen, unfruchtbaren, antiquarisch-gelehrten Art des Bibliotheksgeschäftes, dokumentiert, so könnte man sagen, den Übergang vom barocken zum aufgeklärten Bibliotheksverständnis. Er erhob das schnelle Finden und Bereitstellen von Büchern und nicht die Repräsentationsfunktion zum Hauptzweck einer Bibliothek. Daher beschreibt seine vorliegende Arbeit ausführlich neue Techniken und Prinzipien der Titelaufnahme und Katalogisierung; die Bibliographie der Werke Mosers (S. 71 - 99) dient ihm dabei als konkretes Beispiel für seine Vorschläge. "Albrecht Christoph Kayser, librarian for Prince Thurn und Taxis in Regensburg, was one of very few from before 1800 to write in any detail about organizing a library. His "Ueber die Manipulation bey der Einrichtung einer Bibliothek und der Verfertigung der Bücherverzeichnisse" (Bayreuth, 1790) was instrumental in the early development of descriptive cataloging, which was later adopted by the Royal Library in Munich and eventually became the foundation for German cataloging in general." (Thomas Walker, A Professional View of Eighteenth-Century Libraries: Albrecht Christoph Kayser's "Manipulation bey der Einrichtung einer Bibliothek"). - Stellenweise etwas stockfleckig.  ---   rare books [Bibliographie Bibliotheksgeschichte Katalogisierung Bibliotheksorganisation Aufklärung]
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RAMM, AUGUST LEOPOLD :  Abbildungen von allen Uniformen der Königl. Preuß. Armee unter der Regierung Sr. Majestaet Friedrich Wilhelm III. Erschienen ohne Verlagsangabe in Berlin um 1800. Kolorierter Kupfertitel und 148 handkolorierte, teils gold- und silbergehöhte Uniform-Kupfertafeln in Oktav. Die Tafeln wurden um 1800 einzeln auf Folioseiten montiert, jeweils mit einem roten Rand versehen und von Hand in brauner Tinte numeriert, bezeichnet und größtenteils in sehr gleichmäßiger, feiner Schrift mit ausführlichen Erläuterungen versehen, die vielfach auch die Rückseiten der Blätter bedecken.      Neuerer gesprenkelter Pappband mit goldgeprägtem Rückenschild  (Kanten stellenweise etwas berieben, wenige Seiten mit hinterlegten Randeinrissen),  Folio.  
 
  Bestellnr. / order no. 5278
EUR 9500,00   
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  Zum gedruckten Werk und seinem Autor : Die besondere Qualität des prachtvoll kolorierten, seltenen Uniformwerks von August Leopold Ramm wird auch in der Forschungsliteratur hervorgehoben : „Alle Details und Accessoires wurden mit Akribie und profunder Kenntnis der Vorschriften in die Figuren eingesetzt. Besonders augenfällig wird das in den Ausschmückungselementen; den Borten und Schleifen, Tressen und Stickereien. Das hatte ein erstaunliches Einfühlungsvermögen des Koloristen zur Voraussetzung. Grund- und Mischfarben wurden variabel eingesetzt, was sich insbesondere bei der Vielfalt der Abzeichenfarben positiv bemerkbar macht. In ihrer Gesamtheit wirken diese farbigen Blätter ungemein reizvoll, und das Sujet besitzt neben der heeres- und uniformkundlichen Bedeutung auch einen kulturgeschichtlichen Wert. Nach damaligem Verständnis entsprach das Werk gediegenen Luxusvorstellungen.“ (Merta, 1993, S. 25). Um die einzelnen Teile der Uniformen prägnant hervortreten zu lassen, verzichtete der ausführende Künstler auf eine Gestaltung des Hintergrunds und lies die dargestellten Figuren auf einem variierenden Rasenstück posieren. Die hier vorliegende Ausgabe enthält 148 Tafeln und damit 6 Tafeln mehr als das gedruckte Inhaltsverzeichnis aufführt; auch Colas, 2482 verzeichnet nur 142 Tafeln. Ein Vergleich der hier vorliegenden Ausgabe mit dem Exemplar im Bestand der Kunstbibliothek zu Berlin (Signatur: Lipperheidesche Kostümbibliothek, Lip Qdb 17) ergab, daß die Reihenfolge der Abbildungen abweicht. Das im Anhang beigebundene Gutachten von 1900 verglich die vorliegende Ausgabe mit dem Exemplar aus der Zeughausbibliothek und stellt fest, "daß das Werk des Herrn Staatssekretärs 15 Tafeln zeigt, welche hier fehlen" und "daß das im Zeughaus befindliche Buch andererseits 7 Tafeln mehr enthält". Die Unterschiede werden anschließend im Detail aufgelistet. Über die Biographie August Leopold Ramms ist nur wenig bekannt. Er wurde am 26. März 1765 in Wriezen geboren und bekam 1790 das Patent eines Secondeleutnants der preußischen Artillerie. In dieser Funktion war er Teilnehmer des Rheinlandfeldzugs von 1793 gegen die Mainzer Republik. Nachdem Friedrich Wilhelm III. am 16. November 1797 zum preußischen König gekrönt worden war, wurden schon im März 1798 gemäß einer Kabinettsorder viele Veränderungen der Uniformierung und Ausrüstung der preußischen Armee vorgenommen. Diese erweisen einmal mehr das überlieferte lebenslange Interesse des Königs an Uniformen und deren Ausgestaltung sowie deren Präsentation im Rahmen von Schauparaden. Am 6. August 1798 erhielt August Leopold Ramm vom König persönlich die Lizenz zur Zusammenstellung des Uniformwerks. Zum Zeitpunkt der Publikation war August Leopold Ramm Adjudant des 1. Artillerie-Regiments in Berlin. Über seinen weiteren Lebenslauf ist nur noch bekannt, dass er bis 1808 Secondeleutnant blieb und dann zum Kapitän (Hauptmann) ernannt wurde. Zu den umfangreichen handschriftlichen Ergänzungen : Das oben genannte Gutachten stellt fest, daß "die handschriftlichen Aufzeichnungen sämmtlich enthalten (sind) - zum Theil auszugsweise, zum Theil wörtlich wiedergegeben - in der 'Stammliste aller Regimenter und Korps der Königl. Preußischen Armee'" . Für uns ist diese Stammliste nur im Nachdruck von 1975 nachweisbar. Diese handschriftlichen Ausführungen umfassen die Entstehung, die Geschichte, die Feldzüge, die seinerzeitigen Kommandeure, Garnisonen, Bataillone, Kantone etc. bis zum Jahre 1806. Den Inhalt der Handschrift erschließen mehrere Register: 1. Ein Verzeichnis der Regimentsinhaber und Bataillone mit Verweis auf die dazugehörigen Abbildungen; 2. Ein Verzeichnis der Orte, an denen Schlachten und Gefechte stattgefunden hatten und wo sich die Garnisonen befanden (fol. 141–167); 3. ein unpaginiertes Register mit Seitenangaben. Durch diese peniblen und umfassenden Ergänzungen wird aus dem Rammschen Tafelwerk ein einzigartiges militärhistorisches Kompendium für die Zeit um 1800. Zum historischen Hintergrund : Am Ende des 18. Jahrhunderts bestanden die nah am Körper getragenen Uniformen aus dem Rock, der in Preußen traditionell in blauer Farbe gehalten war, einer Weste, Hose und Kopfbedeckung. Darunter trugen die Soldaten und Offiziere ein Unter- und ein Vorhemd, eine Halsbinde und an den Füßen Stiefeletten. Die einzelnen Regimenter ließen sich nach den am Kragen, den Rabatten (Brustklappen) sowie den Ärmelaufschlägen befestigten Abzeichenfarben unterscheiden. Vorschriften regelten zudem den Besatz der Oberbekleidung mit verschiedenen Kennzeichen und Ausschmückungen. Jedes Mitglied des preußischen Militärs ließ sich nach der Form der in vielen Varianten vorkommenden Ärmelaufschläge, Knöpfe, Borten, Tressen oder Stickereien einem bestimmten Regiment zuordnen. In der Handschrift wird dies anhand der Bildtafeln verdeutlicht, die jeweils einen Soldaten und einen Offizier als Vertreter der einzelnen Regimenter in ihren jeweiligen farbenfrohen und nach heutigen Maßstäben auffällig gestalteten Uniformen abbilden. Nach Klaus-Peter Merta entstanden die Uniformwerke, weil man das Erscheinungsbild der Armee in Wort und Bild festhalten wollte. „Dabei dachten die Auftraggeber und Herausgeber bzw. Künstler weniger an eine Überlieferung für die Nachwelt, als vielmehr an ein Arbeits- und Dokumentationsmittel für die Zeitgenossen. Dass solche Darstellungen repräsentativ waren und künstlerischen Ansprüchen genügten, macht die wenigen heute noch vorhandenen Exemplare besonders wertvoll, interessant und ansehenswert.“ Uniformwerke waren sehr beliebt und wirkten auch propagandistisch. Nach Merta resultierte daraus „die Anfertigung einer ganzen Reihe von Armeewerken, denen heute Seltenheitswert beigemessen wird. Überdies zählen sie zu den heeres- und uniformkundlichen Primärquellen.“ In Preußen übernahm man die Anregung durch ältere französische Uniformwerke und veröffentlichte 1729 und 1737 die beiden sogenannten „Dessauer Spezifikationen“. Weitere Darstellungen zeitgenössischer Uniformen enthielten die als General-Listen oder Stamm-Listen bezeichneten Werke. Zur Provenienz : Auf dem Vorsatzblatt der Handschrift findet sich folgender Vorbesitzereintrag: „Obrist Lieutenant Tirpitz. Ordonnanzoffier General von York 1813/14“. Der handschriftliche Vorbesitzereintrag datiert aus der Zeit der Befreiungskriege gegen Frankreich (1813–1815). Im März 1813 erklärte Friedrich Wilhelm III. Frankreich den Krieg. Nach dem Sieg der Koalitionsarmeen Preußen, Rußland und Österreich gegen die napoleonischen Truppen in der Völkerschlacht bei Leipzig (16. bis 19. Oktober 1813) wurde Yorck Oberbefehlshaber in Schlesien. Am 1. Januar 1814 überquerte er als General der Infanterie mit seinen Truppen bei Kaub den Rhein. In Frankreich wurden mehrere Schlachten geschlagen. Am 30. März 1814 siegte die Infanterie unter Führung Yorcks schließlich vor Paris gegen Napoleons Armee. Schon am folgenden Tag setzte eine provisorische Regierung unter Leitung Talleyrands Napoleon ab – die Zeit seines Exils begann. Der möglicherweise an diesen Kämpfen beteiligte und vielleicht dabei umgekommene Ordonnanzoffizier Tirpitz war ein Vorfahre des bekannten Admirals. In den Miszellen zum preußischen Offizierskorps für die Jahre 1813/14 findet sich in dem Eintrag „v. Tirpitz, Secondeleutnant“ möglicherweise ein Hinweis auf ihn. Er könnte ein Sohn des Jacob Friedrich Tirpitz (1750–1830) gewesen sein. Dieser war der Urgroßvater des bekannten Admirals und angesehener Stabstrompeter im neumärkischen Dragonerregiement 3. Informationen lassen sich indes nur über seinen Sohn Friedrich Wilhelm Tirpitz (1782–1862) finden. Dieser studierte Jura und war Rechtsanwalt und Notar in Sonnenburg. Vielleicht hatte er einen Bruder, der Ordonnanzoffizier war. Zweifellos befand sich die Handschrift jahrzehntelang im Besitz der Familie Tirpitz – Alfred von Tirpitz wird sie von seinen Vorfahren geerbt haben. Eingebunden ist das handschriftliche Gutachten eines Generalleutnants. Aus dessen Inhalt geht hervor, dass Alfred von Tirpitz dieses Exemplar des Uniformwerks gehörte: „Das seiner Excellenz dem Herrn Staatssekretär, Vizeadmiral von Tirpitz gehörige Buch enthält eingeklebt die Bilder des Werkes von allen Uniformen....“. Alfred Tirpitz war 1899 zum Vizeadmiral ernannt worden. Am 1. Januar 1900 wurde er in den erblichen Adelsstand erhoben und zum Staatssekretär ernannt. Der umfangreiche schriftliche Nachlaß Alfreds von Tirpitz befindet sich heute im Bundesarchiv. Literatur : Klaus-Peter Merta: Uniformen der Armee Friedrich Wilhems III. Berlin 1993. Klaus Peter Merta: Das Heerwesen in Brandenburg und Preußen von 1640 bis 1806. Bd. 2: Die Uniformierung. Berlin 1991. Der bunte Rock in Preußen. Militär- und Ziviluniformen des 17. bis 20. Jahrhunderts in Zeichnungen, Stichen und Photographien aus dem Bestand der Kunstbibliothek Berlin. Ausstellungskatalog, Berlin 1981. Alfred von Tirpitz: Erinnerungen. Leipzig 1919. Franz Uhle-Wettler: Alfred von Tirpitz in seiner Zeit. Hamburg, Berlin, Bonn 1998. Michael Salewski: Tirpitz. Aufstieg – Macht – Scheitern. Göttingen 1979. Findbücher zu Beständen des Bundesarchivs. Bd. 65: Nachlaß Alfred von Tirpitz. Bearbeitet von Klaus-Volker Geißler. Koblenz 1998. Kollation: (1) weißes Blatt, Kupfertitel, Zwischentitel 'Königliche Suite', 13 Tafeln, 2 Zwischentitel 'Infanterie' und 'Linien-Infanterie', 61 Tafeln, Zwischentitel 'Leichte Infanterie', 1 Tafel, hs. Zwischentitel 'Fvselier', 16 Tafeln, Zwischentitel 'Artillerie- Pontonier-Ingenieur- und Mineur-Corps', 3 beidseitig beschriebene Bl., 5 Tafeln, Zwischentitel 'Besondere Corps', 1 beidseitig beschriebenes Bl., 4 Tafeln, 2 Zwischentitel 'Cavallerie' und 'Cürassiers', 20 Tafeln, Zwischentitel 'Dragoner', 13 Tafeln, Zwischentitel 'Husaren und Towarczys', 15 Tafeln, 16 Bl. handschriftliche Register. Auf dem Vorsatz verso ist ein Stahlstichportrait von General von York montiert, das weiße Vorsatzblatt trägt den Besitzvermerk von 'Obrist Lieutenant Tirpitz. Ordonnanzoffiz. von General v. York 1813/14, am Ende beigebunden ist ein das vorliegende Exemplar betreffendes, handschriftliches Gutachten, datiert Berlin, den 12. Dezember 1900.  ---   rare books [Preussen Militärgeschichte Uniformen Uniformwerk]
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SAN BUENAVENTURA, MANUEL DE :  Propugnaculum probabilismi. Tractatus unicus de opinionum probabilitate, in quo antiquus probabilismus ab eius impugnatoribus vindicatur; traduntur principia theologicae moralis; regiaque via sternitur ad conscientias securè aeque, ac suaviter regendas, inhaerendo acutoritati Sacrae Scripturae, & Sacrorum Canonum omninoque ad mentem D. Augustini, D. Thomae, D. Antonini Seraphicae Virginis, mysticaeque Doctricis, ac Matris nostrae Divae Theresiae à Jesu, aliorumque Patrum.  Pamplona, F. Picart, 1725.  (16) S., 428 S.,  flexibler Pergament-Band der Zeit mit Rückentitel in brauner Tinte  (Bindebänder fehlen, hintere Decke mit alt genähtem Einriß, Einband etwas faltig und leicht fleckig),  29 x 20,2 cm. Erste Ausgabe. 
 
  Bestellnr. / order no. 448
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  In klassischer scholastischer Methode vorgehende rechtsphilosophische Abhandlung zu einem in der Literatur wenig behandelten, interessanten rechtstheoretischen Problem : dem der Wahrscheinlichkeit oder Plausibilität im juristischen Urteil sowohl im Allgemeinen, als auch bei der praktischen Urteilsfindung. Die Arbeit besteht aus vier Teilen ('quaestiones'). Der erste Teil behandelt das richtige oder falsche Bewußtsein oder Wissen ('conscientia recta, et erronea'). Der zweite Teil betrachtet den Charakter, sowie die positive oder negative Funktion des Zweifels bei der Urteilsfindung ('De dubio rigorosae tali' und 'De dubio probabilae'). Der dritte und vierte Teil schließlich befassen sich mit dem eigentlichen Thema der Arbeit, der Rolle der nur wahrscheinlich richtigen Meinungen bei der juristischen Abwägung ('De opinionum probabilitate in ordine at licite judicandum'). Dabei werden die verschiedenen Arten von Wahrscheinlichkeiten beschrieben und gewichtet: wie kommt ein juristisches Urteil in Ansehung der Tatsache zustande, daß Plausibilitäten und Wahrscheinlichkeiten eine große Rolle bei unserer Wahrnehmung von Vorgängen und Handlungen spielen. Wann kann von richtigen Urteilen gesprochen werden ? Wie funktioniert der produktive Zweifel ('Movetur intellectus, et ligatur; movetur ad inveniendam veritatem, examinando motiva, quae utrique parti favent') ? Welche Arten von Plausibilitäten gibt es ? Dabei bewegt sich der Autor, da hilft das gesamte Rüstzeug scholastischer Vorgehensweise wenig, in einem für ihn heiklen Gebiet; denn so klar und über jeden Zweifel erhaben die theologischen Wahrheiten sind, so häufig haben wir es im juristischen Urteilen eben mit Annahmen und Wahrscheinlichkeiten zu tun. Die Arbeit schließt (S. 412 ff) mit den drei Grundregeln, die, so der Autor, immer berücksichtigt werden sollten. Sehr seltene, beeindruckende Arbeit; für uns über den KVK nur in einer spanischen Bibliothek nachweisbar. - 10 Bl. mit kl. Fehlstellen im weißen Rand, 15 Bl. mit kl. Wurmgang, wenige Bl. Papierbedingt etwas gebräunt, die letzte Seite mit zeitgen. Marginalien.  ---   rare books [Probability Wahrscheinlichkeit law Rechtsphilosophie Gerechtigkeit Wahrnehmung Urteilsfindung]
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SCHÜRMANN (oder Schurman), ANNA MARIA VON.  Nobiliss. Virginis Annae Mariae a Schvrman dissertatio, de ingenii muliebris ad doctrinam, & meliores litteras aptitudine. Accedunt quaedam epistolae, ejusdem argumenti.  Leiden, ex officina Elseviriana, 1641.  112 S.,  hübscher, marmorierter Pappband um 1800, mit rotem, goldgeprägtem Rückenschild, Rückenvergoldung und dreiseitigem Rotschnitt  (an den Kanten leicht berieben),  15 x 8,7 cm. Erste Ausgabe. 
 
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Die am 5. November 1607 in Köln geborene und am 14. Mai 1678 in Wieuwerd in Friesland gestorbene Anna Maria von Schürmann (oder van Schurman) war als Universalgelehrte zugleich Malerin, Dichterin, Geographin, Astronomin, Theologin, Pädagogin, Historikerin, Portraitistin, Linguistin, Philosophin und Briefschreiberin und gilt als eine der gelehrtesten und begabtesten Frauen ihrer Zeit. "Außer Holländisch, Deutsch, Französisch und ihrer „Schriftsprache” Latein sprach sie etwa 12 Sprachen und stand in Verbindung mit vielen WissenschaftlerInnen der europäischen Geisteswelt. Sie hatte überdurchschnittliche humanistische Kenntnisse und war bereits als Elfjährige weit mehr als nur eine Dilettantin im Aquarellieren, Schnitzen, Modellieren und Sticken; hinzu kamen noch Glasschliff, Bossierkunst, Musik, Malerei und Bildhauerei. Über 20 Gemälde und Stiche von ihr sind erhalten. Anna Maria stammt aus einer reformierten Adelsfamilie, die vor den Spaniern aus Amsterdam hatte nach Köln fliehen müssen, aus dieser Stadt jedoch wiederum aus religiösen Gründen gen Holland zog und sich endlich in Utrecht niederließ. Den ersten Unterricht bekommt sie mit ihren zwei Brüdern von ihrem Vater und einem Tutor und korrespondiert schon als 15-Jährige mit dem Dichter und Staatsmann Jacob Cats, dem sie auch ein lateinisches Gedicht widmet. Überhaupt gilt sie bald als beste Latinistin weit und breit, hat ihren festen Platz in den gebildeten Zirkeln des Landes, macht bei der berühmten Magdalene van de Passe eine Ausbildung als Zeichnerin und Kupferstecherin, lernt Griechisch und Hebräisch bei dem Theologen und Orientalisten Voetius. Ab etwa 1632 erweitet sich der Kreis ihrer Brief- und DiskussionspartnerInnen, zu denen u.a. Descartes und Richelieu gehören. In der langjährigen Korrespondenz mit dem Alttestamentler André Rivet schaltet sie sich nachdrücklich in eine zu jener Zeit aufflammende und für sie persönlich brisante Diskussion ein: Frauen hätten die Fähigkeit, das Recht oder auch die Pflicht, sich mit den Geistes- und Naturwissenschaften zu beschäftigen oder sie sogar zu studieren. (Immerhin war ihr ausnahmsweise, als erster „Gasthörerin”, die Teilnahme an einer theologischen Vorlesung gestattet worden – allerdings nur von einer vergitterten verkleideten Kabine aus …) Niederschlag finden ihre scholastisch formvollendeten Argumente in der 1641 veröffentlichten, Aufsehen erregenden Dissertatio" (Swantje Koch-Kanz, Anna Maria von Schürmann, zitiert nach: Datenbank Frauen Biographieforschung, 2010), in der sie das Recht der Frauen verteidigte, als Wissenschaftlerinnen arbeiten zu können. Das vorliegende Exemplar weist eine interessante Provenienz auf: der vordere Deckel mittig mit dem goldgeprägten Besitzvermerk der Kurländischen Gesellschaft für Literatur und Kunst in Mitau 'Ex Biblioth. Soc. Liter. Curon.', das Titelblatt mit dem verblassten Stempel 'Museo Curon.' und der Innendeckel mit dem handschriftlichen Namenszug 'Recke', möglicherweise handelt es sich hier um Johann Friedrich von der Recke (Mitau, 1764 - 1846), den Mitbegründer des Kurländischen Provinzialmuseums und Herausgeber des 'Allgemeinen Schriftsteller- und Gelehrten-Lexikons der Provinzen Liv-, Est- und Kurland'. - Titelblatt leicht gebräunt, einige Seiten wegen der gedruckten Marginalien etwas überstehend, das letzte Blatt mit alt hinterlegtem Einriß, davon 2 Buchstaben der letzten Seite tangiert, sonst schönes und frisches Exemplar dieser seltenen Schrift.  ---   rare books [female education Frauenbildung Gleichberechtigung gender studies]
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